Sternzeichen Zwillinge (22. Mai bis 21. Juni)
Einleitung
Das Luftzeichen der Zwillinge (22. Mai bis 21. Juni) ist das dritte Zeichen des Tierkreises. Die im Sonnenzeichen der Zwillinge Geborenen stehen astrologisch stark unter dem dominanten Einfluss des Planeten Merkur, der in dieser Konstellation nicht nur für die Fähigkeit zu Kommunikation, sondern auch (und vor allem) für intuitive Intellektualität und Interessenvielfalt steht.
Die Mythologie der Zwillinge
Schon bei den Babyloniern wurden die beiden hellsten Sterne am Firmament als "Große Zwillinge" bezeichnet. Wie das elfsternige Zeichen der Zwillinge zum Himmel kam, erzählt auf wunderschöne Art und Weise die griechische Mythologie. Als Göttervater Zeus sich unsterblich in die sterbliche Leda verliebte, umgarnte er sie im unschuldig wirkenden Gewand des weißen Schwans. Leda gebar Zeus zwei Eier, aus denen mit Klytämnestra und Castor sowie Helena und Pollux jeweils zwei Sterbliche beziehungsweise Halbgötter schlüpften. Castor und Pollux wurden unzertrennliche Spielkameraden, später scheinbar untrennbar verbundene Kämpfer im Krieg. Dann wurde Castor in der Schlacht tödlich verwundet; Zeus war von der unendlichen Trauer des Pollux derart gerührt, dass er den Halbgott zum Firmament erhob und so die ungleichen Zwillinge am Sternenzelt auf ewig wieder vereinte.
Anders als die Jungfrau, die eher mit dem erwachsenen Merkur der griechischen Mythologie (dem stolzen Besitzer des Hermesstabs) assoziiert wird, bringt man das Tierkreiszeichen des Zwillings eher mit dem kindlichen Götterboten in Zusammenhang, der gleich nach seiner Geburt aus der Wiege kletterte, um die Welt zu erkunden - und somit jugendliche Neugierde, Intuition und extreme Lebhaftigkeit symbolisiert.
Das Symbolbild
In Mythologie, bildender Kunst und Literatur werden die Zwillinge, der Bezeichnung des Sternbildes gemäß, zumeist als menschliche Personen mit ähnlichen, zum Teil identischen Zügen dargestellt, oftmals auch als ein einziges Wesen in zwei Gestalten. Untrennbar und ob ihrer Ähnlichkeit leicht zu verwechseln sind die Zwillinge auf Bildnissen, Illuminationen und Gemälden mit einem Band verbunden, das beide in den Händen halten. Oft zeigen diese Darstellungen Kinder: Symbol der jugendlichen Frische und spielerischen Natur der Zwillinge.
Astrologische Eigenschaften der Zwillinge-Persönlichkeit
Als vom Planeten Merkur Regierte sind Zwillinge laut den Gesetzmäßigkeiten der Astrologie immer auf dem Sprung zu neuen, großen Taten. Ständige Positionswechsel sind die Folge: ein Charakterzug, der sowohl auf den immer wieder neu gewählten Wohnort der Zwillinge-Persönlichkeit als auch auf ihre zumeist scharf begründeten und abgewägten, wandelbaren Standpunkte in lebhaft geführten Diskussionen abfärbt. Die oft rätselhaft erscheinende Janusköpfigkeit des Zwillingssymbols kommt hier zum Tragen. Die Geheimnisse ihrer Umwelt allerdings können die skeptischen und neugierigen Zwillinge nicht auf sich beruhen lassen: Ständig wollen sie den Dingen auf den Grund gehen.
Zwillinge-Persönlichkeiten sind immer auf der Suche nach Neubeginn und Abwechslung; Langeweile ist ihnen mehr als verhasst. Als "bewegliches" Luftzeichen (das "kardinale Luftzeichen" ist die Waage, das "fixe Luftzeichen" der Wassermann) ist dem Zwilling-Geborenen eine gewisse Dynamik und Flexibilität eigen, die positiv mit dem Wunsch nach Veränderung harmoniert.
Negativ macht sich dieses typische Charakteristikum laut Ansicht der Astrologie in erhöhter Nervosität sowie im Unvermögen bemerkbar, sich über längere Zeit in voller Konzentration einer Person oder einer einzigen Sache zu widmen. Man wird dem unter dem Sonnenzeichen der Zwillinge Geborenen deshalb öfters Oberflächlichkeit und Arroganz vorwerfen - ein Kritikpunkt, dem der schlagfertige Zwilling sicher ein passendes Argument entgegenschmettert. Immerhin ist die astrologische Dimension des Luftzeichens die des Sinnhaften, Symbolischen, Geistigen und Wandelbar-Interpretierbaren, also eher die Ebene der Sprache als die des Materiellen, Erdverhafteten.
Auch wird dem Zwilling nachgesagt, dass er auf Grund seiner Geschicklichkeit Einfühlungsvermögen suggerieren könne: die Oberflächlichkeit fällt oberflächlichen Zeitgenossen demnach gar nicht auf.
Schlüsselwörter
Den Astrologen zufolge sind Zwillinge äußerst gesprächig, kommunikativ, neugierig, pathetisch, interessiert, schlagfertig, analytisch, scharfsinnig, intuitiv und intellektuell, aber auch widersprüchlich im positiven wie im negativen Sinn.
Gesundheit und Ernährung
Ihre positive Grundeinstellung kommt Zwillinge-Persönlichkeiten auch in den Sphären von Gesundheit und Ernährung zu Gute. Allerdings könnte ihre angeborene Nervosität der Astrologie zufolge zu Krankheiten führen; wichtig sind hier ausgleichende Hobbys und ein entlastender, Energien abbauender Sport.
Als Luftzeichen ist dem Zwilling als Organ die Lunge zugeordnet. Als Sportarten kommen für Zwillinge also vor allem Ausdauersportarten wie Marathon, Mehrkampf, Triathlon oder Bergsteigen in höheren Regionen in Frage.
Mit dem Zwilling werden Pflanzen und Kräuter wie Anis, Kümmel, Melisse und Lavendel assoziiert. Nüsse gehören aus astrologischer Sicht zu den Lieblingsnahrungsmitteln von Zwillinge-Persönlichkeiten. Als Beilage zu diversen Speisen bevorzugen Zwillinge Gemüse, ausgenommen Kohl.
Beruf und Karriere
Ihrer Vielseitigkeit gemäß reicht Zwillinge-Geborenen eine einzige berufliche Betätigung oft nicht aus. Stattdessen verdingen sich Vertreter des Sternzeichens lieber in mehreren Jobs gleichzeitig und nehmen dabei Stress gern in Kauf. Zwillinge sind der Astronomie gemäß keine öden Beamtenseelen mit dem Wunsch nach geregelten Arbeitszeiten: Sie wollen lieber Karriere machen und setzen für eine Arbeit ohne Routine und mit interessanten Aufstiegschancen viel aufs Spiel.
Seine rhetorische Eloquenz und Bildung prädestiniert die Zwillinge-Persönlichkeit vor allem zu geistigen und kommunikativen Berufen (dominanter Merkur-Einfluss). Deshalb sind im Bereich des Verlags- und Schulwesens, der Universität, der Politik, des Journalismus, der Werbebranche und der Medien (bevorzugt Radio, Fernsehen) statistisch gesehen besonders viele Vertreter des Sonnenzeichens anzutreffen. Auch Berufe, die strategisches Geschick und Planungsvermögen erfordern, sind für Zwillinge aus astronomischer Sicht bestens geeignet. Ihr analytischer Verstand prädestiniert sie zudem für medizinische und psychologische Berufe.
Liebesleben und Familiensinn
Wenn sich Zwillinge verlieben, kann sich ihr rhetorisches Talent beim Flirt besonders gut entfalten; vor allem ein intellektuell gewachsener Gegenpart wird sich vor Komplimenten, Briefen und Einfällen kaum retten können. Wichtig beim Sex, bei dem sich Zwillinge-Persönlichkeiten als besonders einfallsreich, impulsiv, aufregend und stürmisch erweisen sollen, ist Vertretern des Sternzeichens vor allem auch das "Reden danach".
Als besonders problematisch könnte sich aus Sicht der Astrologie in einer längerfristigen Beziehung die schwer berechenbare und oftmals als widersprüchlich und sprunghaft erscheinende Janusköpfigkeit des Zwillings erweisen. Auch in Bereichen ehelicher Treue könnte dem Zwilling demnach sein unstetes Wesen in die Quere kommen. Dramatischen Eifersuchtsszenen gegenüber reagieren Zwillinge-Geborene mit erhöhter Abneigung; bei längeren Beziehungen muss mit extremen Hochs und Tiefs gerechnet werden.
Auch für Abwechslung sollte der dauerhafte Partner der Zwillinge-Persönlichkeit sorgen. Dafür wird das "bewegliche" Luftzeichen seinerseits frischen Wind ins Familienleben bringen. Bezüglich der Kindererziehung werden Zwillinge aus astrologischer Sicht Toleranz und Geduld erst lernen müssen. Dafür werden Kinder durch die Neugierde und die damit verbundene "Jugendlichkeit" von Zwillingen mehr als entschädigt.
Berühmte Zwillinge
Berühmte Zwillinge waren beziehungsweise sind: Christo, Dante Alighieri, Arthur Conan Doyle, Albrecht Dürer, Bob Dylan, Anne Frank, Judy Garland, Paul Gauguin, Benny Goodman, John F. Kennedy, Nicole Kidman. Gina Lollobrigida, Thomas Mann, Marilyn Monroe, Paul McCartney, Inge Meysel, Kylie Minogue, Gianna Nannini, Josef Neckermann, Salman Rushdie, Marquis de Sade, Nancy Sinatra, Richard Strauss, Igor Strawinsky, Richard Wagner.









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