Multikulturelle Gesellschaft
Lexikon
Die Bezeichnung der multikulturellen Gesellschaft steht für das Zusammenleben von Menschen, deren Sprache, Tradition, religiösen Bekenntnisse, Wertvorstellung, Staatsangehörigkeit, Sozialisation (Erziehung) und Lebensstil unterschiedlich sind. Sie verfolgt innerhalb eines Gemeinwesens das programmatische Ziel eines soziokulturellen Pluralismus (Vielfalt), der daher auch als Multikulturalität bzw. als Multikulturalismus bezeichnet wird. Die multikulturelle Gesellschaft spricht sich also dagegen aus, dass sich unterschiedliche kulturelle Auffassungen und Verhaltensweisen an die in einer Region oder einem Land vorherrschende Kultur anpassen. In der Folge bereichert ihr Konzept seit Ende der 80er Jahre das öffentliche Streitgespräch um die Ausländerpolitik. Es verwirft nationale und rassistische Meinungen, die eine Beschränkung des Asylrechts fordern.
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- Begriff
- Bedingung und Wirkung
- Entwicklung in der BRD
- Gefahr der Fremdenfeindlichkeit
- Funktionen des sozialen Vorurteils
- Die Feindschaft des Rechtsextremismus
Bibliografie:
- Erna Appelt: Demokratie und das Fremde, 2000
- Michael Kessler u. a. (Hrsg.): Multikulturalität. Tendenzen, Probleme, Perspektiven im europäischen und internationalen Horizont, 1995
- Joseph Marko u.a.: Multikulturelle Gesellschaft und Demokratie, 2000
- Birgit Rommelspacher: Anerkennung und Ausgrenzung. Deutschland als multikulturelle Gesellschaft, 2002
- Charles Taylor: Multikulturalismus und die Politik der Anerkennung, 1997









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