Organisiertes Verbrechen: Yakuza
Lexikon
Ähnlich den chinesischen Triaden prägt die japanische Yakuza nicht nur den fernöstlichen Kriminalitätsbereich. Im Ausland wird die japanische kriminelle Organisation der Yakuza oft auch mit dem Oberbegriff “japanische Mafia“ bezeichnet. Sie selbst spielen in ihrem Namen mit einem unverkennbaren Stolz auf die “Wertlosen“ der Gesellschaft an. Ihre Bandenstruktur lässt sich in verschiedene rivalisierende Banden differenzieren. Frühe Zeugnisse der japanischen Yakuza-Clans finden sich bereits im 16. Jahrhundert. Ihre Mitglieder schlossen sich schon im alten japanischen Feudalsystem zusammen. Sie boten Schutz gegen herumziehende Räuberbanden und kontrollierten zusätzlich die Spielhöllen. Dabei waren sie wie japanische Familien organisiert und ahmten ebenso die in Japan prägenden Samurai-Rituale nach, die noch immer bestimmend sind. Auch die strenge Loyalität gegenüber den Clan-Führern unterstreicht bis heute den Aufbau der Yakuza, der ebenso traditionellen japanischen Werten folgt. Zudem haben sich historisch nicht nur Geheimsprache und Begrüßungsrituale, sondern auch Tätowierungen des ganzen Körpers durchgesetzt. Sie überleben als Erkennungsmerkmale der Mitglieder bis in die Gegenwart.
- Lexikon
- Die Entstehungsgeschichte
- Gipfel- und Verbrechenspolitik
- Organisation und Machtstruktur
- Geschäftliche Tätigkeitsfelder
- Die aktuelle Entwicklung
Bibliografie:
- Wolfgang Herbert: Japan nach Sonnenuntergang. Unter Gangstern, Illegalen und Tagelöhnern, Berlin 2002
- Gabriele Kawamura: Yakuza. Gesellschaftliche Bedingungen organisierter Kriminalität in Japan, Pfaffenweiler 1994
- Jun'ichi Saga: Der Yakuza. Ein Leben in Japans Unterwelt, Göttingen 1995
Institution(en):
- BundeskriminalamtÖffentlichkeitsarbeit und Bürgeranfragen, Fachbereich KI 35, 65173 Wiesbaden(0611)55-16111info@bka.de









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