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Pferdebohne, Dünnbier, Hafergrütze: Essen und Trinken im Mittelalter

Die Grundbedingungen der mittelalterlichen Ernährung

Generell kann man für die mittelalterliche Ernährung drei Grundtatsachen festhalten:

1. Der Speisezettel wurde, insbesondere auf dem Lande, durch die örtlichen Bedingungen bestimmt. Nur was in der näheren Umgebung angebaut werden konnte, stand als Kost zur Verfügung. Die Menschen waren somit von der natürlichen Umgebung und den Jahreszeiten sehr viel abhängiger als wir. Man darf nicht vergessen, dass es keine künstliche Düngung, keine Landmaschinen, keine Tiefkühltruhen und vor allem keinen größeren Warenverkehr gab, der es erlaubt hätte, z. B. wie heute Südfrüchte mitten im Winter einzuführen. Dazu waren die Verkehrswege und -mittel noch zu wenig entwickelt. Ein Beispiel: Ein Frachtfuhrwerk schaffte etwa 20 bis 30 Kilometer pro Tag, ein Sonderbote zu Pferd ungefähr 60.

2. Die zweite Tatsache ist, dass die Ernährungsweise in den Städten des späten Mittelalters stark von der auf dem Lande abwich. Das hatte u. a. mit der besseren Vernetzung der Städte miteinander durch Fernstraßen zu tun. Aber auch zwischen Arm und Reich gab es klare Unterschiede. Viele Waren, besonders Gewürze, waren Luxusgüter und fanden sich so gut wie nie auf dem Tisch der ärmeren Land- und Stadtbevölkerung. Wir erkennen daran, dass im Mittelalter das Menü viel stärker von sozialen Faktoren abhing als heute, wo sich, nimmt man Kaviar und ähnliche Delikatessen einmal aus, zumindest in den westlichen Ländern die meisten Menschen an der ganzen Palette des Nahrungsangebots erfreuen können.

3. Schließlich ist generell festzuhalten, dass die heutige Lebensmittelvielfalt im Mittelalter noch nicht gegeben war. Man musste sich mit einem Kernbestand an erreichbaren Gemüse- und Fleischsorten begnügen, und auch diese standen nicht das ganze Jahr über zur Verfügung. Der Historiker Hans-Werner Goetz stellt resümierend fest: "Insgesamt hat man sich das Mahl eher kärglich vorzustellen, und in den paradiesischen Träumen vom Schlaraffenland stand nicht zufällig die Vorstellung von vollen Bäuchen im Vordergrund".

  1. Rittergelage und Hungersnot? Gängige Vorstellungen vom Mittelalter und ihr Wahrheitsgehalt
  2. Kochbücher und Grabungsfunde: Die kulturhistorischen Quellen
  3. Die Grundbedingungen der mittelalterlichen Ernährung
  4. Lebensmittel in der mittelalterlichen Speisekammer
  5. Lieblingsspeisen der Ritter und Edelfrauen
  6. Essen und Trinken bei Hofe: Gesellschaftliches Ereignis und Statussymbol
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ich weiß viel über das mittelalter aber ich suche ein richtiges leckeres Rezept kjönnt ihr mir ein empfelen