Soul
Kurzer historischer Überblick
Als politisch-musikalischer Stil war Soul das Ergebnis der Rassenkonflikte und des Aufbegehrens der schwarzen Bevölkerung gegen die bestehenden sozialen und gesellschaftlichen Verhältnisse in den USA. Seine aus dem Blues über den Hard-Bop-Jazz und dem Rhythm & Blues wurzelnde Entstehung am Ende der 50er Jahre traf zeitgleich zusammen mit dem sich entwickelnden Selbstbewusstsein der Schwarzen in den großen Städten.
Die ersten Vertreter des zu dieser Zeit noch namenlosen neuen Musikstils wie James Brown, Ray Charles und Sam Cooke verbanden mit ihm die emotionale Intensität der schwarzen traditionellen kirchlichen Gospelmusik mit dem harten rhythmischen Drumming des Rhythm & Blues. Soul war vor allem Vokalmusik.
Anfangs waren - entsprechend den gravierenden gesellschaftlichen Ereignissen - die verbalen Inhalte des neuen Stils die der Wut bis hin zur unverhüllt propagierten Rebellion.
Dies änderte sich Ende der 70er Jahre. Unter der Bezeichnung "Philli Sound" geriet der Soul zur kommerziell geprägten Diskomusik für Schwarz und Weiß.
Der Begriff Soul als Bezeichnung für einen eigenständigen Musikstil war erst Mitte der 60er Jahre entstanden.
Merkmale des Soul finden sich in der Gegenwart im HipHop, Rap, Funk und anderen (vorübergehenden) musikalischen Strömungen.
- Kurzer historischer Überblick
- Die Entwicklung des Soul
Bibliografie:
- Mike Evans: Ray Charles - Die Geburt des Soul, Bosworth Musikverlag 2008
- Christian Graf u.a.: Rockmusiklexikon Amerika, Afrika, Asien, Australien, 2 Bände, 2003
- Barry Graves u.a.: Das neue Rock-Lexikon, 2 Bände, 1998
- Mechthild von Schoenebeck u.a.: Musiklexikon. Daten, Fakten und Zusammenhänge, 2003









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