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Widerstand gegen das Naziregime

Widerstand

In ihrem letzten an ihre Kommilitonen gerichteten Flugblatt von 1943 verurteilten die Geschwister Scholl "die geniale Strategie des Weltkriegsgefreiten" Hitler, der die Männer von Stalingrad "sinn- und verantwortungslos in Tod und Verderben gehetzt" habe. Sie forderten "im Namen der deutschen Jugend vom Staat Adolf Hitlers die persönliche Freiheit" zurück: "Freiheit und Ehre! Zehn Jahre lang haben Hitler und seine Genossen die beiden herrlichen deutschen Worte bis zum Ekel ausgequetscht, abgedroschen, verdreht, wie es nur Dilettanten vermögen, die die höchsten Werte einer Nation vor die Säue werfen!"
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Sophie Scholl wird mit 21 Jahren als Widerstandskämpferin hingerichtet.

Das NS-Regime ging mit den Todesurteilen des Volksgerichtshofs gegen die Mitglieder der "Weißen Rose", "die defätistisch Deutschlands Niederlage voraussagen", vor: "Wenn solches Handeln anders als mit dem Tode bestraft würde, wäre der Anfang einer Entwicklungskette gebildet, deren Ende einst: 1918 war. Der Volksgerichtshof weiß sich darin mit unseren Soldaten einig! Durch ihren Verrat an unserem Volk haben die Angeklagten ihre Bürgerehre für immer verwirkt."

Hitler hatte den diktatorischen Einparteienstaat errichtet, in dem die Rechtsstaatlichkeit und der föderative Aufbau des Reiches aufgelöst sowie die Parteien und die Gewerkschaften vernichtet worden waren. Aufgrund des Totalitätsanspruchs des Regimes und der Einengung der persönlichen Freiheitsrechte wurde individuelles abweichendes Verhalten rigoros verfolgt.

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Widerstand: Klebezettel der Arbeiterbewegung (1938).

In der Diktatur des Dritten Reiches entstand ein fließender Übergang der Resistenz von privaten verbotenen Handlungen bzw. Nonkonformismus über oppositionelle Ansichten und Formen der Verweigerung sowie über den passiven und aktiven Widerstand bis zur geplanten und versuchten Verschwörung zum Sturze Hitlers. Daher darf 'der deutsche Widerstand' zum einen nicht als einheitliche Bewegung verstanden werden. Zum anderen gab es neben den bekannten Widerstandsgruppen - so die "Weiße Rose" und die Offiziere des Attentats vom 20. Juli 1944 um Stauffenberg - auch zahlreiche weitere, wenn auch unterschiedlich bedeutsame Widerstandskreise, die sich gegen das Regime Hitlers wehrten und engagierten.

Die nachfolgende Chronik gibt einen knappen Überblick über den Widerstand gegen das NS-Regime.

  1. Widerstand
  2. Chronik des Widerstandes gegen das nationalsozialistische Regime

Bibliografie:

  • Wolfgang Benz, Walter H. Pehle (Hrsg.): Lexikon des deutschen Widerstandes, Frankfurt a.M. Taschenbuchausgabe 2001
  • Annette E. Dumbach, Jud Neuborn: Die Geschichte der Weißen Rose, Freiburg 2002
  • Stefan Roloff, Mario Vigl: Die Rote Kapelle, Berlin 2002
  • Ger van Roon: Widerstand im Dritten Reich, München 1998
  • Hans-Ulrich Thamer: Der deutsche Widerstand. In: Deutsche Geschichte, hrsg. von Heinrich Pleticha, Bd. 11: Republik und Diktatur 1918-1945, Gütersloh 1998
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