Kenia (Kenya)
Handelsplätze arabischer Kaufleute (bis 1895)
Die Küstenregionen des heutigen Kenia waren bereits um die Zeitenwende besiedelt. Arabische Kaufleute vermittelten einen regen Warenaustausch zwischen Arabien, Persien und China. Um 1000 entstanden an der Küste islamische Stadtstaaten, da- runter Mombasa und Malindi. Die traditionelle Suahelikultur stand unter starkem arabischen Einfluss. Im 16. Jh. übernahmen die Portugiesen die Kontrolle über die einträglichen Handelsverbindungen. Zwischen Portugiesen und Arabern kam es in der Folgezeit immer wieder zu heftigen Kämpfen, bis es dem Imam von Oman Ende des 17. Jhs. gelang, die Portugiesen zu vertreiben.
Für rund 150 Jahre lag die Herrschaft über das Land in den Händen mehrerer rivalisierender islamischer Fürsten, bis 1837 Imam Seyyid Sa’id die Vormachtstellung erkämpfte. Mitte des 18. Jhs. stieß das kriegerische Hirtenvolk der Massai von Norden in das Gebiet vor, wo vor allem Ackerbau treibende Bantu Opfer ihrer Raubzüge wurden. Nach 1840 dominierten die Massai die alteingesessenen Stämme. Seuchen beschleunigten den Niedergang der Massai-Herrschaft nach 1880.
- Handelsplätze arabischer Kaufleute (bis 1895)
- Kolonialherrschaft (1850-1963)
- Unabhängigkeit (seit 1963)








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