Regisseure werden zu Neuerern des Musiktheaters
Opera seria: Viel Dekoration, wenig Schauspiel
Im 17. und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es eine Opernregie im eigentlichen Sinn noch nicht: Selbständig arbeitende Bühnenarchitekten entwarfen aufwendige Dekorationen, in denen die Sänger nichts anderes zu tun hatten, als ihre Rezitative und Arien vorzutragen. Das Handlungsgeschehen wurde allenfalls schauspielerisch angedeutet - die Darsteller konnten im Sinne der barocken Bühnentradition agieren. Diese szenische Indifferenz ergab sich aus dem starren Schema der herrschenden Opera seria, deren vorgegebene Gleichförmigkeit noch keiner ordnenden Hand bedurfte, um den Bühnenvorgängen Leben zu verleihen. In dieser Zeit gab es zudem noch keine Massenszenen und keinen großen Chor, die im 19. Jahrhundert die Grand opéra charakterisieren. Es genügte daher, wenn untergeordnete Arrangeure sicherstellten, dass die Mitwirkenden im rechten Augenblick und am passenden Ort die Bühne betraten und wieder verließen. Was dazwischenlag, blieb der Intelligenz und dem gestalterischen Talent der Sänger überlassen.
- Kurzeinführung
- Opera seria: Viel Dekoration, wenig Schauspiel
- Neue Formen erfordern mehr Gestaltung
- Richard Wagner erkennt Bedeutung der Inszenierung
- Dirigenten, die auch Regie führen
- Wieland Wagner setzt auf Licht und Farbe
- Deutschsprachige Regisseure als Vorreiter
- Die Avantgarde in Italien und Frankreich
- "Verfremdung" und "Psychologisierung" liegen im Trend









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