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THEMEN

Sturm und Drang - Geniekult und Freiheitsstreben

Die literarische Revolution

Die Bewegung des Sturm und Drang bahnte sich in den sechziger Jahren des 18. Jahrhunderts an, erlebte ihren Höhepunkt in den siebziger und verhallte in den achtziger Jahren. Die Begegnung zwischen Herder und Goethe (1770) in Straßburg wird als "Geburtsstunde" des Sturm und Drang bezeichnet. Die Strömung erfasste ausschließlich die Literatur in Deutschland. Die Epoche erhielt im Nachhinein ihren Namen nach Maximilian Klingers Drama gleichen Titels (1776), das ursprünglich "Wirrwarr" hieß und von dem Schweizer Christoph Kaufmann umgetauft wurde.
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Maximilian Klinger (1752 bis 1831), Jugendfreund Goethes.

Die ältere Forschung sah im Sturm und Drang zu Unrecht eine Gegenbewegung zur Aufklärung. Zwar setzten sich seine Autoren für die Anerkennung der lange Zeit vernachlässigten Gefühlswerte ein, doch wurde die Vernunft nicht ausgegrenzt. Einem reinen Irrationalismus redeten sie nicht das Wort; vielmehr sahen sie in der Versöhnung von Ratio und Gefühl, Vernunft und Natur ihr eigentliches Anliegen.

Der Sturm und Drang war eine "Jugendbewegung"

Es meldeten sich 20- bis 30-jährige Autoren zu Wort. Es waren einzelne, die sich zusammenfanden und freundschaftlich miteinander verkehrten (so etwa der Straßburger Kreis um Herder).

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Johann Gottfried Herder

Dennoch verband sie Grundsätzliches, z. B. die Tendenz zu Sozialkritik und Utopie. Sie setzten sich für ein hohes Maß an Freiheit des einzelnen, für dessen Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung ein. Im Prozess der bürgerlichen Emanzipation stellt diese Phase der Selbstfindung und Identitätsbildung eine wichtige Epoche dar. Dabei schreckten einige Schriftsteller auch nicht davor zurück, gesellschaftliche, besonders feudal-absolutistische Missstände anzugreifen. Keine Generation im 18. Jahrhundert hat die Normen der Älteren, die Konventionen der Gesellschaft und Kultur so radikal in Frage gestellt wie der Sturm und Drang. Der Rebellion gegen familiale und gesellschaftliche Abhängigkeit und Unfreiheit entspricht der Bruch mit der ästhetischen Tradition und herrschenden Poetik.

Der Geniebegriff und die neue Ästhetik

Fantasie, Gefühl, Leidenschaft und Spontaneität wurden als neue Werte für die Kunst proklamiert. Systematik und Regelhaftigkeit à la Aristoteles oder Gottsched wurden von den jungen Schriftstellern als einengend empfunden. Impulse für die Herausbildung der neuen Gefühlskultur gingen bereits vom Pietismus, von Klopstock und der sich allmählich ausbreitenden Empfindsamkeit aus, die ihre Wurzeln in England hatte. Der direkte Wegbereiter der neuen Ästhetik war in Deutschland der Literaturkritiker und philosophische Publizist Johann Georg Hamann (1730-1788). Seine "Kreuzzüge des Philologen" (1762) enthalten die "Aesthetica in nuce", in der er seine Theorie des Sensualismus vorstellte: Erst der ganze Mensch mit seinen Sinnen, Gefühlen und Empfindungen ist Ausdruck der vollkommenen Natur; die Ganzheit ist der Schlüssel zur Wahrheit, zur Wirklichkeit. Die Freiheit der individuellen Entfaltung wird als ursprüngliches Recht des Menschen verteidigt. Hamanns frühe Zivilisationskritik wirkte anregend auf Johann Gottfried Herder (1744-1803). In den "Abhandlungen über den Ursprung der Sprache" (1772) greift dieser Hamanns Thesen auf, betont dabei aber stärker die Geschichtlichkeit menschlichen Handelns.

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Heinrich Wilhelm von Gerstenberg

Die Stürmer und Dränger suchten ihr Vorbild im Genie

Wie bereits Goethe in seiner Rede "Zum Schäkespears Tag" (1771) sieht auch Herder die Kraft genialer Originalität in Shakespeare verkörpert. Ein weiterer Verfechter der shakespeareschen Dramaturgie war Heinrich Wilhelm von Gerstenberg (1737-1823). In seinen "Briefen über Merkwürdigkeiten der Litteratur" (1766/67) schlägt er begeisterte Töne über die genialische Schöpfungskraft des über Regeln und Gesetze erhabenen Shakespeare an.

Die "Genie-Ästhetik" versteht sich als Gegenentwurf zum französischen Klassizismus. Die Stürmer und Dränger verneinen auch in der Poetik alle objektiven Maßstäbe und Gesetze, die dazu beitragen, das Individuelle und die schöpferische Kraft des "Originalgenies" einzuengen. Das Originalgenie fühlt sich ermächtigt, sowohl die ästhetischen als auch die moralischen Regeln, welche die Aufklärung der Kunst und dem Leben auferlegt hatte, zu durchbrechen.

Natur versus Zivilisation

In diesen Zusammenhang gehört die enthusiastische Aufnahme des rousseauschen Naturbegriffs durch den Sturm und Drang. Der Mensch sei als natürliches Wesen gut; Missstände, Defizite u. Ä. gingen auf das Konto der Gesellschaft (Zivilisation). Das Volk, dem "unnatürliche" Konventionen eher fremd seien, das Volkstümliche schlechthin, erfährt in diesem Kontext eine Aufwertung. Auch hierin wirkte Herder richtungweisend, der die lebendige Kraft rühmt, die in der Geschichte der Völker (z. B. in der mündlichen Volksdichtung) wirke ("Auszug aus einem Briefwechsel über Ossian und die Lieder alter Völker" 1773). Die Volksdichtung erscheint als Quelle der Erneuerung der Poesie und des Menschen.

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Johann Wolfgang von Goethe

Die Genieästhetik und der neue Naturbegriff wirkten unmittelbar auf die Literaturtheorie und -kritik des Sturm und Drang. Die "Frankfurter Gelehrten Anzeigen" (1772 herausgegeben) avancierten gleich im ersten Jahrgang zum Sprachrohr des Sturm und Drang. Herder und der junge Goethe gehörten zu den wichtigsten Mitarbeitern des zwei Mal wöchentlich erscheinenden Rezensionsorgans. Die Kritiken sind Ausdruck des neuen Kunstverständnisses und bereiten der Sturm-und-Drang-Literatur programmatisch den Weg.

Gattungen, Werke, Autoren

Die bevorzugte Gattung des Sturm und Drang ist das Drama

Hier zeigen sich die thematischen und ästhetischen Neuerungen am deutlichsten. Die Vorliebe für den "Schauplatz Familie" während der Sturm- und-Drang-Phase ist Ausdruck einer wachsenden Tendenz zur Psychologisierung und Emotionalisierung. Verstärkt geraten Vater-Sohn-Konflikte und Rivalitätsprobleme, wie das Motiv der feindlichen Brüder, in den Blick des Dramatikers, u. a. in Friedrich Maximilian Klingers "Die Zwillinge" (1776) und in Johann Anton Leisewitz' "Julius von Tarent" (1776).

Die Zerrissenheit des Menschen, der Zwiespalt zwischen Geist und Trieb, Gefühl und Verstand, stellt ein zentrales Motiv in den meisten Dramen des Sturm und Drang dar, so etwa in Klingers Trauerspiel "Das leidende Weib" (1775). Schöngeisterei, Ränkespiel, Heuchelei und Libertinage des Adels wurden kritisiert. Die Problematik der Standesunterschiede, die dem Recht auf Liebe entgegenstehen, thematisiert Heinrich Leopold Wagner in der Tragödie "Die Kindermörderin" (1776). Das Motiv des "entehrten Mädchens" spielt in Jakob Michael Reinhold Lenz' Stück "Die Soldaten" (1776) eine wichtige Rolle. Sozialkritik übt Lenz des Weiteren in der Komödie "Hofmeister oder Vortheile der Privaterziehung" (1774). In der Domestikenhaltung des Privatlehrers geißelt Lenz die Unterwürfigkeit des Bürgertums. In Goethes "Clavigo" (1774) wird eine andere Spielart des abhängigen Bürgers kritisiert: der bürgerliche Aufsteiger, dem kein Preis zu hoch erscheint, um in der noch feudalen Gesellschaft Erfolg zu haben. Im Sturm und Drang debütiert der "negative Held".

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Jakob Michael Reinhold Lenz

Der Konflikt zwischen dem einzelnen, der nach Freiheit dürstet, und der Gesellschaft, die Tabus und Schranken errichtet, durchzieht die meisten Dramen wie ein roter Faden. Besonders prägnant dargestellt wird dieser Grundkonflikt in Goethes "Götz von Berlichingen" (1773, erste Fassung 1771) und in Schillers Dramen "Die Räuber" (1781), "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" (1783) und "Kabale und Liebe" (1784). Der Freiheitsbegriff erstreckt sich nicht mehr nur auf das Private wie in den frühen Dramen (Klinger), sondern schließt - vor allem bei Schiller - das Politische mit ein (Kritik des feudalen Despotismus).

Die "offene" Form charakterisiert das Drama des Sturm und Drang

Kurzszenen, Bilder- und Episodenreihungen, expressiver Sprachgestus (Ausrufesätze, Kraftausdrücke, Mundartliches usw.) verdrängen die traditionelle Dramaturgie und Regelpoetik. Im Vormärz (bei Büchner etwa) werden diese Strukturmerkmale aufgegriffen und neu belebt.

Roman und Erzählung spielen als Gattung im Sturm und Drang keine herausragende Rolle. Trotzdem erlebte gerade ein Roman dieser Epoche einen beispiellosen Erfolg: Goethes monologischer Briefroman "Die Leiden des jungen Werthers" (1774), der ein wahres "Werther-Fieber" auslöste. Dieser Roman zählt zu den Hauptwerken des Sturm und Drang. Goethe wendet sich gegen die "krank machenden" gesellschaftlichen Verhältnisse des Bürgertums, zeigt aber auch kritisch die Grenzen des neuen, absoluten Individualismus auf. Lenz' Romanfragment "Der Waldbruder" (entstanden 1776, erschienen 1797 in den "Horen") versteht sich als "ein Pendant zu Werthers Leiden".

Die Lyrik des Sturm und Drang entwickelte in zweierlei Hinsicht ein eigenes Profil

Zum einen ist die neue Erlebnisdichtung (Natur- und Liebeslyrik) in schlichtem Volksliedton Ausdruck der Intensität subjektiver Erfahrungen sowie des gesteigerten Lebensgefühls, u. a. Goethes Gedichte aus seiner Straßburger Zeit (1770/71) und seine Gedichte aus der Frankfurter Phase (1771/72). Zum anderen gelangten die gesellschaftskritischen Tendenzen der Stürmer und Dränger auch innerhalb dieser Gattung zum Durchbruch. Zu den dabei bevorzugten Formen gehören das (volkstümliche) Lied (Matthias Claudius, Christian Friedrich Daniel Schubart) sowie die Ballade (Gottfried August Bürger). Schubarts "Gedichte aus dem Kerker" (1785) sind durch ihre radikale politische Aussage (harte Anklage der Tyrannenherrschaft) Wegbereiter der jakobinischen Lyrik in Deutschland.

Der Sturm und Drang war eine literarische Bewegung des Aufbruchs, die gesellschaftlich und politisch jedoch ohne nennenswerte Folgen blieb. Es ist kaum verwunderlich, dass einige Autoren nach dieser Erfahrung resigniert verstummten, andere ihre Sturm-und-Drang-Zeit "verdrängten" bzw. sich von ihr distanzierten.

Meisterwerke des Sturm und Drang

Götz von Berlichingen

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Götz von Berlichingen (1480 bis 1562); schwäbischer Reichsritter.

Schauspiel in fünf Akten von Johann Wolfgang von Goethe, 1773 (Uraufführung 1774 in Berlin).

Das Stück spielt in Franken, Bayern und Württemberg zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Ritter Götz von Berlichingen, Stein des Anstoßes für das reiche Bürgertum, den hohen Klerus und den Kaiser, aber auch vorbildhafte Vaterfigur für die niederen Stände, liegt in Fehde mit dem Bischof von Bamberg. Es gelingt Götz, den Bambergern seinen alten Freund Weislingen wegzufangen und auf seine Burg Jagsthausen zu bringen. Er will den Freund vom Wert des freien Rittertums überzeugen und ihn dazu bringen, das unmoralische Hofleben aufzugeben. Durch Verlobung mit Götzens Schwester Maria scheint die Bindung perfekt. Ein kurzer Besuch Weislingens in Bamberg und die Bekanntschaft mit der Kurtisane Adelheid von Walldorf lassen ihn bundbrüchig werden.

Götz erkennt zu spät, dass der Ritterstand seine geschichtliche Rolle ausgespielt hat. Schikanen, Intrigen und Armut zermürben ihn. Seine Schuld ist gering, gemessen am Verbrechen der Großen. Dass er Nürnberger Kaufleute beraubt, ist zur Zeit der Renaissance keine Untat. Sein derbes Wort: "Er soll mich im Arsch lecken", gilt nicht einmal dem Kaiser Maximilian, sondern dem Söldner-Hauptmann, der seine Burg belagert. Auch der Mut und die Tapferkeit seiner Freunde sowie des Volkes Sympathien können ihm nicht helfen. Von seiner Burg vor die kaiserlichen Räte Heilbronns gezerrt, durch Sickingen, seinen Schwager, herausgepaukt, wird Götz auf dem Heimritt von historischen Ereignissen eingeholt. Edle Motive bewogen ihn, sich als Anführer aufrührerischen Bauern anzuschließen, doch Weislingens Reiter nehmen ihn gefangen. Ehe der Leser Weiteres über sein Schicksal erfährt, erlebt er das Ende Weislingens, der an dem Ehrgeiz der berechnenden Adelheid zugrundegeht. Götz, der im Turm zu Heilbronn gefangen gehalten wird, ist ein verklärender Tod beschieden: "Himmlische Luft - Freiheit! Freiheit!" sind seine letzten Worte.

Götz von Berlichingen ist eine echte Sturm-und-Drang-Gestalt, ein freiheitsliebender Charakter, der sein Naturrecht auf Freiheit im Denken und Handeln gegen eine neue soziale Ordnung zu behaupten sucht. Götz wehrt sich gegen die Willkürherrschaft der Fürsten und klammert sich dabei an das patriarchalische Freiheitsideal des Rittertums, das sich jedoch selbst überlebt hat. Die Unmittelbarkeit seines Charakters, die Einheit von Handeln und Denken, sind zum Untergang bestimmt. Neben einer vorzüglichen Darstellung der Charaktere zeichnet Goethe mit seinem "Götz" ein lebendiges Bild des ausklingenden Mittelalters und seiner radikalen gesellschaftlichen Veränderungen.

Die Räuber

Schauspiel in fünf Akten von Friedrich Schiller, 1781 (Uraufführung 1782 in Mannheim).

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(Johann Christoph) Friedrich von Schiller

Maximilian, Graf von Moor, hat zwei ungleiche Söhne: den edlen, freiheitsliebenden Karl und den intriganten, boshaften Franz. Franz bringt mit Hilfe von gefälschten Briefen den Vater dazu, Karl zu enterben. Aus sittlicher Verzweiflung zieht Karl daraufhin mit einer aus flüchtigen Studenten bestehenden Räuberbande in die böhmischen Wälder. Er wird zum berüchtigten Räuberhauptmann, der Leuteschinder und Reiche bestraft, jedoch den Bedrängten hilft, während ein Teil der Bande ausschließlich kriminelle Taten begeht. Als Karl eines Tages gezwungen ist, dem Henker seinen Freund Roller abzujagen, kommen auch Unschuldige ums Leben. Somit ist Karl schuldig, nicht nur vor dem Gesetz, sondern auch vor seinem Gewissen.

Auf dem Schloss des alten Moor führt indessen Franz seine Intrigen weiter. Mit gefälschten Nachrichten erschreckt er seinen Vater fast zu Tode, sperrt ihn in ein Burgverlies, wo er verhungern soll. Vergeblich wirbt er um Amalie, bis diese ihn mit der Waffe davonjagt. - Karls Rückkehr, heimlich, im Gewande des Grafen von Brand, beschleunigt den Untergang der Familie. Als er Amalies Treue zu ihm erlebt, beschleichen ihn Flucht- und Selbstmordgedanken. Sie schlagen um in Rachedurst, als er seinen hungernden Vater im Verlies entdeckt.

Franz ahnt bereits sein Ende und begeht aus Angst Selbstmord. Im nächtlichen Schlosswald vollzieht sich dann die Katastrophe: Zerrissen von den Gefühlen der Pflicht und Neigung, muss Karl sich entscheiden, ob er bei seinem Vater und Amalie bleiben oder den Räubern folgen soll. Sein Geständnis, dass er der böhmische Hauptmann sei, tötet den alten Moor. Da Amalie trotz allem zu ihm hält und lieber sterben will, die Räuber ihn jedoch beharrlich an seinen Eid erinnern, begeht Karl eine ungeheuerliche Tat. Er ersticht Amalie und liefert sich anschließend freiwillig der weltlichen Gerechtigkeit aus.

Schiller traf mit diesem Stück den Geschmack der rebellierenden Jugend seiner Zeit - er wurde damit zum Sprachrohr all derer, die für Gedankenfreiheit kämpften. Karl Moor, der "edle Verbrecher", voll Verlangen nach Freiheit und Größe, ist ein typischer Held des Sturm und Drang. Die tragische Spannung zwischen Gewissen und Freiheit, Schicksal und Notwendigkeit durchzieht das Drama wie ein roter Faden. Der revolutionäre Charakter des Stückes, die Empörung gegen eine falsche, verlogene Gesellschaftsordnung, war auch den Herrschenden nicht entgangen. Als Schiller sich wegen einer Räuber-Aufführung unerlaubt in Mannheim aufhielt, ließ der Herzog ihn - erbost über das Aufsehen des rebellischen Stückes - für zwei Wochen einsperren und untersagte ihm alles weitere Dichten.

Bibliografie:

  • Rüdiger Bernhardt: Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des jungen Werthers. Königs Erläuterungen: Textanalyse und Interpretation (Bd. 79), Hollfeld 2011
  • Georg Bertram: Philosophie des Sturm und Drang. Eine Konstitution der Moderne, München 2000
  • Matthias Luserke: Sturm und Drang. Autoren, Texte, Themen, Stuttgart 1997
  • Ulrich Karthau:: Sturm und Drang. Epoche - Werke - Wirkung, München 2000
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