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THEMEN

NBA - National Basketball Association

Die Geschichte der NBA

"NBA-Basketball ist wahrscheinlich eine der physisch härtesten Sportarten, die es gibt, selbst im Vergleich zum Fußball, wo getreten und gehalten wird. So wie beim Basketball riesige Spieler schieben und drücken, das verlangt unglaublich viel Kraft" (Detlef Schrempf, deutscher Ex-Profi-Basketballer in den USA).

1946 wurde in den USA die erste Profiliga gegründet. Der Rechtsanwalt Maurice Podoloff, zugleich Besitzer eines Eishockey-Teams sowie der Arena in New Haven (Connecticut), traf sich am 6. Juni 1946 mit einer Gruppe weiterer Hallenbesitzer, um die BAA, Basketball Association of America, zu gründen. Doch mit Basketball konnte man die Stadien in jenen Zeiten nur füllen, wenn die Eishockey-Teams pausierten. Als sich am 1.11.1946 die New York Knicks und die Toronto Huskies in den Maple Leaf Gardens (Toronto) gegenüberstanden, fungierte die Liga vorrangig als Lückenfüller für die reichen NHL-Clubs (National Hockey League).

Die BAA machte sich jedoch schnell selbstständig. Als 1949 sechs Teams der konkurrierenden NBL (National Basketball League) aus dem mittleren Westen übernommen wurden, begann der Aufstieg des Profibasketballs unter dem Namen NBA. Mit elf Teams startete die erste Saison. Sie waren - wie im Eishockey und Baseball - eine geschlossene Gesellschaft ohne Auf- oder Abstieg. Unternehmer hatten die Möglichkeit, die Lizenz für ein Team zu erwerben. Diese Lizenz kann auch gehandelt und samt Spielern und Trainer in andere Städte verpflanzt werden. So wurden beispielsweise die Minneapolis Lakers zu den Los Angeles Lakers und die New Orleans Jazz zu den Utah Jazz.

Aber auch einzelne Spieler können bei identischen Bezügen ohne ihre Einwilligung an andere Teams getauscht werden, der so genannte "trade". Ablösesummen gibt es nicht. Neue Spieler gelangen über eine Spielerauktion, "draft", in die Liga. Einmal im Jahr werden die besten Collegespieler oder ausgewählte ausländische Spieler auf die Teams verteilt. Dabei dürfen sich die schwächsten Clubs die talentiertesten Neueinsteiger sichern. Dies soll zum Gleichgewicht der Kräfte beitragen und der Liga die Spannung erhalten.

Seit der Rechtsanwalt David Stern 1983 den Posten als Ligachef (NBA Commissioner) übernommen hat, ging es mit der lange Zeit maroden NBA kometenhaft aufwärts. Die Liga galt als drogenverseucht und uninteressant für die werbetreibende Industrie. So zeichneten in der Saison 1980/1981 sechzehn der damals dreiundzwanzig Teams Verluste. Die Hallen waren lediglich zur Hälfte gefüllt. David Stern sorgte für eine solide wirtschaftliche Basis, regelte das Verhältnis zwischen Teambossen und Spielern (Letztere beteiligte er mit 53% am Gewinn), und brachte dank seiner geschickten Vermarktung den weltweiten Boom ins Rollen. Das Drogenproblem löste er durch regelmäßige Tests und mit dem Angebot der Straffreiheit sowie der medizinischen Behandlung, wenn ein Spieler freiwillig den Konsum von Drogen zugebe. Auch mit dem Welt-Amateurverband (FIBA) arbeitete der Commissioner zusammen. Gemeinsames Anliegen war und ist es, Basketball weltweit zu fördern und neue Absatzmärkte für NBA-Produkte zu schaffen. Turniere, bei denen NBA-Clubs auf internationale Teams treffen, tragen dazu bei.

Bei den Olympischen Spielen 1992 verbeugte sich der Rest der Welt vor den Leistungen einer begnadeten Basketball-Generation. Die Mitglieder des amerikanischen "Dream Teams" (ausgewogene Mischung aus den besten Spielern der amerikanischen Profi-Liga) zeigten in Barcelona scheinbar mühelos in jeder Begegnung, auf welchem sportlichen Niveau der Profi-Basketball angekommen war. Zwei Jahre später, bei den Olympischen Spielen 1994 in Toronto, trat mit dem "Dream Team II" eine völlig neue Generation ins Rampenlicht, die ebenfalls durch Schnelligkeit, Sprungkraft und Treffsicherheit begeisterte. Allein mit diesen zwei Mannschaften hat die NBA dem Basketball eine enorme Schubkraft verliehen. Ist diese Sportart doch heute nach dem Fußball Weltsport Nummer zwei!

Mit der Spielzeit 1996/1997 feierte die NBA ihr 50-jähriges Bestehen. Ein guter Grund zurückzublicken - auf Stars wie George Mikan, Bill Russell, Walt Chamberlain, Oscar Peterson, Kareem Abdul-Jabbar, Larry Bird und Earvin ("Magic") Johnson. Natürlich auch auf Teams wie die legendären Boston Celtics der 1960er Jahre. Zwischen 1959 und 1966 haben sie jeden Titel geholt und insgesamt 16 NBA-Meisterschaften gewonnen. Oder aber die Los Angeles Lakers der 1980er Jahre, die mit Kareem Abdul-Jabbar und Magic Johnson den Basketballsport revolutionierten und die Basis für ein Team schufen, das noch vor kurzem in aller Munde war: die Chicago Bulls. Mit ihren Stars Scottie Pippen, Dennis Rodman und Michael "Air" Jordan, dem Inbegriff des kompletten Basketballspielers, setzte diese Mannschaft ganz neue Akzente. "Der liebe Gott spielt Basketball, und zwar in der Verkleidung von Michael Jordan" (American sports 3/95).

Jedoch: Michael Jordan erklärte am 12. Januar 1999 seinen (zweiten) Rücktritt. Doch nicht nur "His Airness" trat ab, auch seine Mitstreiter Scottie Pippen, Luc Longely, Steve Kerr, Dennis Rodman, Joe Kleine und Jud Buechler wechselten - mehr oder weniger freiwillig - den Arbeitgeber. Die Chicago Bulls, vom Branchenführer zum Prügelknaben geworden, sind für die Stars derzeit keine gute Adresse mehr.

Die zentrale Frage in der NBA lautet: Wer wird das Vakuum füllen, das der größte Sportler aller Zeiten, Michael Jordan, hinterlassen hat? Am 17. April 2003 verließ er die NBA. "Nun gehe ich endgültig in den Ruhestand. Daran gibt es keinen Zweifel", versicherte Jordan bei seinem (dritten) Abschied. Vielleicht wird es Kobe Bryant sein, der im Januar 2006 NBA-Geschichte geschrieben hat. Der mehrfache Allstar erzielte für die Lakers in einem Spiel (gegen Toronto Raptors) sensationelle 81 Punkte. Diesen Überflug schaffte nicht einmal Michael "Air" Jordan! Kobe Bryant ist hochmotiviert. Schließlich blieb dem "wertvollsten Spieler" 2008 in der 62. Saison der NBA die Krönung verwehrt, als er mit den Lakers in der Finalserie Erzrivale Boston unterlag. Mitte Juni 2009 war er dann endlich am Ziel: Die Los Angeles Lakers wurden NBA-Meister und Superstar Kobe Bryant wurde gleich zum MVP der Finalserie ausgezeichnet. Im Juni 2010 führte Kobe Bryant die Los Angeles Lakers zum 16. NBA-Titel. 2011 eroberten Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks den Basketball-Olymp.

  1. Die Geschichte der NBA
  2. NBA-Regeln
  3. Die 30 NBA-Teams*
  4. NBA-Meister

Bibliografie:

  • Jan Dittel: Superstars heute - zwischen sportlicher Höchstleistung und kommerziellem Überflug. Gezeigt an ausgewählten Beispielen aus der NBA, München 2007
  • John Fawaz: NBA High-Flying Stars, New York 2007
  • Michael Rappe: Magic Basketball, Göttingen 2005
  • Dino Reisner: Dirk. Die Dirk-Nowitzki-Story, München 2010

Institution(en):

  • NBA - National Basketball Association
    Olympic Tower, 645 Fifth Ave., New York, N.Y. 10022 - USA
    (212) 407-8000
    (212) 826-0579
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