Richard Strauss - Weltbürger der Oper
Kurzeinführung
Als einer der bedeutendsten Musikdramatiker des 20. Jahrhunderts hat Richard Strauss die deutsche Opernbühne um eine Zahl von glänzenden Schöpfungen unterschiedlichsten Charakters bereichert. Mit dem Bülow-Schüler und Mozart-Verehrer Strauss erreichte die klassisch-romantische Epoche einen letzten Höhepunkt.
Das Opernschaffen des Komponisten, von ihm selbst als "vielleicht letzter Ausläufer der Welttheaterentwicklung ins Reich der Musik" bezeichnet, begann 1894 mit "Guntram". Während dieser Opern-Erstling noch ganz im Zeichen seiner Wagner-Verehrung stand, fand Strauss bereits mit dem Singgedicht "Feuersnot" (1901) zu einem eigenen Stil. Doch erst mit "Salome" hat der Komponist Wagners Einfluss endgültig überwunden. Er entwickelte seine persönliche Kompositionsweise, ohne die musikdramatischen Prinzipien Wagners, die Aufwertung der Orchesteraufgaben, die durchkomponierte symphonische Großform und den literarischen Anspruch der Dichtung zu verleugnen. Mit seiner nächsten Oper "Elektra" (1909) ging Richard Strauss bis an die Grenzen der Tonalität.
- Kurzeinführung
- "Elektra": Premiere einer einzigartigen Künstlergemeinschaft
- Vom revolutionären Avantgardisten zum musikalischen Traditionalisten
- Wieder auf der Suche nach einem kongenialen Librettisten
- Meisterhafte Anfänge: Symphonien im Geiste von Liszt und Berlioz
- Erste Kompositionen mit sechs Jahren
- Der etablierte Komponist: Geschickte Vermarktung des eigenen Genies
- Die NS-Zeit: Zwischen Anpassung und Ablehnung









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