Musikinstrumente
Einleitung
Schon in prähistorischer Zeit haben Menschen auf einfachsten Instrumenten Musik gemacht. Es entspricht einem menschlichen Grundbedürfnis, durch Tanz und Gesang Gefühle auszudrücken oder rituelle Handlungen zu begleiten. Die ältesten Musikinstrumente sind einfache Urformen, die aus Naturmaterialien wie Holzstäben, Fruchtkapseln, Bambusrohr oder Baumstämmen hergestellt wurden. Daraus baute man Klappern, Rasseln, primitive Blasinstrumente oder Trommeln.
Im Lauf der Jahrtausende löste sich die Musik ganz allmählich aus ihrer kultischen Funktion. Sie erhielt einen eigenen Stellenwert und begründete damit eine erste Musikkultur. Dadurch wurden auch plötzlich an die Musikinstrumente neue Anforderungen gestellt. Aus den einfachen Urformen entwickelten sich über Jahrhunderte die Instrumente bis auf das technisch ausgefeilte Niveau der heutigen Zeit.
Einteilung der Musikinstrumente

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Musik immer mehr von primitiven Ursprüngen als Gebrauchsmusik zu einer anspruchsvollen Kunstmusik entwickelt. Entsprechend haben sich die Anforderungen an die Instrumente verändert. Einen entscheidenden Impuls in diese Richtung gab die Musik der Renaissance. Mehr und mehr wurde nun Musik speziell für Instrumental-Ensembles geschrieben. Die wichtigste Neuerung dieser Zeit war die Gruppierung von Instrumenten verschiedener Größe nach Familien, um eine einheitliche Klangfarbe zu erzielen. So entstanden die Familien der Renaissance-Blockflöten, der Schalmeien und der Gamben oder Violen. Gamben oder Violen waren die unmittelbaren Vorfahren der heutigen Streichinstrumente. Seit dieser Zeit existiert auch die Einteilung der Musikinstrumente in die bis heute im Orchester gültigen drei Gruppen:
- Streichinstrumente
- Holzblasinstrumente
- Blechblasinstrumente
- Schlaginstrumente
In dieser Einteilung bilden die Tasteninstrumente eine eigene Kategorie.
Im Barock, in der Klassik und Romantik haben sich die Orchesterinstrumente entscheidend hinsichtlich ihrer Vielfalt und technischen Möglichkeiten entwickelt. Am Ende des 19. Jahrhunderts sind die Instrumentenfamilien im heutigen Sinne bereits komplett. Lediglich im Bereich der Schlag- und elektronischen Instrumente sollte sich im 20. Jahrhundert noch eine weitere Entwicklung vollziehen.
Parallel dazu existiert eine andere Einteilung, die von der Art der Klangerzeugung ausgeht:
- Idiophone (Eigen- oder Selbstklinger)
- Membranophone (Fellklinger)
- Chordophone (Saitenklinger)
- Aerophone (Luftklinger)
- Elektrophone (Stromklinger)
- Einleitung
- Streichinstrumente
- Holzblasinstrumente
- Blechblasinstrumente
- Schlaginstrumente
- Idiophone (Selbstklinger)
- Membranophone (Fellklinger)
- Chordophone (Saitenklinger)
- Aerophone (Luftklinger)
- Elektrophone (Stromklinger)
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Bibliografie:
- Gerd Albrecht: Musikinstrumente und wie man sie spielt. Kleine Instrumentenkunde, Atlantis Musikbuch, Zürich 1975
- Anthony Baines: Lexikon der Musikinstrumente, J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2000
- Ernst Hirsche. Musik-Wörterbuch. Fachworterklärungen, Musikzeichenkunde, Tonumfang der Musikinstrumente, Hüllenhagen & Griehl Verlag, Hamburg 1948 (noch lieferbar)
- Hans W. Köneke: Musikinstrumente. So sehen sie aus - So klingen sie - So funktionieren sie, Kallmeyer Verlag, Seelze 1998









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