Prähistorische Felsritzungen im Côa-Tal
Fakten
| Kulturdenkmal: | die einzige Fundstelle der Welt, in der prähistorische und zeitgenössische Felskunst zugleich zu finden ist; seit 1994 intensiv öffentlich bekannt gemachte Felsritzungen an teilweise ungeschützten (!) Felswänden, Ritzungen zwischen 50 cm und 1,5 m groß und auf einer Ausdehnung von 15 km vorhanden; zeitweilig durch den Bau eines Staudamms bedroht; Fundorte Canada do Inferno, Ribeira de Piscos und Penascosa; Canada do Inferno mit 36 Felsen nebst Ritzungen, die seit 1983 von Flachwasser bedeckt sind, dort Darstellungen von Auerochsen, Steinböcken, Pferden und Fischen, aber auch zeitgenössische religiöse Motive wie Monstranzen sowie Kreuze und eine Darstellung einer Eisenbahn der Douro-Linie, die die Mündung des Côa überquert; auch in Penascosa Darstellungen von Auerochsen und Steinbock, aber auch einer Paarung von Stute und Hengst mit drei Köpfen als Ausdrucksmittel für die Auf- und Abbewegung des Kopfes während des Aufreitens; in Ribeira de Piscos u.a. Darstellung von zwei Pferden, die ihre Köpfe kreuzen, und eine menschliche Figur über einem Auerochsen, intensive Forschungsarbeit vor Ort seit 1995 |
| Kontinent: | Europa |
| Land: | Portugal |
| Ort: | Côa-Tal, südöstlich von Vila Nova de Foz Côa |
| Ernennung: | 1998 |
| Bedeutung: | einzigartige Felsritzungen aus der Altsteinezeit bis ins 20. Jh. |
António Martinho Baptista
B. A., Jg. 1950, Historiker, Direktor von CNART, Veröffentlichungen zu prähistorischen Felsbildern in Portugal
B. A., Jg. 1950, Historiker, Direktor von CNART, Veröffentlichungen zu prähistorischen Felsbildern in Portugal









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