Portugal
Einleitung
Während die portugiesische Geschichte bis in das Hochmittelalter mit der Spaniens weitgehend identisch war, entwickelte sich Portugal im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit zu einem der modernsten Staaten Europas. Als erstes Land des Kontinents erreichte es im 13. Jh. seine heutigen Grenzen und leitete durch seine überseeische Expansion seit dem 14. Jh. das "Zeitalter der Entdeckungen" ein. Die koloniale Ausdehnung überspannte aber die Kraft des Landes, das zunehmend in wirtschaftliche Abhängigkeit von Großbritannien geriet. Konflikte zwischen liberalen Republikanern und konservativen Monarchisten destabilisierten Portugal im Innern und verhinderten im 19. Jh. den Anschluss an die Industrialisierung. Nach dem Sturz der Monarchie 1910 fand die junge Republik lange keinen neuen Konsens, so dass häufige Regierungswechsel und eine von 1926-1974 andauernde Phase autoritärer Regierungen Portugal von der westeuropäischen Entwicklung abkoppelten.
Erst die Demokratisierung nach dem Umsturz von 1974 leitete im ehemaligen "Armenhaus" Westeuropas einen Umschwung ein, der über die Dekolonialisierung 1986 zur Aufnahme in die EG führte.
Die Region vor der Staatsbildung (bis 1095)
Ausgehend von ihren Pflanzstätten im Süden Spaniens befuhren ab dem 5. Jh. v. Chr. zunächst griechische, dann karthagische Seefahrer die Küste Portugals und trieben Handel mit den lusitanischen Stämmen. Von der karthagischen Expansion auf der Iberischen Halbinsel nach dem 1. Punischen Krieg ab 237 v. Chr. blieben die Lusitaner unbehelligt, da das Seefahrervolk an dem gebirgigen Territorium kein Interesse zeigte. Erst die römische Eroberung der Iberischen Halbinsel ab 194 v. Chr. verwickelte die Lusitaner in langanhaltende Kämpfe, bis Caesar 60 v. Chr. das erzreiche Gebiet des heutigen Portugal endgültig in das Imperium Romanum eingliederte. Augustus richtete 27 v. Chr. die Provinz Lusitania ein und gründete die Veteranensiedlung Emerita Augusta (Mérida).
Die römische Herrschaft endete mit dem Einfall der germanischen Sweben (Sueben) 411 und ihrer Reichsgründung ab 430 im Nordosten der Iberischen Halbinsel. Nach der Eroberung des Swebenreiches durch die Westgoten 585 verwurzelte der Übertritt des westgotischen Königs Rekkareds I. (580-621) vom Arianismus zum Katholizismus 587 die Römische Kirche in Portugal. Im Zuge der berberisch-muslimischen Eroberung der Iberischen Halbinsel 711/12 geriet das Christentum jedoch noch einmal in Bedrängnis. Ab dem 9. Jh. setzte von Norden her die christliche Rückeroberung im Rahmen der Reconquista ein.
Ausprägung des Staates (1095-1340)
Die eigenstaatliche Entwicklung Portugals begann 1095, als Heinrich von Burgund (1095-1112) die Grenzgrafschaft Portucalia zwischen den Flüssen Tejo und Minho im heutigen Nordportugal vom kastilischen König Alfons VI. zum Lehen erhielt. Heinrichs Sohn Alfons Heinrich (1128-1185) verweigerte 1135 Kastilien den Lehnseid und nahm am 25.7.1139 nach dem Sieg gegen die Mauren bei Ourique als Alfons I. den Königstitel an. Um sich gegenüber territorialen Ansprüchen des mächtigen Nachbarstaates abzusichern, unterstellte Alfons I. Portugal 1143 dem Papst und erreichte die Anerkennung durch Alfons VII. von Kastilien-León. Höhepunkt seiner Herrschaft war die Eroberung von Santarém und Lissabon 1147 mit Hilfe von Teilnehmern des 2. Kreuzzuges. Ein Jahrhundert später (1248) verdrängte Portugal die Araber aus der Algarve und schloss damit die Reconquista im Westen und Südwesten der Iberischen Halbinsel ab. Lissabon wurde 1256 statt des bisherigen Coimbra Hauptstadt. Im Vertrag von Badajoz 1267 erkannte Kastilien-León die Grenzen Portugals an, das damit als erster Staat Europas seine heutigen Form im Wesentlichen ausgeprägt hatte.
Im Innern verschärften sich während des 13. Jahrhunderts die Konflikte zwischen der Krone und dem mächtigen Klerus, da die Könige die Privilegien der Kirche einschränken wollten. König Dinis (1279-1325) verweigerte dem Papst bei seinem Thronantritt den Lehnszins, untersagte die Vererbung von Grundstücken an kirchliche Würdenträger und förderte durch eine neue Städteordnung den Einfluss von Handel und Gewerbe in der bisher stark kirchlich dominierten Wirtschaftsstruktur des Landes. Wegen seiner Einigung mit der Römischen Kirche im Konkordat 1289 erhielt Dinis den Beinamen "der Gerechte". Selbst dichterisch tätig, förderte er die Kunst und gründete 1290 die Universität von Lissabon. Portugiesisch ersetzte das Lateinische als Schriftsprache am Hof. Sein Nachfolger Alfons IV. (1325-1357) schlug 1340 im Bund mit Kastilien-León am Río Salado ein Heer des Sultans von Marokko und schuf mit dieser Stabilisierung nach außen die Voraussetzung für Portugals überseeische Expansion, die 1341 mit der Entdeckung der Kanarischen Inseln ihren Anfang nahm.
Stabilisierung und Expansion (1340-1580)
Der Tod Ferdinands I. 1383 markierte das Ende der seit 1095 herrschenden Dynastie Burgund. Thronansprüche des kastilischen Königs Johanns I. wies die portugiesische Ständeversammlung (Cortes) ab. Mit englischer Hilfe setzte sich 1385 im Krieg gegen Kastilien Johann von Aviz, ein Halbbruder des verstorbenen Ferdinands I. und Wunschkandidat der Cortes durch. Das Bündnis mit England wurde 1386 im ersten Windsor-Vertrag formalisiert, der die bis heute andauernde Anlehnung Portugals an die Inselmacht einleitete. Johann I. (1385-1433) festigte die Königsmacht nach innen und erreichte die volle Unterstützung der Stände. Der machtpolitische Konsens zwischen Krone, Adel, Bürgertum und Klerus verschaffte Portugal gegenüber anderen europäischen Staaten einen entscheidenden Vorteil, den es im frühen Aufbruch in die Expansion nach Übersee ausspielen konnte. Sie vollzog sich im fließenden Übergang von der Reconquista gegen Muslime, die mit Kaperfahrten von Nordafrika aus weiterhin die portugiesischen Küsten unsicher machten, zur kolonialen Conquista (Eroberung).
Die erste Phase der kolonialen Ausdehnung prägte Prinz Heinrich der Seefahrer (*1394, †1460), der Sohn König Johanns I., der die Erforschung der afrikanischen Westküste initiierte und finanzierte. 1415 eroberte Heinrich das nordafrikanische Ceuta vom marokkanischen Sultan und beauftragte im folgenden Jahr den genuesischen Seefahrer Alvise da Cadamosto mit einer Entdeckungsfahrt nach Westafrika. Das 1418 entdeckte, unbewohnte Madeira ließ er vom Christusorden zur Siedlungskolonie entwickeln. Mit der Gründung der ersten Seefahrerschule der Welt in Sagres (1419) und der Einrichtung einer Sternwarte stellte Heinrich die Fahrten auf eine wissenschaftliche Basis. Nach seiner Entdeckung 1441 entwickelte sich Lagos an der nigerianische Atlantikküste allmählich zum Zentrum des portugiesischen Sklavenhandels. Edelmetalle, die dringend für den lukrativen Orienthandel benötigt wurden, und der Anbau von Zuckerrohr in den wenigen Siedlungskolonien begründeten Portugals Reichtum im "Zeitalter der Entdeckungen". Neben ökonomischen Motiven betonte das Königshaus die Bedeutung der Mission: Der muslimisch oder "heidnisch" geprägte afrikanische Raum sollte durch Portugal christianisiert werden. Zudem dienten die Fahrten der Suche eines Seeweges nach Indien, da die traditionellen Handelswege seit dem Fall Konstantinopels 1453 fest in der Hand des expandierenden Osmanischen Reiches waren. Im Gegensatz zu Kastilien setzte Portugal dabei auf die südliche Route und schlug das Angebot von Christoph Kolumbus aus, einen westlichen Seeweg zu finden - die "Neue Welt" entdeckte Kolumbus 1492 daher im Auftrag Spaniens.

Die portugiesische Südexpansion machte rasche Fortschritte: 1470 erreichten Seefahrer Guinea (Goldküste) nördlich des Äquators. Im Winter 1487/1488 umsegelte Bartholomëu Diaz die Südspitze Festlandafrikas (Kap der Guten Hoffnung). 1498 landete Vasco da Gama an der indischen Küste bei Calicut und ermöglichte die nun einsetzende Eroberung portugiesischer Stützpunkte im südostasiatischen Raum (z. B. Malakka, Goa, Macao).
Ende des 15. Jahrhunderts waren Spanien und Portugal die wichtigsten Seemächte der Welt. Sie teilten 1494 ihre Interessengebiete im Vertrag von Tordesillas entlang einer Grenze rund 2060 Kilometer westlich der Kapverdischen Inseln. Damit fiel das 1500 von Pedro Álvares Cabral entdeckte Brasilien an Portugal.
Personalunion mit Spanien (1580-1640)
Indirekt wirkte der Kolonialismus trotz des immensen Reichtums, der in das Land floss, destabilisierend auf Portugal. Die Gelder kamen der Krone zu, die sie jedoch nicht im Inland investierte und damit die portugiesische Wirtschaft schwächte. Außenpolitisch nahmen die Konflikte mit dem kolonialen Konkurrenten Spanien zu. Der Machtverfall zeigte sich 1578, als ein portugiesisches Heer in Nordafrika dem Sultan von Marokko unterlag. Als zwei Jahre später das Haus Aviz mit Kardinal Heinrich (1578-1580) ausstarb, vereinigte Philipp II. von Spanien beide Kronen in Personalunion auf sich. Portugal behielt die innere Autonomie, wurde jedoch in die Auseinandersetzungen Spaniens mit den aufstrebenden Seemächten England und Niederlande hineingezogen. Große Teile des Kolonialbesitzes gingen verloren (u. a. Ceylon und die Molukken).
Absolutistische Herrschaft (1580-1777)
Herzog Johann von Bragança führte 1640 einen Aufstand gegen Spanien an und ließ sich als Johann IV. (1640-1656) zum König ausrufen. Auf der Basis des Windsor-Vertrages von 1386 unterstützte England die Portugiesen in ihrem Kampf und leistete Hilfe bei der Rückeroberung Nordbrasiliens und Angolas von den Niederlanden. Die Heirat Karls II. von England mit der Prinzessin Katharina von Portugal bekräftigte 1661 die Verbindung beider Staaten und brachte England die indische Stadt Bombay als Mitgift ein. Das Bündnis konnten auch Differenzen im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1713/14) nicht erschüttern, in dem Portugal bis 1703 auf Seiten Frankreichs stand, bevor es sich der von England angeführten Großen Allianz anschloss.
Die Wirtschaft Portugals wurde nach Goldfunden in Brasilien 1695 von neuer Prosperität erfasst. Der Methuen-Vertrag mit England von 1703 garantierte den zollfreien Ankauf englischer Wolle und anderer Manufakturwaren. Im Gegenzug räumte Portugal England freien Zugang zum portugiesischen Kolonialmarkt ein. Die portugiesische Wirtschaft geriet in immer größere Abhängigkeit von Großbritannien, nicht zuletzt durch den Abfluss seines Edelstein- und Edelmetallreichtums.
Der Madrider Vertrag mit Spanien regelte 1750 die Grenzziehung in Brasilien weit über die Teilungslinie von Tordesillas hinaus zugunsten Portugals und erklärte die spanischen Jesuiten-Reduktionen im heutigen Paraguay zum portugiesischen Interessengebiet. 1759/60 verbot Portugal den Jesuitenorden und bemächtigte sich seiner südamerikanischen Territorien, um koloniale Verluste im afrikanisch-südostasiatischen Raum auszugleichen.
Unter König Joseph I. (1750-1777) reformierte dessen leitender Minister Marquês de Pombal seit 1756 den Staatsaufbau im Sinne des aufgeklärten Absolutismus. Er schaffte bis 1763 die Sklaverei in Portugal ab, stellte die zwangsgetauften Juden den Christen gleich, säkularisierte das Schulwesen und modernisierte die Wirtschaft. Ein Attentat auf den König (1758) war Anlass für massive Einschränkungen der Adelsprivilegien. Mit der Entlassung Pombals nach dem Tod Josephs I. 1777 und der Rücknahme zahlreicher Reformen gewann der Adel jedoch kurzzeitig erneut an Macht.
Permanente Krise (1777-1974)
Die Französische Revolution wirkte sich in doppelter Weise auf Portugal aus: Zum einen verstärkte die Idee der "Nation" die Unabhängigkeitstendenzen in den Kolonien - so erschütterte 1789/90 der Triadentes-Aufstand das portugiesische Vizekönigreich Brasilien. Zum andern wurde die liberale Bewegung in Portugal selbst nach der Eroberung des Landes durch Napoleon I. 1807 zu einem wichtigen Pfeiler des Widerstandes, da der Königshof nach Brasilien geflohen war. Mit britischer Hilfe begann bereits 1808 die Zurückdrängung der französischen Truppen. Auch nach Ende der napoleonischen Kriege 1815 blieb die Lage im portugiesischen Machtbereich unübersichtlich. 1820 verbreitete sich von Porto aus unter Einfluss der Revolution in Spanien ein liberaler Aufstand, der 1822 zur Proklamation der konstitutionellen Monarchie unter dem 1821 aus Brasilien zurückgekehrten Johann VI. (1816-1826) führte. Dessen Sohn erklärte 1822 als Peter I. Brasilien zum unabhängigen Kaiserreich. Nach Johanns IV. Tod entflammte 1831-1834 ein Bürgerkrieg zwischen den liberalen Anhängern Peters I., der nun auch den portugiesischen Thron beanspruchte, und konservativen Gegenkräften. Dank britischer Hilfe setzte sich Peter I. durch, musste aber seine minderjährige Tochter Maria II., da Glória (1834-1853), als Königin einsetzen.
Kennzeichnend für das 19. Jahrhundert blieben Kämpfe zwischen Republikanern und Anhängern der konstitutionellen Monarchie, die Portugal tief spalteten. 1910 beendete ein Putsch republikanischer Offiziere gegen König Emanuel II. (1908-1910) die Herrschaft der Bragança. Teófilo Fernandes Braga wurde erster Präsident der Republik (bis 1911). Er verkündete die bürgerlichen Freiheiten und stellte die Frauen familienrechtlich den Männern gleich. Eine Agrarreform scheiterte jedoch am Widerstand des Adels. Das schwerste Erbe der Republik war die desolate, vollständig auf Großbritannien ausgerichtete Wirtschaft. Die anhaltende tiefe innere Zerrissenheit schlug sich im raschen Wechsel von acht Präsidenten und 44 Regierungen bis 1926 nieder.
Der Erste Weltkrieg, in den Portugal 1916 auf Seiten der Entente eintrat, verschlechterte die wirtschaftliche Situation weiter: Die Handelsflotte erlitt durch deutsche U-Boote schwere Verluste; der Handel mit den Kolonien brach zusammen. Die Krise eskalierte 1926 in zwei Militärputschen, die die republikanische Verfassung außer Kraft setzten. General António Oscar de Fragoso Carmona übernahm die höchsten Staatsämter. 1928 wurde er in Wahlen bestätigt und gründete die 2. Republik, die er bis 1951 autoritär führte. Er setzte António de Oliveira Salazar 1928 als Finanzminister mit weit reichenden Vollmachten ein, der sich 1932 zum Ministerpräsidenten aufschwingen konnte und einen Ständestaat nach faschistischem Muster errichtete. Einzige Partei war die "União Nacional". Bis zu seinem krankheitsbedingten Rücktritt 1968 prägte Salazar die Politik des Landes.
Das im Zweiten Weltkrieg neutrale Portugal trat 1949 der NATO und 1960 der EFTA bei. Innenpolitisch wuchs u. a. wegen der zahlreichen Kolonialkriege nach 1945 die Opposition gegen den Kolonialbesitz und das autoritäre Regime. Nach dem Rücktritt Salazars 1968 gewannen sie auch in der Armee an Rückhalt: Sammelbecken wurde die linksgerichtete "Bewegung der Streitkräfte" (MFA).
Das demokratische Portugal (seit 1974)
Das Militär beseitigte 1974 durch einen Putsch ("Nelkenrevolution") die Diktatur des amtierenden Ministerpräsidenten Marcelo José das Neves Alves Caetano. General António Sebastião Ribeiro de Spínola übernahm das Amt des Staatspräsidenten, musste aber Ende des Jahres zugunsten von Generalstabschef Francisco da Costa Gomes zurücktreten, da er die sozialistische Politik der MFA missbilligte. Die neuen Machthaber leiteten die Dekolonialisierung ein. 1974 wurde Guinea-Bissau in die Eigenstaatlichkeit entlassen, 1975 folgten die Kapverdischen Inseln, Mosambik und Angola.
Innenpolitisch blieb die erhoffte Stabilisierung zunächst aus. Zwar siegte 1976 General António dos Santos Ramalho Eanes bei den Präsidentschaftswahlen und konnte diesen Erfolg 1980 wiederholen. Auf der parlamentarischen Ebene kamen jedoch keine klaren, beständigen Mehrheiten zustande.
1986 nahm die Europäische Gemeinschaft Portugal als Mitglied auf, was zu einem erheblichen Wirtschaftswachstum führte. Im selben Jahr wurde der Sozialist Mário Soares zum Staatspräsidenten gewählt (Wiederwahl 1991). Seit 1987 konnte sich die einen marktwirtschaftlichen Kurs verfolgende Regierung der Sozialdemokratische Partei (PSD) unter Anibal Cavaco Silva auf eine absolute Mehrheit im Parlament stützen. Diese wurde bei den Wahlen 1991 bestätigt. 1992 stimmte das Parlament dem Maastrichter Vertrag über die Europäische Union zu. Aus den Wahlen 1995 gingen die oppositionellen Sozialisten als stärkste Partei hervor. Ihr Führer António Guterres bildete eine Minderheitsregierung. Die Präsidentschaftswahlen 1996 gewann der sozialistische Kandidat Jorge Sampaio. Aufgrund der positiven Wirtschaftsentwicklung konnte Portugal an der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion teilnehmen. Sinkende Arbeitslosenzahlen sowie Verbesserungen des Lebensstandards begünstigten einen erneuten Sieg der Sozialisten bei den Parlamentswahlen 1999. Die Partei verpasste nur knapp die absolute Mehrheit. Guterres setzte die sozialistische Alleinregierung fort. Im Dezember 1999 erfolgte auf der Grundlage eines 1987 geschlossenen Vertrages die Übergabe Macaos an China. Bei den Präsidentschaftswahlen im Januar 2001 wurde Sampaio im Amt bestätigt.Nach der schweren Niederlage der Sozialisten bei den Kommunalwahlen im Dezember 2001, erklärte Guterres seinen Rücktritt als Regierungschef. Vorgezogene Parlamentswahlen im März 2002 gewannen die Sozialdemokraten. Ihr Vorsitzender J. M. Durão Barroso wurde neuer Ministerpräsident an der Spitze einer nationalkonservativen Koalitionsregierung. Nach seiner Nominierung zum Präsidenten der EU-Kommission berief Staats-Präs. Sampaio 2004 P. Santana Lopes (PSD) zum neuen Regierungschef. Innenpolitische Auseinandersetzungen führten 2005 zu vorgezogenen Neuwahlen, bei denen die Sozialisten (PS) die absolute Mehrheit im Parlament gewannen. Ihr Spitzenkandidat J. Sócrates wurde neuer Ministerpräsident.









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