Wasserknappheit auf der Erde
Einleitung
Gerade in den trockeneren Gebieten der Erde hat der Wassermangel in Dürreperioden schon immer zu katastrophalen Hungersnöten geführt. Durch den wachsenden Bevölkerungsdruck auf diese Regionen und den damit verbundenen erhöhten Wasserbedarf hat sich die Situation allerdings in den letzten Jahrzehnten zunehmend verschärft. Der Bau großer Bewässerungsanlagen und die Errichtung gigantischer Stauseen hat vor allem in jüngerer Zeit wiederholt zu internationalen Auseinandersetzungen geführt. Zu erwähnen ist hier insbesondere der Streit um das Euphratwasser nach dem Bau des Atatürk-Dammes auf türkischem Gebiet. Die südlichen Anliegerstaaten des Flusses, Syrien und Irak, die das Wasser vor allem zur Stromgewinnung, Bewässerung und Trinkwasserversorgung benötigen, legten international Protest gegen den Staudammbau ein, da sie befürchteten, dass der Euphrat auf ihrem Territorium anschließend weniger Wasser führen würde und die Türkei aus politisch-strategischen Gründen die Wasserzufuhr auch ganz unterbinden könnte. Erst durch einen mit Hilfe der Weltbank abgeschlossenen Vertrag zwischen Indien und Pakistan wurde die Auseinandersetzung über das Wasser des Indus und seiner Zuflüsse gelöst, das für die riesigen Bewässerungsflächen des Pandschab benötigt wird. Dagegen sind die Konflikte zwischen Indien und Bangladesch, die durch Regulierungsmaßnahmen an Ganges und Brahmaputra ausgelöst wurden, noch nicht beseitigt. Auf dem afrikanischen Kontinent konzentrieren sich die Auseinandersetzungen um Flusswasser auf den Nil und seine Zuflüsse, an dessen Einzugsgebiet neben Ägypten und Sudan noch acht andere Staaten Anteil haben.
- Einleitung
- Die Wasservorräte auf der Erde
- Die Nutzung des Wassers
- Wasserverschmutzung
- Wasserwirtschaft Deutschlands
Bibliografie:
- H. Damrath, K. Cord-Landwehr: Wasserversorgung, Teubner Verlag, 11. Auflage, 1998
- F. Wilhelm: Hydrogeographie, Westermann Verlag, 1997









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