Tier- und Naturberufe
Einleitung
Die "Allrounder" in dieser Berufsgruppe sind die Landwirte. Sie müssen nicht nur die Tiere und die Stallungen versorgen, sondern auch die Felder und Äcker bestellen und ihre Produkte vermarkten. Als Landwirt sollte man einen langen Arbeitstag nicht scheuen, ebenso wenig körperliche Arbeit und Umgang mit technischen Geräten. Die Natur steht auch bei der Tätigkeit eines Forstwirtes im Vordergrund. Der Wald ist in erster Linie Naturschutz- und Erholungsgebiet, der durch entsprechende Pflegemaßnahmen erhalten bleiben sollte.
Auf Nutz- und Zierpflanzen hingegen ist der Gärtner spezialisiert. Er kümmert sich um die Pflanzen, die in den Gärten wachsen, kennt sich mit der Pflege und Zucht aus. Gartenbaubetriebe spezialisieren sich auf bestimmte Bereiche: Zierpflanzen oder Obstanbau etc. Landschaftsgärtner befassen sich mit der Gestaltung und Pflege von Gärten und Parks.
Eine dauerhafte Liebe zu Tieren sollte ausschlaggebend sein, um Tierpfleger/in oder Pferdewirt/in zu werden. Kenntnisse über Haltung und Pflege der betreuten Tiere werden in einer Ausbildung vermittelt. Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Ausdauer sowie körperliche Robustheit sind die Voraussetzungen für diese Berufe.
Tierpfleger, Tierpflegerin
Tierpfleger pflegen die Tiere, versorgen sie mit Futter und beobachten die Nahrungsaufnahme zur Früherkennung von Krankheiten und natürlichen Veränderungen. Sie beschäftigen sich mit der Zucht und helfen bei tierärztlichen Untersuchungen. Außerdem bauen sie Tierunterkünfte, wie z. B. Stallungen, Gehege, Käfige oder spezielle Einrichtungen in Laboratorien, reinigen und desinfizieren diese und halten sie instand. Tierpfleger kontrollieren in den Tierunterkünften die Raumtemperatur sowie die Luftfeuchtigkeit und -zufuhr. Sie müssen bei ihrer Arbeit darauf achten, dass die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Tiere eingehalten werden.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie wird durch den Berufsschulunterricht ergänzt. Im 3. Ausbildungsjahr erfolgt eine Spezialisierung in einer der folgenden Fachrichtungen: Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Forschung und Klinik, Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Tierheim und Tierpension, Tierpfleger/Tierpflegerin Fachrichtung Zoo. Möglichkeiten der beruflichen Entwicklung bestehen in der Oberaufsicht über bestimmte Bereiche oder in der Leitung eines Tierheimes. Außerdem ist eine Weiterbildung zum Tierinspektor möglich, der für die Einhaltung der Tierschutzgesetze und -bestimmungen zuständig ist.
Pferdewirt, Pferdewirtin
Im Gegensatz zur früheren Funktion des Pferdes als Arbeitspferd ist heute der hauptsächliche Grund der Pferdehaltung und -zucht der Sport bzw. die Freizeitgestaltung. Daher haben sich verschiedene Arbeits- und damit auch Ausbildungspunkte entwickelt. In der Pferdezucht und Pferdehaltung werden die Zuchtstuten, Hengste und Fohlen sachgemäß versorgt und betreut. Dazu sind neben einem einfühlsamen Kontakt mit den Tieren die Kenntnis der Grundlagen der Pferdezucht und ein gutes Auge für die Anlagen der Tiere nötig. In dem Arbeitsschwerpunkt Reiten sind das Bewegen und Reiten, das Longieren und das Trainieren für den Turniereinsatz die wichtigsten Aufgaben. Für Turniere werden das Dressurreiten, Springen und der Geländeritt geübt.

Zur täglichen Arbeit im Schwerpunkt Rennreiten gehören ebenfalls das Füttern, Tränken und Pflegen der Tiere sowie das Reinigen der Ställe. Pferdewirte reiten Galopprennpferde in Ausbildung und Training. Außerdem reiten sie als Jockey im Rennen und erledigen auch alle entsprechenden Vorbereitungs- und Nacharbeiten. Schließlich werden im Arbeitsschwerpunkt Trabrennfahren Trabrennpferde vom Jockey ausgebildet und trainiert. Er fährt während eines Rennens auch im Sulky.
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie wird durch den Berufsschulunterricht, der in Bezirksfachklassen abgehalten wird, und durch überbezirkliche Lehrgänge ergänzt. Nach einer zweijährigen Grundausbildung spezialisieren sich Pferdewirte im dritten Ausbildungsjahr auf einen der vier Schwerpunkte. Als Ausbildungsvoraussetzungen werden ein Hauptschulabschluss und eine gute körperliche Konstitution verlangt. Möglichkeiten der Weiterbildung bestehen nach mehrjähriger Berufstätigkeit zum Pferdemeister. Außerdem können nach verschiedenen Lehrgängen Prüfungen zum Berufsreitlehrer, Gestütsleiter oder Trainer absolviert werden. Verwandte Tätigkeiten üben Tierwirte aus, die für die Zucht und Haltung von Nutztieren Sorge tragen, die für die Produktion und den Verkauf bestimmt sind. Bei den Tierwirten gibt es ebenfalls entsprechend den Spezialisierungen in den Betrieben in der Ausbildung spezielle Schwerpunkte. So können Tierwirte zwischen Rinder-, Schweine-, Schaf-, Geflügel-, Pelztier- und Bienenhaltung (Imker) wählen. Oft werden mehrere Tierarten betreut. Tierwirte wählen das Futter aus und kontrollieren es, füttern die Tiere und halten sie artgemäß. Sie pflegen die Tiere und wenden Krankheiten ab. Tierwirte haben ihren Arbeitsplatz in größeren Veredlungsbetrieben, in Hochzucht- und Vermehrungsbetrieben und bei Forschungsanstalten. Sie können auch einen eigenen Betrieb gründen.
Die Ausbildung zum Tierwirt dauert ebenfalls 3 Jahre. Sie wird durch den Berufsschulunterricht und durch Lehrgänge in überbetrieblichen Ausbildungsstätten ergänzt. Nach mehrjähriger beruflicher Tätigkeit besteht für Tierwirte die Weiterbildungsmöglichkeit zum Tierwirtschaftsmeister. Bei Vorliegen der Fachhochschulreife bzw. der allgemeinen Hochschulreife ist nach beiden Ausbildungen ein Studium zum Agraringenieur mit einem Bachelorabschluss möglich.
Landwirt, Landwirtin
Aufgabe der Landwirte ist die Erzeugung pflanzlicher und tierischer Produkte und somit die Produktion von Nahrungsmitteln im Acker- und Pflanzenbau sowie in der Tierhaltung (Milch, Fleisch). Aus wirtschaftlichen Gründen haben sich die Landwirte, die in der Regel als selbständige Unternehmer tätig sind, auf wenige oder nur einen Betriebszweig spezialisiert. Mögliche Produktionsbereiche sind z. B. der Acker-, Obst, Wein-, Hopfen-, Gemüse- oder Waldbau, die Grünlandnutzung, die Rindvieh-, Schweine- oder Geflügelhaltung. Die anfallenden Tätigkeiten sind entsprechend vielfältig. Zu den wichtigsten Arbeiten der Landwirte gehört es, die Maschinen, Geräte und landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge zu bedienen, zu überwachen und zu warten, wozu Grundkenntnisse der Landmaschinentechnik notwendig sind. Abhängig vom jahreszeitlichen Ablauf bearbeiten Landwirte den Boden, wählen das Saatgut aus und düngen, schützen und pflegen die Pflanzen. Außerdem säubern, sortieren und lagern oder konservieren sie die Erzeugnisse nach der Ernte oder vermarkten sie direkt. In der Tierhaltung umfassen die Tätigkeiten der Landwirte das Füttern, Tränken und Pflegen der Nutztiere sowie das Reinigen der Ställe. Darüber hinaus gehört es mit zu den Aufgaben der selbständigen Landwirte, betriebswirtschaftliche Arbeiten wie Buchführen, Kalkulieren und Verkaufen durchzuführen.
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie wird durch den Berufsschulunterricht ergänzt, der auch beim Besuch der einschlägigen ein- oder zweijährigen Berufsfachschulen erteilt werden kann. Möglichkeiten der Weiterbildung bestehen nach einjähriger Berufspraxis in einer zwei- bis dreisemestrigen Ausbildung zum Wirtschafter - Fachrichtung Landwirtschaft sowie nach mehrjähriger Berufstätigkeit zum Landwirtschaftsmeister. Bei Vorliegen der Fachhochschulreife bzw. der allgemeinen Hochschulreife ist ein Studium zum Agrar- oder Landwirtschaftsingenieur möglich.
Gärtner, Gärtnerin
In der Berufsausbildung der Gärtner gibt es sieben Fachrichtungen, die der Spezialisierung der Gartenbaubetriebe entsprechen: Zierpflanzenbau, Gemüsebau, Baumschulen, Obstbau, Garten- und Landschaftsbau, Friedhofsgärtnerei sowie Staudengärtnerei. Im Zierpflanzenbau ziehen Gärtner Topfpflanzen, Schnittblumen, Beet- und Balkonpflanzen, zu denen auch exotische Pflanzen gehören. Im Gemüsebau bereiten Gärtner vor der Saat den Boden im Freiland oder unter Glas vor und verbessern ihn durch Düngung. In Baumschulbetrieben ziehen Gärtner Laub- und Nadelgehölze, Park- und Obstbäume, Rosen und Ziersträucher heran. Gärtner im Obstbau pflegen und schneiden Bäume und sorgen für Nährstoffe, Pflanzenschutz und Veredlung, um eine reiche und hochwertige Ernte zu erzielen. Landschafts-Gärtner bauen und pflegen Hausgärten, öffentliche Grünanlagen, Biotope, Friedhöfe, aber auch Spiel- und Sportanlagen. Friedhofs-Gärtner gestalten und pflegen die Grabstätten und übrigen Friedhofsanlagen. Staudengärtner ziehen in Gewächshäusern und im Freiland Staudenpflanzen heran.
Viele Gärtnereien vermarkten ihre Produkte über Großmärkte und Versteigerungen oder direkt über Gartencenter bzw. Verkaufsbaumschulen. Daher müssen Gärtner für die Betriebsführung auch beraterische und kaufmännische Tätigkeiten beherrschen.
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und kann bei Vorliegen einer zehnjährigen Schulbildung auf 2 Jahre verkürzt werden. Nach abgeschlossener Berufsausbildung besteht in einer einjährigen Ausbildung an einer Fachschule die Möglichkeit der Weiterbildung zum Wirtschafter der Fachrichtung Gartenbau. Diese sind in der Betriebs- und Unternehmensführung, in der Produktions- und Verfahrensplanung sowie in Technik und Gestaltung tätig.
Außerdem bieten sich nach dreijähriger Berufstätigkeit die Fortbildung zum Meister an. Bei Vorliegen der Fachhochschulreife bzw. der allgemeinen Hochschulreife kommt auch das Studium zum Ingenieur der Fachrichtung Gartenbau oder der Fachrichtung Landespflege an einer Fachhochschule oder Universität in Frage. Ingenieure übernehmen Führungsaufgaben als Betriebs- und Abteilungsleiter. Sie sind auch bei Herstellern von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, im Versuchs- und Gutachterwesen und bei Verbänden tätig. Ingenieure der Fachrichtung Landespflege, die bei Erhaltung und Gestaltung des Wohnumfeldes, der freien Landschaft und beim Natur- und Landschaftsschutz mitwirken, sind als Garten- und Landschaftsarchitekten, Sachverständige und im öffentlichen Dienst tätig.
Forstwirt, Forstwirtin
Forstwirte roden und setzen Jungpflanzen (Aufforsten), die im Pflanzgarten gezogen wurden. Außerdem schützen sie durch Zäune den Jungwald vor Wildschäden, helfen bei der Bekämpfung von Schädlingen und Pilzen und im Jagdbetrieb mit.

Vor allem gehören der Holzeinschlag und das Aufbereiten, Sortieren und Vermessen der Hölzer zu ihren Aufgaben. Bei diesen Arbeiten werden moderne Maschinen, u. a. Motorsägen, Seilanlagen, Kranfahrzeuge und Raupenschlepper, eingesetzt. Forstwirte, die dem jeweiligen Revierförster unterstellt sind, werden bei staatlichen und kommunalen Forstämtern oder bei Privatwaldbesitzern beschäftigt. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und kann bei Vorliegen einer zehnjährigen Schulbildung auf 2 Jahre verkürzt werden. Sie wird durch den Berufsschulunterricht ergänzt.
Möglichkeiten der Weiterbildung bestehen nach dreijähriger Berufstätigkeit zum Forstwirtschaftsmeister. Ebenso ist eine Weiterbildung zum Fachwirt möglich.
Bei Vorliegen der Fachhochschulreife ist ein Studium der Forstwirtschaft an einer Fachhochschule mit Bachelorabschluss möglich. Diese Ingenieure haben Verantwortung für Landschaftspflege, Natur- und Umweltschutz und sind in der betriebstechnischen Durchführung forstlicher Maßnahmen tätig. Dabei erarbeiten sie Planungsvorschläge, leiten und überwachen alle Arbeiten im Revier, führen Arbeitszeit- und Leistungskontrollen durch und erstellen Lohnunterlagen. Als Revierförster bzw. Forstinspektoren sind diese Ingenieure für ein bestimmtes Forstrevier verantwortlich. Für die Vorbereitung auf diese Tätigkeit im gehobenen Dienst, der einen Aufstieg bis zum Forstoberamtsrat ermöglicht, wird neben dem Abschluss des Studiums eine ein- bis zweijährige praktische Tätigkeit als Inspektor zur Anstellung verlangt. Das Hochschulstudium der Forstwirtschaft bzw. Forstwissenschaft, für das die allgemeine Hochschulreife erforderlich ist, wird mit dem Bachelor oder Master of Science beendet und ist zusammen mit einem Vorbereitungsdienst Voraussetzung für den Eintritt als Forstbeamter in den höheren Dienst.
Fischwirt, Fischwirtin
In der Seen- und Flussfischerei ist ihre Aufgabe die erfolgreiche Bewirtschaftung, zu der das Aussetzen der Fischbrut und deren Pflege gehören, das Beherrschen der Fangmethoden und das richtige Einschätzen des Nutzungs- und Ertragswertes und dessen Verbesserung durch entsprechende Maßnahmen.

In der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei tätige Fischwirte fangen Fische und Schalentiere in Küstengewässern. Daher müssen sie nicht nur fangtechnische Fertigkeiten und motorentechnische Patente, sondern auch Kenntnisse in Navigation, über Vorschriften der Seestraßen- und Seeschifffahrtsstraßenordnung, Wetterkunde und Wetterwarndienst besitzen.
Außerdem sind Fischwirte für die Pflege und Wartung ihrer Anlagen, Netze, Geräte und Maschinen verantwortlich. Sie haben zudem für den sachgerechten Transport von lebenden Fischen, z. B. von Jungtieren, die als Besatz in die Gewässer eingebracht werden, oder von Fischen, die auf den Markt gebracht werden, zu sorgen.
In der dreijährigen Ausbildung kann zwischen den drei aufgeführten Schwerpunkten gewählt werden. In der Ausbildung werden zunächst einheitliche Kenntnisse für alle drei Fischereizweige vermittelt und dann die Fertigkeiten entsprechend den einzelnen Bereichen intensiviert. Sie wird durch den Berufsschulunterricht, Fachlehrgänge und überbetriebliche Maßnahmen ergänzt. Neben Spezialisierungen und Aufstiegschancen in den fischereiwirtschaftlichen Betrieben oder in der Verwaltung besteht nach mindestens dreijähriger Berufserfahrung die Möglichkeit der Weiterbildung zum Fischereiwirtschaftsmeister, der sich selbständig machen kann und Auszubildende anleiten darf.
Winzer, Winzerin
In einem verwandten Beruf, der im Handwerk und in der Industrie als anerkannter Ausbildungsberuf angeboten wird, sorgt der Weinküfer für die Weiterverarbeitung der Weintrauben. Weinküfer überwachen die Entwicklung und Reife des Getränkes Wein, pflegen es in jedem Stadium durch besondere Arbeitsgänge (Keltern, Vergären) und beeinflussen dadurch erheblich die Qualität, Spezialität und Harmonie des Weinbouquets und -geschmackes. Zu ihren Tätigkeiten gehören vor allem die Reinigung, Pflege und Instandhaltung der Weinbehälter, das Entgegennehmen der Trauben und das Überprüfen ihrer Beschaffenheit sowie das Feststellen des Mostgewichtes (Zuckergehaltes) und das Mahlen und Pressen der Trauben. Außerdem überwachen Weinküfer den Gärvorgang, trennen die Hefe vom jungen Wein (Abstich) und filtern und füllen die Weine unter Einhaltung der einschlägigen Vorschriften und unerlässlichen Sterilität ab. Schließlich bereiten sie die sachgerechte Lagerung und den Versand vor. Während des Herstellungsprozesses bedienen und warten Weinküfer Pumpen, Filter, Flaschenfüllautomaten und andere Geräte. Sie müssen die Weine probieren, ihren Geschmack beurteilen und Qualitätsmerkmale feststellen. Zur Analyse und Bewertung von Weinen sind auch Versuchsarbeiten im Labor notwendig. Weinküfer sind in Weinbaubetrieben und Kellereigroßbetrieben, aber auch in Sektkellereien, Weinhandelshäusern und großen Genossenschaftskellereien beschäftigt.
Die Ausbildung der Winzer und der Weinküfer dauert jeweils 3 Jahre. Sie wird durch den Berufsschulunterricht ergänzt, der teilweise in Blockform erfolgt.
Für beide Berufe bestehen nach mehrjähriger Berufstätigkeit Möglichkeiten der Weiterbildung zum Meister (Winzer- bzw. Kellermeister), in einer zweisemestrigen Ausbildung zum Staatlich geprüften Wirtschafter bzw. zum Geprüften Winzer sowie zum Weinbau- und Kellerwirtschaftstechniker. Diese Techniker können neben einer Tätigkeit als Betriebsleiter im eigenen oder fremden Betrieb in Forschungsinstituten und Versuchsanstalten von Bund und Ländern und in der Zulieferindustrie beschäftigt sein. Außerdem übernehmen sie beratende Funktionen in Berufs- und Fachverbänden sowie in der Pflanzenschutzmittel-, Düngemittel- und Kellereimaschinenindustrie.
Die Ausbildung zum Weinbau- und Kellerwirtschaftstechniker dauert vier Semester. Als Ausbildungsvoraussetzungen werden ein Hauptschulabschluss, eine einschlägige Berufsausbildung und eine zwei- bis dreijährige entsprechende Berufstätigkeit gefordert. Bei Vorliegen der Fachhochschulreife ist ein Studium der Fachrichtung Weinbau und Önologie, Weinwirtschaft oder Getränketechnologie an einer Fachhochschule, bei Vorliegen der allgemeinen Hochschulreife ein Studium der Getränketechnologie an einer Universität möglich. Die Studiengänge werden durch Praktika ergänzt.
Agraringenieur, Agraringenieurin
Das agrarwissenschaftliche Studium baut auf naturwissenschaftlich-technischen sowie wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fächern auf. Auch wird der Einsatz elektronischer Steuerungsgeräte für eine optimale Produktion vermittelt. Mit der durchgreifenden Intensivierung der Landwirtschaft steigt die Bedeutung der Lehre von den Pflanzenkrankheiten und -schädigungen sowie der entsprechenden Verhütung (Phytomedizin). Außerdem besteht die Möglichkeit eines stärker technisch ausgerichteten Fachhochschulstudiums. Beide Studienausbildungen sind in verschiedene Fachrichtungen und Spezialisierungen differenziert. Sie führen allerdings trotz erforderlicher Praktika weniger zu einer praktischen Betätigung als Landwirt als in lehrende, beratende, technische und verwaltende Tätigkeiten. Mögliche Wirtschaftszweige sind Behörden, Verbände, die chemische Industrie, Genossenschaften sowie das Kredit- und Versicherungsgewerbe. Zusätzlich wird seit den 1960er Jahren der Studiengang Agrarökonomie angeboten, der mit dem akademischen Grad Diplom-Agrarökonom abgeschlossen wird. Alle angebotenen Studienfächer werden darüber hinaus insbesondere durch wirtschafts- und sozialwissenschaftliche sowie verfahrenstechnische Lehrveranstaltungen ergänzt.









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