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THEMEN

Star Trek: Raumschiff Enterprise

Star Trek

Die Fernsehserie "Star Trek (Raumschiff Enterprise)", die in den USA von 1966 bis 1969 ausgestrahlt wurde und als eine der erfolgreichsten Sendereihen in der Fernsehgeschichte gilt, schaffte zehn Jahre nach ihrem vorläufigen Abschluss auch den Sprung auf die Kinoleinwand (1979). Damit wurde Star Trek endgültig zum Kult.

Der Ex-Pilot und Motorrad-Polizist Gene Roddenberry hatte sowohl die Idee eines Sternenkreuzers geboren als auch die Charaktere seiner Besatzung entworfen und sich dabei an dem Vorbild der Western-Serie "Wagon Train" orientiert. Auf langen Reisen sollte sich eine aus verschiedenen Völkern und Kulturen bestehende Mannschaft in zahlreichen Abenteuern zwar nicht in der Wildnis des amerikanischen Westens, aber in den unbekannten Weiten des Weltraums bewähren. In diesem Universum sollte als oberste Doktrin das Bemühen um friedliche Koexistenz gelten, die von der so genannten Föderation (ein demokratischer interstellarer Zusammenschluss) angestrebt wird.

Der erste Pilotfilm "The Cage", vom amerikanischen TV-Sender NBC für 630000 Dollar im Jahre 1964 produziert, wurde von den Verantwortlichen als zu anspruchsvoll abgelehnt. Roddenberrys zweiter Versuch, der Film "Where No Man Has Gone Before", war die Geburt des unsterblichen Mythos "Star Trek", der auch "Botschaften" des Zeitgeistes und der aktuellen Politik (Ökologiebewegung, Mauerfall) spiegelte.

Ab dem 8. September 1966 startete die "Enterprise" im amerikanischen (ab dem 27. Mai 1972 im deutschen) Fernsehen. Bis zum 3. Juni 1969 wurden, bei zunächst mäßigen Einschaltquoten, 79 Folgen gezeigt. Durch die erste Mondlandung und das darauf folgende Interesse für die Raumfahrt und das Weltall sowie durch die zahlreichen Wiederholungen wurde die Serie berühmt und hat schließlich bei ihren Fans, die sich "Trekkies" nennen, einen Kultstatus erlangt. Zum Gelingen der Reise- und Forschungsabenteuer durch fremde Welten und Zivilisationen trug vor allem die Stammcrew bei, die aus Captain (Admiral) James Tiberius Kirk (William Shatner), dem vulkanischen und daher emotionslosen Wissenschaftsoffizier Spock (Leonard Nimoy), dem Chefingenieur Montgomery "Scotty" Scott (James Doohan), dem Schiffsarzt Dr. Leonard "Bones" McCoy (DeForest Kelley), dem russischen Besatzungsmitglied Pavel Chekov (Walter Koenig), der Kommunikationsoffizierin Nyota Uhura (Nichelle Nichols) und Hikaru Sulu (George Takei) besteht.

Das erfolgreiche Sciencefiction-Konzept wurde schließlich von seinem Erfinder und Produzenten Gene Roddenberry auch auf das Kino übertragen, das den Kult um "Star Trek" weiter anfachte. Zwischen 1979 und 2009 wurden elf Kinoabenteuer der "Enterprise" realisiert. Bei den ersten beiden Spielfilmen war Roddenberry noch als Produzent tätig.

Star Trek - Der Film (1979); Regie: Robert Wise

Im 23. Jahrhundert hat sich die Besatzung der "Enterprise" nicht nur gegen die feindliche Klingonenflotte, sondern auch gegen eine todbringende Energiewolke, die Kurs auf die Erde nimmt, zu behaupten. Admiral Kirk gelingt es, in das Innere des Gebildes vorzudringen. Er erkennt, dass es sich bei der Wolke um den vor 300 Jahren ausgesandten NASA-Satelliten "Voyager VI" handelt, der während seiner langen Reise Unmengen von Informationen aufgenommen und damit Intelligenz entwickelt hat. Die pompösen Bauten und Kulissen sowie die enormen Lichteffekte brachten Oscar-Nominierungen für Ausstattung und visuelle Effekte ein.

Star Trek II - Der Zorn des Khan (1982); Regie: Nicholas Meyer

Nachdem Khan (Ricardo Montalban) in einer "Star Trek"-Serie von Kirk wegen seiner Streitlust auf einen fernen Planeten verbannt worden ist und ewige Rache geschworen hat, gibt ihm dieser Film Gelegenheit, diese Rache zu üben. Auf Khans Exil-Planet läuft das Projekt "Genesis", das unbelebte Planeten in fruchtbare Welten verwandeln soll. Mr. Chekov möchte sich davon ein Bild machen, wird aber von Khan gefangen genommen und als Köder für Kirk benutzt. Zunächst wird die "Enterprise" fast zerstört, dann muss Mr. Spock sein Leben für die Rettung von Schiff und Besatzung opfern. Am Ende wird sein Leichnam ins All geschossen, damit er möglicherweise in einer neuen, von "Genesis" erschaffenen Welt weiterleben kann.

Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock (1984); Regie: Leonard Nimoy ("Mr. Spock")

Die Hoffnung wird wahr. Mr. Spock hatte sich durch seine höherentwickelten Fähigkeiten vor dem Ableben mit seinem Geist ausgerechnet bei dem ihm gegenüber reservierten Dr. McCoy einnisten können und lebt auf dem neuen Planeten Genesis. Kirks Verantwortungsgefühl für Spock bringt ihn und seine Crew gegen den Willen der Vorgesetzten dazu, die "Enterprise" zu entwenden, um nach ihm zu suchen. Der neue Planet Genesis jedoch altert schnell und zerfällt. Dem verantwortlichen Wissenschaftler David (Merritt Butrick), Kirks Sohn, wird klar, dass das Experiment "Genesis" gescheitert ist. In diesem Inferno einer auseinander fallenden Welt liefern sich Kirk, der sein Raumschiff und seinen Sohn verliert, und machthungrige Klingonen einen wilden Kampf um Spocks Körper, dem endlich auf Vulkan durch ein uraltes Ritual der Geist zurückgegeben werden kann.

Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart (1986); Regie: Leonard Nimoy ("Mr. Spock")

Admiral Kirk und seine Mannschaft entdecken bei ihrer Rückkehr mit dem erbeuteten, umgebauten Klingonen-Raumschiff der veralteten Raubvogel-Klasse, dass die Erde durch unerklärliche Naturkatastrophen dem Untergang geweiht ist. Die bedrohliche Energieblockade scheint von einem unbekannten Himmelskörper auszugehen, der als Signal den Gesang der intelligenten Buckelwale aussendet. Darauf kann die Erde des 23. Jahrhunderts nicht antworten, da ihre Bewohner diese Tiere lange ausgerottet haben. Die Crew unternimmt eine Zeitreise in die Vergangenheit der amerikanischen Westküste von 1986 (!!) und bringt neben der attraktiven Walforscherin (Catherine Hicks) ein Paar Wale zur Rettung der zukünftigen Erde mit. Bei einem anschließenden Kriegsgerichtsverfahren wird Kirk vom Admiral zum Captain degradiert, erhält aber eine neue "Enterprise". Die Folge lebt von den ökologischen Anspielungen auf die Jetztzeit und von der witzigen Spannung zwischen den beiden Zeitebenen.

Star Trek V - Am Rande des Universums (1989); Regie: William Shatner ("Captain Kirk")

Auf dem Wüstenplanet Nimbus III ist der Versuch des friedlichen Nebeneinanders verschiedener Sternenvölker gescheitert. Hier lockt der vulkanische Mystiker Sybok (Laurence Luckinbill), ein verleugneter Halbbruder von Spock, die "Enterprise"-Mannschaft in einen Hinterhalt. Mit ihrer Hilfe will er hinter einem unvorstellbar gewaltigen Energiefeld (der "Großen Barriere") im Zentrum der Galaxis den Wohnort und das Geheimnis Gottes finden, der sich als wütendes böses Wesen erweist. Dem muss sich Sybok opfern. Der Film leidet etwas unter mythologischer Überfrachtung.

Star Trek VI - Das unentdeckte Land (1991); Regie: Nicholas Meyer

Hochrüstung und der Ausfall des wichtigsten Energieversorgers zwingen die klingonischen Erzfeinde im intergalaktischen Wettkampf in die Knie, so dass sie die Vereinigte Föderation um Hilfe und den Frieden bitten müssen. Die gegenseitigen Ressentiments führen zu einem fingierten Attentat, bei dem der klingonische Kanzler und Friedensbotschafter Gorkon (David Warner) getötet wird. Dessen General Chang (Christopher Plummer) erzwingt die Verurteilung von Kirk und Dr. McCoy, die in den Bergwerken eines Eisplaneten arbeiten müssen. Durch die wunderschöne Martia (Iman), die sich als Chamäloidin völlig verwandeln kann, vor allem aber mit Hilfe der "Enterprise" gelingt die Flucht, die Verhinderung eines weiteren Attentats und die Aufdeckung des intriganten Komplotts aus ewig gestrigen kalten Kriegern und Gegnern der Friedensmission um General Chang.

Star Trek VII - Treffen der Generationen (1994); Regie: David Carson

Im zeitlosen Energiefeld "Nexus" treffen sich die beiden "Enterprise"-Kapitäne Kirk und Jean-Luc Picard (Patrick Stewart), der Nachfolger aus der "Next Generation" des 24. Jahrhunderts (s.u.), um gemeinsam den Außerirdischen Soren (Malcolm McDowell) bekämpfen und ein ganzes Sonnensystem retten zu können. Als ein neues Raumschiff "Enterprise" beim Stapellauf explodiert, sind außerdem Scott und Chekov dabei. Nach Bemühungen des Androiden Data (Brent Spiner) um menschliche Emotionen und nach Vergnügungen auf dem Holo-Deck, das die Crew in perfekte Bilder virtueller Realität eintauchen lässt, segnet Kirk ein zweites Mal das Zeitliche.

Star Trek VIII - Der erste Kontakt (1996); Regie: Jonathan Frakes

Durch einen Zeitsprung geraten die Borg ins Jahr 2063 und bedrohen die Erde. Es besteht die Gefahr, dass der erste Kontakt der Menschen mit außerirdischen Lebensformen verhindert und damit die zukünftige Entwicklung der Erde und der Föderation in Frage gestellt wird. Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) und seine Mannschaft sind die einzige Hoffnung der bedrohten Erde.

Star Trek IX - Der Aufstand (1998); Regie: Jonathan Frakes

Die kriegerischen Son'a wollen die Bewohner des Planeten Ba'ku zwangsumsiedeln, um sich die geheimnisvolle Strahlung des Himmelskörpers, die ewige Jugend garantiert, zunutze zu machen. Dabei können die Son'a bei ihrem Vorhaben auf höchste Stellen der Föderation rechnen. Die Crew der Enterprise um Captain Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) stellt sich aber auf die Seite der Ba'ku-Bewohner. Damit wird die Enterprise zum Rebellenschiff, das die wirklichen Ideale der Föderation verteidigt.

Star Trek X-Nemesis (2002); Regie: Stuart Baird

Nach der Eheschließung des Ersten Offiziers Commander William Riker (Jonathan Frakes) mit Counselor Deanna Troi (Marina Sirtis) erhält die Enterprise den Befehl, den Planeten Romulus anzufliegen, um zu prüfen, ob ein Friedensangebot der Romulaner ernst gemeint ist. Der neue Führer bzw. Prätor der Romulaner Shinzon (Tom Hardy) entpuppt sich aber als biogenetischer Doppelgänger Jean-Luc Picards (Patrick Stewart) und seine Absichten sind keineswegs friedlich.

Star Trek XI (2009); Regie: Jeffrey Jacob Abrams

Das elfte Sternenabenteuer springt zeitlich zurück in das Jahr 2250 und zeigt quasi als Prequel der anderen Filme wie der junge James T. Kirk, gespielt von Chris Pine, und der junge Spock, gespielt von Zachary Quinto, vor ihrer späteren Zusammenarbeit auf der Enterprise agieren. Mit einem Produktionsbudget von geschätzten 150 Millionen Dollar ist der elfte Star Trek-Film die bislang teuerste Produktion der Serie.

Als Fernsehserie lief von 1987 bis 1994 in 177 Folgen die die noch von Gene Roddenberry entwickelte Staffel "Star Trek - The Next Generation (Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert)", die neue Crew-Gesichter (der neue Captain Picard, der weißgeschminkte Data, der blinde Geordi LaForge) vorstellt und sich am Zeitgeist der Achtziger orientiert. Als nächster Ableger der "Star Trek"-Saga folgten die seit 1993 ausgestrahlten Episoden von "Deep Space Nine", die alle fast ausschließlich auf einer Raumstation spielen. Im Januar 1995 startete in den USA die neue Serie "Star Trek: Raumschiff Voyager", in der erstmals eine Frau, Captain Kathryn Janeway (Kate Mulgrew), eine 141köpfige Crew kommandiert. Ihr Raumschiff wird ans Ende der Galaxis geschleudert und es beginnt eine lange, gefährliche Heimreise zur Erde. Die nächste TV-Serie mit dem Titel "Enterprise" startete in den USA im September 2001 und lief bis 2005.. Die Handlung spielt rund 100 Jahre vor den Star-Trek-Abenteuern um Captain Kirk und Mr. Spock und zeigt, wie die Crew um Captain Jonathan Archer auf einem sich noch in der Entwicklung befindenden Raumschiff erstmals in der Geschichte der Menschheit in die Weiten des Alls vorstößt.

  1. Star Trek

Bibliografie:

  • Thomas Höhl, Mike Hillenbrand, Star Trek 40 Jahre, Königswinter 2006.
  • Adam Lebowitz, Robert Bonchune, Star Trek Raumschiff-Guide, Königswinter 2002
  • Geoffrey Mandel, Star Trek-Sternenatlas, Königswinter 2002
  • Gene Roddenberry, Star Trek, Rastatt 1980
  • Adam Shrager, Die Trek- Crew von Picard bis Troy, Königswinter 1998
  • Michael Westmore u. a., Star Trek. Masken, Make-up und Kostüme, Königswinter 2001
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