Umstellung von Winter- auf Sommerzeit
Hintergrund
Ganz unabhängig von all den tiefsinnigen Grübeleien über das Wesen der Zeit haben sich die Astronomen seit jeher den praktischen Anforderungen an die Bestimmung und Messung der Zeit gestellt. Sie gelten gewissermaßen als Hüter der Zeit. Aus dem Lauf der Gestirne lassen sich Zeitspannen ableiten, lässt sich in den Ablauf der Zeit eine Systematik bringen, kurz: ein Kalender aufstellen. Die Wanderung der Erde um die Sonne und die wechselnden Phasen des Mondes lassen Zeitabschnitte wie Jahr, Monat und Woche festlegen. Aus der Erdrotation folgt der periodische Wechsel von Tag und Nacht.

Für die unterschiedlichen geographischen Längenkreise (Meridiane) und damit auch für die verschiedenen Orte auf der Erde gelten unterschiedliche Ortszeiten. Einem Unterschied von 1 Grad Länge entspricht ein Zeitunterschied von 4 Minuten, einem Unterschied von 15 Grad Länge ein Zeitunterschied von 15 × 4 Minuten, also einer Stunde. Im 19. Jahrhundert wurden daraufhin 24 verschiedene Zeitzonen eingeführt, die, von örtlichen Ausnahmen abgesehen, jeweils 15 Längengrade umfassen. Jede Zeitzone unterscheidet sich von der vorhergehenden um jeweils eine Stunde und für alle Orte innerhalb einer Zeitzone gilt eine international festgelegte und anerkannte einheitliche Zeit (Zonenzeit). Für Mitteleuropa beispielsweise gilt die Mitteleuropäische Zeit (MEZ).
- Hintergrund
- Sommer- und Winterzeit
Bibliografie:
- Leofranc Holford-Strevens: Kleine Geschichte der Zeitrechnung und des Kalenders, Stuttgart 2008
- Hans-Ulrich Keller (Hrsg.): Das Kosmos-Himmelsjahr 2012. Sonne, Mond und Sterne im Jahreslauf, Stuttgart 2011








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