Total votes: 9
  • Send to friend
  • Diese Seite drucken
THEMEN

Römische Aquädukte

Ursprünge in der Entwässerung

Der Begriff Aquädukt lässt zunächst an die Zuführung von Frischwasser denken, insbesondere über kühne Bogenkonstruktionen. Ursprünglich bezeichnet "aquae ductus" (Wasserleitung) jedoch nur eine einfache Vorrichtung zur Ableitung von Wasser.

Rom lag in sumpfigem Gelände. Siedlungsgebiet und landwirtschaftliche Nutzflächen mussten entwässert, das von den Hügeln kommende Wasser musste abgeleitet werden. Bevor es größere Anlagen gab, sorgte jeder Grundstückseigentümer selbst dafür, dass sein Stück Land trocken blieb. Das Zwölf-Tafel-Gesetz schützte vor Schäden, die sich als Folge willkürlicher Ableitung des Wassers aus benachbarten Grundstücken ergaben. Andrerseits gab es vertragliche Regelungen, auf Grund deren Wasser durch das Grundstück eines anderen geleitet werden konnte. Das war eine der privaten Grunddienstbarkeiten neben Gehrecht, Fahrrecht und Viehtriebsrecht.

Nach und nach wurde durch Gräben und Kanäle das natürliche Wassernetz vertieft und reguliert. Von den öffentlichen Kanälen ist die so genannte "cloaca maxima" der älteste. Zwar stammt ihre unterirdische Wölbung nicht, wie die Historiker ursprünglich meinten, aus der Zeit der Tarquinier, sondern aus der des Augustus. Aber ein offener Kanal zur Entwässerung des Forums und zur Ableitung der vom Quirinal und Viminal strömenden Bäche existierte sicher schon in frührepublikanischer Zeit. Später, vermutlich im Zusammenhang mit dem Bau der Basilica Aemilia, wurde er abgedeckt. Sein Wasser nahm auch Schmutz von der Straße mit und führte ihn in den Tiber. In der Folgezeit kamen zwei weitere Hauptkanäle hinzu, einer im Bereich des Marsfeldes, einer zwischen Palatin und Aventin.

  1. Ursprünge in der Entwässerung
  2. Anfänge der Wasserversorgung
  3. Die großen Aquädukte
  4. Aquädukte außerhalb Italiens
  5. Verwaltung, Verteilung
  6. Der Nutzen der Aquädukte

Bibliografie:

  • Klaus Grewe: Atlas der römischen Wasserleitungen nach Köln, 1986
  • Klaus Grewe: Planung und Trassierung römischer Wasserleitungen, 1992
  • Bernhard Harms: Auguren, Ahnen, Aquädukte. Die römische Kultur in Entwicklung und Struktur, 21986
  • Damir Kek: Der römische Aquädukt als Bautypus und Repräsentationsarchitektur, 1996
  • H. Schneider: Einführung in die antike Technikgeschichte, 1992
Total votes: 9
  • Send to friend
  • Diese Seite drucken

Post new comment


0 Kommentare

Filtered HTML

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
This question is for testing whether you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.