Köcherfliegen
Die Köcherfliegenlarven bilden übrigens neben Stein- und Eintagsfliegenlarven die Grundlage der Nahrungsketten in Fließgewässern. Sie bilden die Hauptnahrung für die hier lebenden Süßwasserfische. Viele Arten sind darüber hinaus Indikatoren für die Wasserqualität. Sie kommen nur in guten bis sehr guten Gewässern vor und reagieren empfindlich auf Wasserverschmutzungen.
Eine unscheinbare Insektengruppe

Die Insektenordnung der Köcherfliegen (Trichoptera) ist weltweit mit rund 7000 verschiedenen Arten vertreten. Davon leben etwa 300 Arten in Mitteleuropa. Die Körperlänge der Geschlechtstiere (Imagos) beträgt zwischen 1,5 und 40 mm, ihre Flügelspannweite zwischen 3,5 und 68 mm. Die Imagos haben fadenförmige, meist lang nach vorn gestreckte Fühler. In Ruhestellung haben die Tiere ihre beiden Flügelpaare meist dachförmig oder seltener auch flach über ihrem Hinterleib zusammengelegt. Sowohl die vier Flügel als auch der Körper sind behaart. Dadurch sind die Köcherfliegen, deren Gestalt ein wenig an die von Nachtfaltern erinnert, leicht von kleinen Schmetterlingen zu unterscheiden, die statt der Haare feine Schuppen tragen. Von den ähnlichen Insekten anderer Ordnungen wie den Eintagsfliegen und Steinfliegen unterscheiden sich die Imagos der Köcherfliegen durch die fehlenden Hinterleibsanhänge.
Naturgemäß kommen die größeren Arten in den Tropen und Subtropen vor. Bei uns leben eher die kleineren Exemplare, die wir zudem kaum zu Gesicht bekommen, da sie überwiegend nachtaktiv sind. Tagsüber halten sich die Fluginsekten meist unter Büschen, in Baumritzen oder zwischen Ufersteinen verborgen. Die wenigen tagaktiven heimischen Arten kann man am ehesten in Schwärmen über der Wasseroberfläche tanzen sehen.
- Eine unscheinbare Insektengruppe
- Kurzes Geschlechtsleben
- Kindheit im selbstgebauten Köcher
- Mit Fangnetzen in die Strömung
- Ein neuer Zyklus beginnt









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