Total votes: 31
  • Send to friend
  • Diese Seite drucken
THEMEN

Martin Scorsese

Anfänge

Martin Scorsese gehört seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten und einflussreichsten Filmregisseuren Hollywoods. Viele seiner Werke gehören mittlerweile zu den „Klassikern“ des US-amerikanischen Kinos. Er thematisiert in seinen Filmen kritisch das Gewaltpotenzial der US-amerikanischen Gesellschaft und wurde so zum bedeutenden Vertreter des New American Cinema.

Scorsese wurde am 17.11.1942 als Sohn italienischer Einwanderer in Queens (New York) geboren. Er lebte mit seinen Eltern in den 1950er Jahren in „Little Italy". Als Kind durch Asthma geschwächt, musste er oft zuhause bleiben und flüchtete sich im Laufe der Zeit in die Welt von Fernsehen und Kino. 1956 beschloss er Priester zu werden, brach die Ausbildung aber bereits 1957 wieder ab. Stattdessen studierte in den 1960er Jahren in New York Filmwissenschaft und englische Literatur. Bereits während seines Studiums drehte er mehrere Kurzfilme. Mit einem Budget von lediglich rd. 75 000 Dollar drehte er mit „Whos that knocking at my door?“ (1967 Uraufführung unter dem Titel „I Call First") seinen ersten Kinofilm und brachte darin erstmals das später oft behandelte Thema „Little Italy„ authentisch auf die Leinwand.

Danach arbeitete er als Dozent an der Universität und als Cutter der legendären, von Michael Wadleigh realisierten Filmdokumentation über das Woodstock-Festival.

In der Folge holte ihn Roger Corman nach Hollywood. Für Corman realisierte er den Film „Die Faust der Rebellen“ (1972). 1973 folgte die Uraufführung von „Hexenkessel“, der erste Film den Scorsese mit Robert De Niro drehte. Mit der Konzentration auf heranwachsende Jugendliche in „Little Italy“ war er stark autobiografisch geprägt.

1974 erlebte „Alice lebt hier nicht mehr“ sein Leinwanddebüt. Dieser Scorsese-Film von eher konventioneller Machart lebte von seiner Hauptdarstellerin Ellen Burstyn, die für ihre Rolle verdientermaßen einen Oscar erhielt. Sie spielt eine junge einfache Frau, die nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes das Leben selbst in die Hand nehmen muss. Mit ihrem 12-jährigen Sohn macht sie sich auf nach Kalifornien, arbeitet als Sängerin in einer Bar und als Serviererin. Ihre ersten Schritte auf dem Weg zur Selbstverwirklichung „enden“ in den Armen eines Farmers. Scorseses lebendige und liebenswürdige Inszenierung ergreift uneingeschränkt Partei für seine Protagonistin, die trotz negativer Erfahrungen nie den Mut verliert. In dieser Hinsicht zeigt der Film zwar den Versuch der Emanzipation, ist aber kein feministischer Film.

  1. Anfänge
  2. Taxi Driver - Ein Kultfilm
  3. Die 1980er und 1990er Jahre
  4. Endlich der Oscar
  5. Filmografie und wichtige Auszeichnungen (Auswahl)

Bibliografie:

  • Jana Havlik, Trapped: Der filmische Raum bei Martin Scorsese, Saarbrücken 2009
  • Georg Seeßlen: Martin Scorsese, Berlin 2003
Total votes: 31
  • Send to friend
  • Diese Seite drucken

Post new comment


0 Kommentare

Filtered HTML

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
This question is for testing whether you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.