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THEMEN

Sklaverei bei den Römern

Einleitung

Schon der alte Orient kannte die Sklaverei in der Form des Besitzrechtes an der Person eines anderen. Auch innerhalb der europäischen Geschichte reicht die Sklaverei weit ins Altertum zurück. So unterscheidet z. B. Homer verschiedene Arten von Sklaven, etwa Dienerschaft im Haus und Ackerknechte. Fast immer aber war die Sklaverei das Ergebnis von Gewaltanwendung. Im Kriege versklavte man die gefangenen Soldaten oder sogar ganze Bevölkerungsteile unterworfener Gebiete. Auch Verschuldung gegenüber dem Grundherrn konnte zur Versklavung führen. Die Gesetzgebung Solons in Athen, die diese Art von Schuldknechtschaft aufhob, liefert dafür einen anschaulichen Beweis.

Der entscheidende Schritt zur härteren Form der so genannten Kaufsklaverei vollzog sich in Griechenland im 6. vorchristlichen Jahrhundert, als mit dem Aufkommen der Geldwirtschaft bedeutende Sklavenmärkte, z. B. auf Ägina, in Korinth und Athen entstanden. Von nun an wurde die Freiheitsberaubung zum Zwecke des Menschenhandels und der Verkauf von Menschen als Marktware gang und gäbe. Dieser Zustand einer Sklaven haltenden Gesellschaft blieb bis zur Spätantike bestehen. Erst dann wurde die Sklaverei durch Formen feudaler Grundherrschaft abgelöst. Wenn in Attika im vierten vorchristlichen Jahrhundert etwa 80 000 Sklaven lebten, die ein Viertel der Gesamtbevölkerung ausmachten, so zeigt das die gewaltige Bedeutung, die die Institution der Sklaverei besaß.

  1. Einleitung
  2. Äußere Entwicklung der Sklaverei bei den Römern bis zum Ausgang der Republik
  3. Gründe für den Sklavenbedarf
  4. Sklavenaufstände
  5. Das Leben der Sklaven: Berufe
  6. Behandlung und Rechtsstellung der Sklaven in der Kaiserzeit - Philosophie und Christentum zur Sklavenfrage

Bibliografie:

  • Leonhard Schuhmacher: Sklaverei in der Antike, 2001
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