Neoexpressionismus
Begriff
Der Begriff des Neoexpressionismus fasst in der Geschichte der neueren Kunst mehrere Stilrichtungen der gegenständlichen Malerei zusammen, denen das Aufgreifen einzelner Stilelemente des Expressionismus wie emotionaler Ausdruck und starke Farbkontraste sowie eine antibürgerliche Haltung gemeinsam ist.
Der Begriff ist als Notbehelf aufzufassen, denn er wird den unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen und ihren Voraussetzungen nicht gerecht. Und er ist insofern irreführend, als es den neoexpressiven Künstlern nicht darum ging, die Tradition des deutschen Expressionismus wiederzubeleben oder an ihre künstlerischen Haltungen anzuknüpfen.
Bibliografie:
- Siegfried Anzinger: Neue Wilde. Eine Entwicklung. A Progression, Klosterneuburg 2003
- Wolfgang Max Faust, Gerd de Vries: Hunger nach Bildern. Deutsche Malerei der Gegenwart, Köln 1982.
- Ch. M. Joachimides (Hrsg.): Zeitgeist. Katalog zur Internationalen Kunstausstellung, Berlin 1982
- Heinrich Klotz: Die Neuen Wilden in Berlin, Stuttgart 1984
- Markus Lüpertz. Hauptwege und Nebenwege; eine Retrospektive, Bilder und Skulpturen von 1963 bis 2009. Hrsg.: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn. Red.: Susanne Kleine, Köln 2009
- Florian Steininger: Neue Wilde: Eine Entwicklung /A Progression, Edition Sammlung Esslingen 2004
- Marie Luise Syring: Kunst in Frankreich seit 1966. Zerborstene Sprache, zersprengte Form, Köln 1986









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