Russland (Rossija)
Slawen und Waräger (bis 862 n. Chr.)
In den osteuropäischen Waldgebieten lebten vermutlich bereits in vorchristlicher Zeit slawische Stämme. Antike Autoren berichten über Steppenbewohner wie Sarmaten, Skythen, Goten, Hunnen, Awaren u. a., mit denen die Griechen seit dem 6. Jh. v. Chr. in den Schwarzmeerkolonien in Kontakt standen. Slawische Stämme wanderten im 6. Jh. n. Chr. in die Gebiete des oberen Dnjepr und der Düna sowie um den Ilmensee (südlich von St. Petersburg) ein. In das Land zwischen oberer Wolga und Oka, in dem sich später das Moskauer Reich herausbildete, kamen Slawen um das Jahr 1000.
Die slawischen Stämme gerieten seit dem 8. Jh. unter den Einfluss der Waräger, wehrhafter Kaufleute, die von Norden die Düna und den Wolchow aufwärts in die slawischen Siedlungsgebiete zwischen den Oberläufen von Dnjepr und Wolga gelangt waren. Die Waräger, aus Schweden stammende Wikinger, knüpften in der Folgezeit Handelsverbindungen bis nach Konstantinopel und in den Vorderen Orient. Zur Sicherung des Handels errichteten sie seit dem 9. Jh. befestigte Stützpunkte und lebten in Konkurrenz zu den einheimischen Burgherren. Die Waräger waren an der Herausbildung von festen Herrschaftsstrukturen im Siedlungsgebiet ostslawischer Stämme maßgeblich beteiligt.
- Slawen und Waräger (bis 862 n. Chr.)
- Die Kiewer Rus (862-1240)
- Herrschaft der Goldenen Horde (1240-1380)
- Das Moskauer Reich (1380-1613)
- Der Aufstieg der Romanows (1613-1703)
- Die Reformen Peters des Großen (1682-1725)
- Expansion und Reformversuche (1725-1796)
- Der Zar als Gegenspieler Napoleons (1796-1825)
- Dekabristenaufstand, Repression (1825-1853)
- Krimkrieg blockiert Westexpansion (1853-1856)
- Bauernbefreiung und Ostexpansion (1856-1881)
- Soziale Bewegungen (1881-1914)
- Erster Weltkrieg und Revolution (1914-1917)
- Entwicklungsdiktatur (1917-1991)
- Nach dem Ende der UdSSR (seit 1991)









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