Kuba (Cuba)
Entdeckung und spanische Zeit (bis 1898)
Kolumbus entdeckte das seit 2500 v. Chr. von Florida aus besiedelte Kuba auf seiner ersten Reise 1492. 1508-1511 eroberte es der Spanier Diego de Velázquez. Eingeschleppte Infektionskrankheiten, Zwangsarbeit und verlustreiche Kämpfe dezimierten die Einheimischen fast bis zur Ausrottung. Velázquez baute die Insel zur Ausgangsbasis für die Unterwerfung des Festlandes aus und entwickelte sie - bis zur Gründung des Vizekönigreiches Neuspanien in Mexiko 1535 - zum ersten Zentrum der spanischen Verwaltung in Amerika (1515).
Später wurde Kuba wichtigster Flottenstützpunkt für den Silbertransport und ein Zentrum der Ökonomie der Westindischen Inseln. Auf ausgedehnten Plantagen bauten afrikanische Sklaven neben Kaffee und Tabak vor allem Zuckerrohr an. Ein reger Zwischenhandel profitierte von der verkehrsgünstigen Lage; als Stützpunkt und Umschlagplatz zwischen Spanien und dem Festland war Kuba aber auch Begehrlichkeiten der europäischen Mächte ausgeliefert. 1762 eroberten die Briten Havanna, tauschten es aber im Pariser Frieden 1763 gegen Florida, so dass Spanien erneut in den Besitz Kubas gelangte. Da unter den Briten alle Handelsschranken gefallen waren, musste Spanien 1765 ebenfalls den freien Handel mit Madrid gewähren, hob 1816 das Tabakmomopol auf und ließ 1818 die allgemeine Handelsfreiheit zu.
Während das Kolonialreich des spanischen Amerika zu Anfang des 19. Jh.s rasch zusammenbrach, verblieb Kuba als wichtige Bastion in spanischer Hand. Auf Unabhängigkeitsbestrebungen und Anschlusswünsche an die USA antwortete Madrid 1825 mit drakonischen Maßnahmen und schloss 1836 die Volksvertreter Kubas aus den spanischen Cortes (Parlamenten) aus. Als auch noch von den Kreolen geforderte Reformen verweigert wurden, brach ein Sturm der Entrüstung los, der sich zu einem großen Aufstand ausweitete und in die Ausrufung der Unabhängigkeit 1868 mündete. Von den USA materiell und finanziell unterstützt, führte die von den Rebellen eingesetzte republikanische Regierung unter Carlos Manuel de Céspedes einen zehnjährigen Guerillakampf. Der Friede von Zanjón brachte 1878 für Kuba bescheidene Ergebnisse: eine neuerliche Vertretung in den spanischen Cortes und allmähliche Sklavenbefreiung, aber noch nicht einmal die erhoffte Autonomie. Diese - neben einem eigens für Kuba eingerichteten Ministerium - kam 1897 zu spät: Reformverweigerung und Wirtschaftskrise hatten 1895 einen weiteren Aufstand provoziert, der durch überholte Zugeständnisse Spaniens nicht mehr zu kontrollieren war.
- Entdeckung und spanische Zeit (bis 1898)
- Dominanz der USA (1898-1922)
- Der Übergang zur Diktatur (1922-1953)
- Castros "Kubanische Revolution" (1953-1961)
- Der sozialistische Einparteienstaat (seit 1961)









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