Olympische Sommerspiele 2000 in Sydney
Der Austragungsort der XXVII. Olympischen Sommerspiele
"Die besten Spiele bisher" nannte der im Jahr 2001 scheidende IOC-Chef Juan Antonio Samaranch die Spiele in Sydney. Das Lob galt vor allem den australischen Gastgebern. Insbesondere durch die Herzlichkeit der 47 000 Helfer und der 4 Millionen Sydneysider wurden die Spiele zu einem unvergesslichen Erlebnis. Anders als in Atlanta 1996 stand diesmal nicht der Kommerz, sondern der Sport im Mittelpunkt. Eine gute Organisation, eine fast perfekte Infrastruktur und erstklassige Wettkampfstätten sorgten für hervorragende Rahmenbedingungen. Das Zentrum des olympischen Geschehens war der Olympiapark an der Homebush Bay etwa 10 km vom Stadtzentrum mit dem Stadium Australia und den anderen Stadien sowie dem nahe gelegenen Olympischen Dorf. Die Wettkampfstätten für die Sportarten, die Platz in der Natur brauchen, lagen zwischen 20 und 40 km von Sydney entfernt. Die Mountainbiker ermittelten ihre Medaillengewinner in Fairfield (20 km entfernt), Ruderer und Kanuten auf den Penrith Lakes (40 km), die Reiter in Horsley Park (20 km) und die Schützen in Cecil Park (25 km). Die Beach-Volleyballer fanden ihr Domizil am Bondi Beach.
110 000 Zuschauer im ausverkauften Stadium Australia und fast 4 Milliarden Menschen vor den Fernsehschirmen waren Zeuge der farbenprächtigen Eröffnungsfeier und erlebten dabei auch mit, wie unter frenetischem Beifall die Sportler aus Nord- und Südkorea gemeinsam hinter einer Fahne, die Blau auf Weiß die geteilte Halbinsel zeigt, ins Stadion einzogen. Der 400 m-Läuferin Cathy Freeman - als gebürtige Aborigine eine Angehörige der von den weißen Australiern jahrhundertelang diskriminierten australischen Ureinwohner - war es vorbehalten, die - höchst effektvoll aus einem Wasserbecken auftauchende - olympische Flamme zu entzünden.
Vergessen waren zu diesem Zeitpunkt die Querelen im Vorfeld der Spiele. Die Errichtung der Olympiaanlagen auf einer ehemaligen Müllkippe hatte Umweltschützer auf den Plan gerufen; für einen Skandal sorgte im Oktober 1999 die Meldung, dass Normalbürger durch den Modus von Topwettbewerben praktisch ausgeschlossen bleiben sollten. Ein Großteil der Karten war für das Ausland reserviert, außerdem hatte das Organisationskomitee SOCOG in großen Mengen "Premium-Tickets" bevorzugt an Großverdiener sowie Verbände und Vereine abgegeben. Daraufhin wurde die Verteilung geändert, mehr Tickets kamen in den Verkauf.
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- Der Austragungsort der XXVII. Olympischen Sommerspiele
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