Polarforschung
Die Pole: Arktis und Antarktis
Die beiden kalten Regionen der Erde liegen quasi an den Enden der Welt und könnten kaum unterschiedlicher sein: die Arktis am Nordpol der Erde und die Antarktis am Südpol.
Die Arktis wird im Wesentlichen von dem im Zentrum vollständig mit Packeis bedeckten Nordpolarmeer eingenommen. Das nördliche Ende der Welt ist demzufolge keine Landmasse wie die übrigen Kontinente, sondern besteht aus einigen hunderttausend Kubikkilometern gefrorenen Meerwassers. Als Südgrenze der Arktis gilt die polare Baumgrenze. Somit gehören auch die nördlichsten Teile von Europa und Nordamerika sowie zahlreiche im nördlichen Polarmeer liegende Inseln wie Grönland zum Gebiet der Arktis. Kalte Winter wechseln hier mit sehr kühlen Sommermonaten. Die Antarktis hingegen besteht aus dem Kontinent Antarktika, vielen Inseln und Meeresgebieten. 98% dieses sechsten Kontinents sind von einer Eisschicht bedeckt, die im Durchschnitt kaum vorstellbare 2000 Meter dick ist. Das Klima ist hier wesentlich extremer als auf der anderen Polseite. Nur an wenigen Sommertagen im Jahr klettert die Temperatur im Boden einmal auf 15 °C. Im Inneren dieses wahrlich eisigen Kontinents wurde 1983 mit -89,2 °C der absolute Kälterekord auf der Erde gemessen.
- Die Pole: Arktis und Antarktis
- Geschichte der Polarforschung
- Interdisziplinäre Forschung
- Dem Klimawandel auf der Spur
- Internationale Zusammenarbeit
- Deutsche Polarforschung
- Das Alfred-Wegener-Institut
Bibliografie:
- Michael Benthack (Hrsg.): Der Arktis-Klima-Report (ACIA, Alfred-Wegener-Institut für Polar- u. Meeresforschung, Convent Verlag 2005
- Klaus Fleischmann: Zu den Kältepolen der Erde. 50 Jahre deutsche Polarforschung, Delius Clasing Verlag 2005
- Gert Lange: Eiskalte Entdeckungen. Forschungsreisen zwischen Nord- und Südpol, Delius Clasing Verlag 2001
- Hauke Trinks: Leben im Eis. Tagebuch einer Forschungsreise in die Polarnacht (National Geographic Adventure Press), Frederking & Thaler 2007







0 Kommentare