Umweltberufe
Einleitung
Viele Ausbildungen bieten die Möglichkeit, für die Natur tätig zu werden. Der Begriff Umweltschutz benennt ein Problem. An seiner Lösung arbeiten vor allem Naturwissenschaftler, Ingenieure und Techniker. Dazu gehört aber auch mancher Beruf, dem auf den ersten Blick nicht anzusehen ist, dass es sich dabei um einen "grünen Job" handelt.
In den letzten Jahren stiegen die Ausgaben von Staat und Wirtschaft für Aufgaben im Umweltschutz kräftig an. So standen allein dem Bundesumweltministerium im Jahr 2010 für seine Arbeit rund 880 Millionen Euro zur Verfügung. Und Umweltpolitik ist eine Querschnittsaufgabe. Auch in den Haushalten der anderen Bundesministerien waren teils erhebliche Mittel für Umweltschutzausgaben vorgesehen.
Der auf Risikovermeidung ausgerichtete Umweltschutz der Zukunft wird zu steigendem Bedarf an Umweltspezialisten für Planungs-, Leitungs- und Forschungsaufgaben führen. Die Nachfrage nach diplomierten Umweltschützern wird wachsen!
Umweltschutzingenieur/in
Im Mittelpunkt der Arbeit eines Ingenieurs Technischer Umweltschutz steht der Schutz von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie von Landschaften und Kulturgütern. Dabei muss er technische Aspekte beachten. Sein Leitsatz: Umweltfreundliche Technik soll auf die zu schützenden Objekte abgestimmt werden. Deshalb konzentriert sich der technische Umweltschutz auf die Bereiche Luftreinhaltung, Lärmbekämpfung, Abfall- und Wasserwirtschaft.
Vernetztes Denken lässt sich hier in der Praxis erproben. Der Umweltschutzingenieur hat alle Facetten des technischen Umweltschutzes im Auge zu behalten. Er muss in vielen Fachgebieten bewandert sein.
Die Arbeit des Umweltschutzingenieurs konzentriert sich auf drei Bereiche:
- Die Umweltdiagnostik: Hier sucht er nach Umweltschäden und deren Ursachen. Dazu sind hoch entwickelte Messgeräte notwendig, denn die Schadstoffe sind meist kompliziert zusammengesetzt und treten in geringen Konzentrationen auf. Im Übrigen kommen ständig neue mögliche Schadstoffe hinzu.
- Das Beheben von Umweltschäden und ihren Ursachen: Der Umweltingenieur muss die technischen Verfahren kennen oder selbst entsprechende Anlagen entwerfen können.
- Die Umweltprophylaxe: Vorbeugen ist immer besser als säubern! Der Umweltingenieur entwickelt auch umweltverträgliche Verfahren zur Produktion.
Bei seiner Arbeit muss er oft nach allen Seiten argumentieren. Er muss viele, mitunter gegensätzliche Erwartungen unter einen Hut bringen. Der Einsatz einer bestimmten Technologie zur Verringerung der Umweltbelastung darf die Kosten nicht zu sehr in die Höhe treiben. Ein günstiger Standort steht vielleicht im Widerspruch zur ökologischen Situation des Gebietes. Außerdem muss er die Entwicklung der Konjunktur und rechtliche Aspekte berücksichtigen.
Grundlegende Bestandteile des Studiums Technischer Umweltschutz sind Mathematik, Physik, organische und anorganische Chemie, Ökologie, Volks- und Betriebswirtschaftslehre, Statistik und Umweltrecht.
Studienorte u. a.:
Berlin, TU, Hamburg-Harburg, TU, Bingen, FH, Leipzig, HTWK. Eine Vielzahl von Universitäten und Fachhochschulen ermöglicht eine einschlägige umweltbezogene Spezialisierung in den traditionellen Ingenieurfachrichtungen wie Architektur, Bauingenieurwesen, Chemietechnik/Chemieingenieurwesen, Maschinenbau und Verfahrenstechnik.
Biotechnologen
Das Gewerbe der Biotechnologen ist eines der ältesten der Welt. Das von ihnen angewandte Prinzip, Mikroorganismen für die Umwandlung und Erzeugung von Stoffen zu nutzen, wird schon seit Jahrtausenden praktiziert.
Hefen, Bakterien und Pilze waren dabei stets die "Helfer" des Menschen. Mit ihnen stellte er bereits zu Vorzeiten vergorene Getränke wie Met, Bier oder Wein her und wandelte Milch in weniger verderbliche Speisen wie Joghurt und Kefir um.
Heute präsentiert die Biotechnologie sich als eine Fachgrenzen übergreifende und auf unmittelbare Anwendung bezogene Wissenschaft. Sie vereinigt große Teilgebiete der Biologie, Chemie und Ingenieurwissenschaften mit den Schwerpunkten in der Mikrobiologie, Molekularbiologie und Genetik, der technischen Chemie und Analytik, der Verfahrens-, Mess- und Regelungstechnik sowie dem Apparate- und Anlagenbau. Die Biotechnik hinterlässt keine giftigen Substanzen, die anschließend entsorgt werden müssten. Deshalb bezeichnen ihre Befürworter sie als "sanfte" Alternative zur "harten" chemischen Verfahrenstechnologie.
Die Biotechnologen nutzen die Leistungen in der Natur vorhandener, aber auch künstlich erzeugter Mikroorganismen oder Zellen in der Medizin, Chemie, Landwirtschaft, der Energie- und Rohstoffversorgung und der verarbeitenden Industrie.
Biotechnologen arbeiten in vielen Bereichen des Umweltschutzes, vor allem bei der Reinigung der verschmutzten Umwelt. Dazu gehören die biologische Klärung von Abwasser, Bearbeitung von Abfall, Abluftreinigung, Sanierung verseuchter Böden und die Ölrückgewinnung. Biotechnologen forschen an umweltschonenden Insektenvernichtungsmitteln und der Selbstdüngung von Pflanzen durch Stickstoff aus der Luft. Am gebräuchlichsten sind biotechnologische Verfahren heute in der Abwasserreinigung.
Information
Studienorte
Die technisch-mathematischen Fächer nehmen in diesem Studium einen breiten Raum ein. Ob es stärker biologisch, chemisch oder ingenieurtechnisch ausgerichtet ist, hängt von der Hochschule ab.
Universitäten u. a.:
Berlin, Braunschweig, Freiburg und Karlsruhe.
Fachhochschulen u. a.:
Berlin, Bingen, Emden, Freising-Weihenstephan, Hamburg, Anhalt (Köthen), Mannheim.
Außerdem kann Biotechnologie als Schwerpunkt im Rahmen anderer Studiengänge an Universitäten und Fachhochschulen gewählt werden.
Geoökologen
Geoökologie will den Naturhaushalt verstehen und schützen. Die Absolventen dieses Studiengangs beschäftigen sich mit "Geoökosystemen", mit den oberflächennahen Bereichen des Ökosystems Erde, also mit der bodennahen Atmosphäre, Pflanzen und Tieren, der Bodenoberfläche, dem Boden, den oberen Gesteinsschichten und der Hydrosphäre. Aufgabe ist, zu analysieren, wie leistungsfähig, belastbar, geschädigt oder regenerierbar ein solches Ökosystem oder seine einzelnen Teile sind.
Das überaus komplexe Wirkungsgefüge muss von den Geoökologen fachübergreifend analysiert werden. Sie entwerfen auf der Grundlage naturwissenschaftlicher Erkenntnisse ein mathematisches Modell des Energie- und Stoffhaushalts, der in einem bestimmten Ausschnitt der Erdoberfläche abläuft. Dazu benötigen sie Kenntnisse der Geowissenschaften, der Chemie, der Physik und der Biologie. Eine besonders wichtige Rolle spielt die Mathematik mit den Teilgebieten Statistik und Modellentwicklung.
Die wesentlichen Instrumente des Geoökologen sind elektronische Datenverarbeitung und aufwendige Analysegeräte. Geoökologen können überall dort arbeiten, wo es um Nutzung, Veränderung, Erhaltung oder Regeneration von Ökosystemen geht. Darunter fällt die Suche nach Altlasten und die Sanierung von belasteten Gebieten, die ökologische Bewertung von Umweltchemikalien, Ökotoxikologie, Umweltanalytik, Umweltberatung, Umweltverträglichkeitsprüfung sowie die biologische Raumbewertung.
Information
Studienorte u. a.:
Bayreuth, Karlsruhe, Braunschweig, Potsdam. Ferner kann Geoökologie als Vertiefungsrichtung in anderen Studiengängen gewählt werden.
Raumplaner/in
Raumplaner müssen die Bedürfnisse der Menschen nach Arbeit, Wohnen, Mobilität und Freizeit berücksichtigen und für ausgewogene Verhältnisse sorgen. Das heißt vor allem: Der Raumplaner vermittelt zwischen den sozialen und ökonomischen Interessen der Bevölkerung und den Ansprüchen der natürlichen Umwelt. Bei Eingriffen in eine Region muss er mögliche Belastungen untersuchen und auf ihre Umweltverträglichkeit prüfen.
Er plant für den Ortsteil, die Stadt, eine Region und selbst ein ganzes Land. Er analysiert die Abhängigkeiten und Wechselwirkungen zwischen Umwelt und gesellschaftlichen Bedürfnissen. Dabei sind Raumplaner häufig gezwungen, Alternativen zu entwickeln. Es gilt für die Planung eines neuen Wohnquartiers oder eines Industrieparks wie für die Sanierung und Erneuerung eines Stadtteils, bis zur Suche nach einem Standort für eine Müllverbrennungsanlage.
Bei seiner Arbeit pendelt der Raumplaner zwischen Kontrolle und Entwicklung. Deutlich wird dies an den alltäglichen Konflikten zwischen Ausweisung von Bauland und Kontrolle der Bautätigkeit, zwischen Ökonomie und Ökologie, Denkmalschutz und Neubau. Die zunehmende Vielfalt der Lebenskonzepte wird neue Anforderungen an Standorte wie die Qualität von Wohnungen, Arbeitsplätzen oder Freizeiteinrichtungen stellen. Raumplanung ist Gemeinden, Ländern und dem Bund als hoheitliche Aufgabe zugewiesen, deshalb finden Raumplaner vor allem bei diesen ihre Arbeitsplätze. Mitunter ergeben sich auch Beschäftigungsmöglichkeiten in privaten und öffentlichen Entwicklungsgesellschaften oder in Unternehmen wie Immobilienfirmen.
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Studienorte u. a.:
An Universitäten kann Raumplanung in Berlin (TU), Dortmund, Kaiserslautern, Weimar studiert werden. Außerdem kann das Fach als Schwerpunkt im Rahmen anderer Studiengänge gewählt werden.
Recyclingingenieur/in
Der Recyclingingenieur versucht, ausgemusterte Produkte und Anlagen wieder aufzuarbeiten, um möglichst viele Teile und Stoffe erneut verwenden zu können.
Das dürfte die Belastung der Umwelt erheblich reduzieren. Produkte bestehen aus wertvollen Stoffen, für deren Herstellung meist viel Energie verbraucht wurde. Es macht deshalb wenig Sinn, sie auf einer Deponie verrotten zu lassen. Während der Ingenieur der klassischen Entsorgungstechnik ein Spezialist für das so genannte interne Recycling ist, konzentriert sich der moderne Recyclingingenieur auf externes Recycling, auch De-Produktion genannt. Hier steht die Wiederverwendung von Teilen oder Baugruppen in neuen Produkten im Mittelpunkt: Runderneuerte Reifen, überholte Austauschmotoren, aus granuliertem Altkunststoff hergestellte Stoßfänger sind die bekanntesten Beispiele.
Der klassische Entsorgungsingenieur betreibt Schadensbegrenzung. Er strebt vorrangig danach, Schadstoffe in der Produktion so gering wie möglich zu halten. Die Arbeit des Recyclingingenieurs setzt hingegen weit früher ein: Bereits bei der Planung von Produkten und Anlagen muss er den Faktor Recycling mit einbringen. Er wird Vorgaben für Konstruktion und Stoffauswahl formulieren. Auch hier muss er abwägen: Die Wiederverwertung muss ökologisch vertretbar sein und sich gleichzeitig rechnen.
Recyclingingenieure zeichnet ein breit angelegtes mathematisch-naturwissenschaftliches Grundlagenwissen aus. Hohe Anforderungen stellen Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.
Zum Berufsprofil gehören weiterhin: vertiefte Kenntnisse der Verfahrens-, Umwelt- und Entsorgungstechnik und die Fähigkeit, sich mit den Stoffkreisläufen genutzter Produkte sowie deren Energiehaushalten befassen zu können.
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Studienort
Das Fach kann an der Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel studiert werden.
Beamter/Beamte beim Deutschen Wetterdienst
Die Beamten beim Deutschen Wetterdienst besorgen Wetter-Infos für Verkehr, Land- und Forstwirtschaft, Unternehmen wie Baufirmen und den Gesundheitsdienst. Außerdem tragen sie zur meteorologischen Sicherung der Luft- und Seefahrt bei und überwachen die Atmosphäre auf mögliche radioaktive Belastung.
Besonders wichtig für die Umwelt ist die Agrarmeteorologie. Deren Beamte beraten die Bauern bei allen landwirtschaftlichen Tätigkeiten, die vom Wetter beeinflusst werden. Dabei geht es vor allem um den Schutz vor Frost, mögliche Windschäden, künstliche Beregnung und Schädlingsbekämpfung. Gezielte Informationen über die Wettersituation schonen nicht nur Ernten, sie vermeiden zudem Schäden an der Umwelt: durch Düngen zur richtigen Zeit beispielsweise. Auch die Forstwirtschaft ist bei Aufforstung und Einschlagplanung wie die Baumschulen auf die Hilfe der Wetterdienstbeamten angewiesen.
Die Meteorologen sollen ferner so genannte Inversionswetterlagen vorhersagen, die den Smog begünstigen.
Beim Deutschen Wetterdienst sind Beamte im mittleren, gehobenen und höheren Wetterdienst tätig. In ihrer Ausbildung spielt die Physik eine besondere Rolle.
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Ver- und Entsorger/in
Ver- und Entsorger ist ein Beruf, der viele handwerkliche Tätigkeiten erfordert. Je nach Spezialisierung während der Ausbildung ist er für Aufgaben der Wasserversorgung, der Abwasseraufbereitung oder der Behandlung von Abfällen zuständig. Mögliche Umweltbelastungen durch Abfall und Abwässer muss er abwenden. In Kläranlagen setzt er mechanische, biologische und chemische Reinigungsverfahren ein. Er behandelt anfallenden Klärschlamm, sorgt für dessen Verwertung oder Bearbeitung. Die Reinigung, Kontrolle und Instandhaltung des Kanalnetzes fällt in seine Zuständigkeit.

Im Bereich der Abfallbehandlung sind die Aufgaben vielfältig: je nachdem, ob Müll deponiert oder verbrannt wird, Sonderabfälle entsorgt oder aus Müll Rohstoffe gewonnen werden.
Zu seinen Aufgaben gehört darüber hinaus die Kontrolle von Deponien, Müllverbrennungs- oder Kompostanlagen. Dabei dürfen keine unmittelbaren Umweltbelastungen wie Rauch, Gase, Staub, Gerüche oder Ungeziefer auftreten. Deponien dürfen keine Lecks aufweisen, Abwässer nicht ins Grundwasser sickern. Schließlich muss eine geschlossene Deponie rekultiviert und wieder - soweit überhaupt möglich - in die Landschaft integriert werden.
Weiterbildungsmöglichkeiten: Meister der Ver- und Entsorgung, Techniker der Fachrichtung Abwasser, Abfalltechnik, Umweltschutztechnik und Ingenieur.
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Mechatroniker/in - Kältetechnik
Für den Beruf des Mechatronikers für Kältetechnik wird erst seit wenigen Jahren ausgebildet. Bis 2007 wurde man für diese Tätigkeiten zum Kälteanlagenbauer ausgebildet. Mechatroniker für Kältetechnik beschäftigen sich mit Kühlhäusern für Schlachthöfe, Kälteregalen in Supermärkten und Kühleinrichtungen in der Industrie. Weil dabei Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) immer noch in großer Menge zum Einsatz kommen, trägt der Mechatroniker für Kältetechnik große Verantwortung. Er ist nahezu der einzige Spezialist für den umweltgerechten Umgang mit dem Stoff, der die Ozonschicht zerstört.
Zu den Tätigkeiten des Mechatroniker für Kältetechnik gehören das Verlegen von Rohrleitungen für Kühlmittel, der Aufbau des Verdichters, ein wichtiges Kernstück einer Kühlanlage, sowie der Einbau von Reglern. Auch das Einfüllen des Kältemittels erledigt er. Viel Know-how erfordert die Fehlersuche in einer defekten Anlage.
In diesem Beruf vereinen sich viele Elemente aus anderen Branchen. Kenntnisse aus der Mechanik, Elektrik und Elektronik sind ebenso unverzichtbar wie der Umgang mit Schweiß-, Löt- und Nietgeräten. Er muss außerdem die Schallschutz- und Isoliertechnik beherrschen.
Der Mechatroniker für Kältetechnik muss Energie so wirkungsvoll wie möglich einsetzen können. Deshalb baut er häufig die Kosten und Energie sparende Wärmepumpe ein.
Weiterbildungsmöglichkeiten: Techniker der Fachrichtung Kältetechnik, Ingenieur Wärme-, Kälte- und Klimatechnik sowie Kältetechnik und thermische Verfahrenstechnik.
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Elektroniker/in - Automatisierungstechnik (Industrie)
Automatisierungstechnik gehört zur Grundlage fast jedes Produktionsbetriebs. In den automatisch arbeitenden Maschinen sind eine Vielzahl komplizierter Mess- und Regelgeräte eingebaut. Dazu müssen etwa bei Anlagen der chemischen Industrie Druck, Temperatur und Durchfluss gemessen, geregelt, gesteuert und gesichert werden.
Für den Beruf des Elektronikers für Automatisierungstechnik wird erst seit 2003 ausgebildet, 1992-2003 hieß dieser Ausbildungsberuf Prozessleitelektroniker/in.
Elektroniker für Automatisierungstechnik werden vor allem in Elektrizitätswerken, der chemischen Industrie und Raffinerien arbeiten. Dort bedeuten Störungen ein Risiko für die Umwelt, außerdem verursachen sie wegen des Stillstands der Produktion Kosten. Um ein Verfahren optimal zu steuern, ist hoch entwickelte Messtechnik nötig. Sie stellt fest, wie giftig Abluft, Abwasser und Rückstände sind. Der Elektroniker für Automatisierungstechnik arbeitet im Reglerraum. Dort befinden sich Hunderte von Steuereinheiten. Hier kann er den Betriebszustand einzelner Bauelemente abfragen, Werte neu einstellen, Fehler lokalisieren. In einem Kraftwerk muss er beispielsweise dafür sorgen, dass kein giftiges Kohlenmonoxid entsteht, die Verbrennung schadstoffarm erfolgt.
Weiterbildungsmöglichkeiten: Industriemeister Fachrichtung Elektrotechnik, Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik, Ingenieur Elektrotechnik.
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Kraftfahrzeugmechatroniker/in
Das Kraftfahrzeug steht gleich zweimal an der Spitze: beim Transport von Gütern und Personen und als Luftverschmutzer und Zerstörer der Ozonschicht.
Der Umstieg auf energiesparende und umweltfreundliche Verkehrsträger ist eines der wichtigsten Ziele. Bis dahin aber müssen die Schwerlaster, Autos und Motorräder so wenig umweltzerstörend wie irgend möglich betrieben werden. Der Kraftfahrzeugmechatroniker spielt hier eine wichtige Rolle.
Zur bisherigen Instandhaltung von Kraftfahrzeugen kommen neue Aufgaben: Kontrolle der Abgase, des Lärms und von Verschleißmaterialien wie Bremsbelägen und Reifen, auch die fachgerechte Entsorgung von Abfall.
Eine besondere Rolle unter Umweltgesichtspunkten spielt die Motoreneinstellung. Der Kfz-Mechatroniker arbeitet an Vergasern, Einspritzanlagen, Zündanlagen, dem elektronischen Motormanagement, Katalysator, Abgasrückführungen und verschiedenen Filtersystemen. Die Checks zum Zwecke der Verkehrssicherheit, Betriebssicherheit und des Umweltschutzes haben in den Autowerkstätten bereits jetzt einen Anteil von über 40 Prozent erreicht.
Weiterbildungsmöglichkeiten: Kraftfahrzeug-Servicetechniker, Kraftfahrzeugtechnikmeister, Techniker der Fachrichtungen Karosserie- und Fahrzeugbau oder Kraftfahrzeugtechnik, Ingenieur Fahrzeugtechnik.
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Umweltschutztechnischer Assistent, Umweltschutztechnische Assistentin
Der Umweltschutztechnische Assistent sucht nach Gefahren für die Umwelt. Er sammelt Daten und legt die Ergebnisse Naturwissenschaftlern wie Chemikern, Biologen und Physikern zur Bewertung vor. Er untersucht das Wasser auf Belastungen durch Chemikalien und Bakterien und bewertet sie. Er misst Luftschadstoffe und sorgt so dafür, dass Grenzwerte eingehalten werden. Gleiches gilt für seine Arbeit beim Strahlenschutz. Er misst aber auch den Lärmpegel, analysiert Abfall und erfasst ökologische Daten für den Landespfleger.
Der Schwerpunkt seiner Ausbildung liegt in den Bereichen Chemie und Biologie. Arbeitsplätze finden Umweltschutztechnische Assistenten vorwiegend in Kontroll- und Untersuchungslaboratorien der Behörden: den Wasserwirtschafts- oder Gewerbeaufsichtsämtern, der privaten Wirtschaft, vor allem der chemischen Industrie, Stahlindustrie sowie Unternehmen der Müll- und Sonderabfallwirtschaft, aber auch in Universitätsinstituten und anderen Forschungseinrichtungen.

Zu seiner Ausbildung gehören Fächer wie Ökologie, Umweltschutz, Rechts- und Verwaltungskunde.
Weiterbildungsmöglichkeiten: Durch Hochschulstudium zum Chemiker, Biologen, Geoökologen.
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Schornsteinfeger/in
Da es immer weniger Kohleheizungen gibt, haben sich die Aufgaben des Schornsteinfegers stark verändert. Heute ist er weniger Kaminkehrer als vielmehr Umweltschutzexperte. Anders als zu Zeiten fester Brennstoffe wird bei den heute vorherrschenden Öl- und Gasheizungen nicht mehr sechs- bis zwölfmal, sondern nur noch ein- bis zweimal im Jahr gekehrt. Überwachungs- und Kontrollfunktionen haben hingegen breiten Raum eingenommen. So prüft er mit elektronischen Messgeräten den Kohlendioxid- und Kohlenmonoxidausstoß, die Abgastemperatur, das Rußbild und die Druckdifferenz im Schornstein. Die Daten werden in so genannten Emissionskatastern verarbeitet.
Stellt der Schornsteinfeger fest, dass die Grenzwerte überschritten werden, muss der Betreiber der Heizung den Mangel beheben. Geht es um Belästigung durch Rauch und Ruß, kann der Schornsteinfeger auch selbst Hand anlegen.
Er sorgt darüber hinaus dafür, dass Heizungen und Warmwasserboiler dem Energie-Einsparungsgesetz entsprechend betrieben werden. Hat die Heizung allerdings eine Leistung von mehr als 250 Kilowatt, dann ist dafür der Technische Überwachungs-Verein (TÜV) zuständig.
Der Schornsteinfeger nimmt eine Sonderrolle ein: Er ist zwar ein freier Unternehmer, darf aber nur im zugewiesenen "Kehrbezirk" arbeiten.
Weiterbildungsmöglichkeit: Schornsteinfegermeister.
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Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Zentralheizungen sind seit Anfang des Jahrhunderts bekannt. Doch erst seit Ende des zweiten Weltkrieges gibt es einen entsprechenden Beruf. Heute ist daraus eine technisch anspruchsvolle Tätigkeit geworden. Der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, bis 2004 Zentralheizungs- und Lüftungsbauer/in, baut und wartet zentrale Heizungsanlagen aller Systeme. Er montiert Feuerungen für Öl, Gas und feste Brennstoffe sowie Anlagen zur Versorgung mit Heizöl.
Auch der Bau von Entlüftungsanlagen gehört zu seinen Aufgaben. Dabei trennt und biegt er Rohre, verbindet diese durch Schweißen, Löten oder Verschrauben, montiert Wärmeerzeuger und Heizkörper, Mess- und Regeleinrichtungen sowie Lüftungsgeräte, baut schließlich Ventilatoren und Filter ein.
Bei seiner Arbeit muss er besonders die Gesetze und Vorschriften des Umweltschutzes, der Energieeinsparung und des Umgangs mit wassergefährdenden Flüssigkeiten beachten. Große Bedeutung für die Umweltverträglichkeit der zentralen Heizungsanlagen besitzt die Prüfung der Steuer- und Regeleinrichtung, die Einstellung der Feuerung sowie die Messung der Emissionswerte.
Weiterbildungsmöglichkeiten: Weiterbildung zum Meister, Techniker oder Ingenieur.
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Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer/in
Der Energiebedarf steigt, die Preise ebenso. Die Verschwendung von Energie wird einfach zu teuer. Deshalb wird nach Sparmöglichkeiten gesucht.
Der Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer sorgt dafür, dass Wärme oder Kälte erhalten bleiben. Die meisten der etwa 1100 einschlägigen Betriebe kümmern sich um die technische Isolierung. Da geht es um die Rohre einer Fernwärmeleitung oder die Lüftungsrohre einer Klimaanlage.
In der Ausbildung lernt er die Grundtechniken des Holz- und Betonbaus, bringt Fliesen an, verlegt Estrich, hebt Gräben aus und montiert Kanalrohre. Er benötigt gute mathematische Kenntnisse, beispielsweise muss er aus dem Rohrdurchmesser die benötigte Menge an Isoliermaterial ebenso wie Kreisinhalte, Zylinder und Prismen berechnen können. Er muss auch über gutes räumliches Vorstellungsvermögen verfügen, um Material etwa für Auslassungen und Überlappungen richtig zuzuschneiden. Besonders wichtig sind Kenntnisse der Dämm-Materialien.
Weiterbildungsmöglichkeiten: Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierermeister; Polier; Techniker der Fachrichtung Bautechnik, Kältetechnik, Versorgungstechnik oder Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik; Ingenieur, Bauingenieurwesen und Versorgungstechnik.
Information
Klempner/in
Klempner stellen Dächer und Fassaden aus Metall oder Kunststoff her, bauen Kanäle und verlegen Leitungen für die Lüftungstechnik. Zu ihrer traditionellen Arbeit kommen immer neue Bereiche, auch aus dem Umweltschutz. Immer häufiger sind es Klempner, die alternative Energieanlagen bauen und warten: Sie befassen sich dann vor allem mit Wärmepumpen und Solartechnik. Klempner arbeiten zudem an Energiedächern, Energiezäunen und Sonnenkollektoren. Mit der Wärmepumpe zapfen sie Außenluft, Grundwasser und Erdreich an. Sie arbeiten auch an Gasheizungen und deren Mess- und Regeleinrichtungen. Auch dabei müssen die Umweltschutzbestimmungen beachtet werden.
Klempner verarbeiten eine Vielzahl neuer Werkstoffe, die oft neuartige Bearbeitungstechniken erfordern, etwa beim Kleben, Wärmedämmen, Isolieren. Sie müssen das Schweißen, Löten, Kleben und Falzen beherrschen. Dabei gilt es, die Anforderungen an Wasserdichtheit und Festigkeit der einzelnen Bauteile zu beachten. Rund 4700 Betriebe des Klempner-Handwerks gibt es in der Bundesrepublik. Sie beschäftigen etwa 11 000 Personen.
Weiterbildungsmöglichkeiten: Klempnermeister, Techniker der Fachrichtungen Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik sowie Sanitärtechnik, Diplom-Ingenieur Heizungs-, Lüftungs-, Sanitärtechnik und Versorgungstechnik.
Information
Feuerwehrmann, Feuerwehrfrau
Früher hatte es der Feuerwehrmann mit einer überschaubaren Anzahl weitgehend bekannter Materialien zu tun. Heute gibt es so viele Materialien, dass brennende Stoffe oft für Verwirrung sorgen: Welche Dämpfe, Lösungen oder Verbindungen entstehen, wenn etwa ein synthetisches Bauteil verbrennt? Welches Löschmittel ist einzusetzen, ohne dass es zu Schäden für Mensch und Umwelt kommt? Die Haupttätigkeit der Berufsfeuerwehren liegt heute nicht mehr in der Brandbekämpfung. Bis zu 70 Prozent der Einsätze betreffen technische Hilfe. Aufgaben des Umweltschutzes gewinnen ständig an Bedeutung.

Für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst wird eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgesetzt. Bevorzugt werden handwerkliche Berufe aus dem Bau-, Elektro-, Kraftfahrzeug- oder Metallbereich. Für den gehobenen Dienst wird ein Studium an einer Fachhochschule in den folgenden Fächern verlangt: Bauingenieurwesen/Architektur, Maschinenbau, Elektrotechnik, Sicherheitstechnik, Bergbau, Hüttenwesen, Schiffstechnik, Physik oder Chemie. Für den höheren Dienst ist das Studium an einer Universität in einem der genannten Fächer Voraussetzung.









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