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THEMEN

Luchs

Der Eurasische Luchs (Lynx lynx) ist in Europa das drittgrößte Raubtier. Die Raubkatze mit den charakteristischen Pinselohren wird in unseren Breiten an Stattlichkeit nur noch vom Wolf und vom Braunbären übertroffen. Dennoch zählt der Luchs innerhalb der Katzenfamilie (Felidae) zu den Kleinkatzen.
Heute kann man sich kaum vorstellen, dass der Luchs auch einmal im deutschsprachigen Raum weit verbreitet war. Die Kleinkatze wurde vor einigen Jahrzehnten in weiten Teilen Europas völlig ausgerottet. Heute bemüht man sich - größtenteils erfolgreich - um seine Wiederansiedlung, vor allem in dünn besiedelten Waldgebieten auch in Deutschland.

Eine große, hellhörige Kleinkatze

Bild
Luchs

Unverwechselbar wird der Luchs durch seinen Backenbart, der den Schädel recht breit erscheinen lässt, durch die Haarpinsel an den Ohrspitzen und den - für Katzen ungewöhnlich - nur etwa 11-35 cm kurzen Schwanz. Die bis zu 5 cm langen Haarpinsel auf den Ohrspitzen scheinen als eine Art Antennen zu fungieren. Wenn sie entfernt werden, können die Tiere tatsächlich schlechter Laute und Geräusche orten. Ihr Hörvermögen ist so ausgezeichnet, dass sie noch auf 500 Metern ein vorbeiziehendes Reh ausmachen können. Die Augen sind katzentypisch extrem lichtempfindlich - sechs Mal so stark wie unsere menschlichen Augen - so dass die Raubkatze bestens für ihre überwiegend in der Dämmerung stattfindende Jagd ausgestattet ist.

Die im Vergleich zu anderen Katzenarten langen Beine weisen den Luchs als Langstreckenwanderer und guten Springer aus, ihre großen Pranken als besonders leisen und auch tiefschneefesten Pirschjäger. Die Sohlen des Luchses sind durch dichte Haarpolster am Rand und zwischen den Ballen verbreitert und gegen Kälte geschützt, so dass die Katze sich mühelos auch längere Strecken auf Schnee fortbewegen kann. Das Fell des Eurasischen Luchses ist rötlich-braun bis grau-beige, meist mit einem deutlich ausgeprägten Fellmuster mit dunklen Flecken, das den Räuber im Unterholz bestens tarnt. Die Fellfärbung kann allerdings stark variieren. In Skandinavien etwa findet man sogenannte gefleckte „Katzenluchse“ und fast ungefleckte „Wolfsluchse“ nebeneinander.

  1. Eine große, hellhörige Kleinkatze
  2. Verbreitung und Lebensraum
  3. Lebensweise
  4. Fortpflanzung
  5. Verfolgt, begehrt und geschützt
  6. Ausblick

Bibliografie:

  • Jürgen Heup: Bär, Luchs und Wolf: Die stille Rückkehr der wilden Tiere, Kosmos (Franckh-Kosmos) 2007
  • Robert Hofrichter: Der Luchs. Rückkehr auf leisen Pfoten, Stocker Verlag 2004
  • Roland Kalb: Bär, Luchs, Wolf: Verfolgt - Ausgerottet - Zurückgekehrt, Stocker Verlag 2007
  • Günter Neidinger: Ich bin der Luchs: Eine Geschichte über heranwachsende Luchse, Favorit Verlag 2000
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