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THEMEN

Renaissancearchitektur

Filippo Brunelleschi

Filippo Brunelleschi, italienischer Architekt und Bildhauer, wurde 1377 in Florenz geboren. Nach einer Ausbildung als Goldschmied arbeitete er zunächst als Bildhauer und beteiligte sich 1401 an dem Wettbewerb um die zweite Tür für das Baptisterium in Florenz (Florenz, Bargello), unterlag aber gegen Lorenzo Ghiberti (1378 - 1455).

1404 arbeitete er erstmals als Berater der Dombauhütte. Darüber hinaus beschäftigte er sich bis 1420 hauptsächlich mit architektonischen Studien, die er teilweise an römischen Altertümern in Rom durchführte. Dabei arbeitete er auch an scheinbar unlösbaren Kuppellösungen. Daneben führte er mathematische Studien durch, die ihn zusammen mit dem Mathematiker und Philosophen Manetti (1423 - 1497) zum Erfinder der wissenschaftlichen Zentralperspektive machten. In dieser Zeit arbeitete Brunelleschi bereits ohne Auftrag an Zeichnungen und einem Modell für die Florentiner Domkuppel. 1420 erhielt er den Auftrag für den Bau. Die doppelschalige Ziegelsteinkuppel gilt heute als erste Renaissancekonstruktion - als erste Rekonstruktion eines antiken Zentralbaus. Der Bau wurde 1436 geweiht, die Laterne entstand 1446 - 1467 nach Entwürfen Brunelleschis.

Während der langen Bauzeit arbeitete Brunelleschi parallel an anderen Projekten, die sich durch harmonischen Grundriss, Randgliederungen, Unterordnung der ornamentalen Details und tragende und stützende Bauglieder auszeichnen. Die Säulenordnungen verwandte er als tragende Glieder in Verbindung mit dreischiffigen Systemen im Sakral-, aber auch im Profanbau. Im Palastbau waren der Bogen über der Säule und die Symmetrie des Palazzo die wichtigsten Faktoren. Vor diesem Hintergrund entstand 1419 - 1424 die Loggia des Findelhauses in Florenz, die durch klare Proportionen und Leichtigkeit beeindruckt. Das gesamte Findelhaus war 1445 nach den Plänen Brunelleschis vollendet. Es folgten die Kirchen S. Lorenzo (beg. 1421) und S. Spirito (beg. 1444), beide als Basilika konzipiert. Die Alte Sakristei von S. Lorenzo (1421 - 1428) und die Pazzikapelle bei S. Croce (um 1430 - 1444) weisen in Richtung Zentralbau, obwohl sie von ihren Maßen her keine Zentralbauten sind.

Die siebenachsige Fassade des Palazzo Pitti steht in der Tradition des Florentiner Palastbaus, während Brunelleschi für den Palazzo della Parte Guelfa, an dem er seit 1419 arbeitete, eine kolossale Pilasterordnung und einen zweigeschossigen Saal entwarf. Zu Lebzeiten war Brunelleschi vor allen Dingen auf Grund seiner technischen Meisterleistungen bekannt, die er nicht nur durch die Domkuppel erreichte, sondern auch als Festungsbaumeister. Filippo Brunelleschi starb am 115.4.1446 in Florenz.

  1. Kunst der Renaissance
  2. Geschichte und Formen der italienischen Renaissancearchitektur
  3. Palazzi
  4. Sakralbauten
  5. Renaissancearchitektur außerhalb Italiens
  6. Die Künstler
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