Total votes: 47
  • Send to friend
  • Diese Seite drucken
THEMEN

Zebras - Pferde in Nadelstreifen

Lexikon: Bergzebras

Das Bergzebra (wissenschaftlicher Name: Equus zebra) ist die kleinste Zebraart und existiert in zwei Unterarten, dem Kap-Bergzebra in Südafrika und dem Hartmann-Bergzebra in Namibia und Südangola.

Merkmale: Bergzebras werden nur 2,20 m lang und erreichen eine Widerristhöhe von 1,20-1,30 m bei einem Gewicht von 260-370 kg. Ihre Proportionen sind eselartig. Der kurze, plumpe Kopf trägt lange, spitze Ohren. Abweichend von anderen Zebraarten befindet sich am Hals eine kleine Wamme, ein nach unten hängender Hautlappen. Hals und Rumpf tragen zahlreiche schmale schwarze Streifen, die quer zur Längsachse verlaufen. Der Bauch ist ungestreift. Auf der Kruppe reicht die Querstreifung bis zur Schwanzwurzel. Über die Keulen verläuft eine auffallende Grenze zur anders gerichteten Beinstreifung. Die Beine sind bis zu den Hufen hinab quer geringelt.

Bild
Obgleich Zebras keine mimischen Gesichtsmuskeln besitzen, wirken die Streifen im Gesicht je nach Stellung des Kopfes und der Mundöffnung unterschiedlich.

Die Hufe sind äußerst hart. Ihre Form ist ähnlich wie bei Eseln eng und hoch. Die Hufe sind dem Leben auf steinigem Untergrund angepasst.

Lebensraum: Bergzebras leben in trockenem, steinigem Berg- und Hügelland. Selbst an schroffen Hängen halten sie sich auf. In Südwestafrika dringen die Hartmann-Bergzebras in die Wüste der Küstenregion vor, wenn nach Regenfällen ein spärlicher Pflanzenwuchs sprießt.

Lebensweise: Bergzebras bilden kleine Rudel, die selten mehr als 12 Tiere umfassen. An Wasserstellen kann es natürlich zu größeren Ansammlungen kommen. Die Trupps bestehen aus Stuten, Fohlen und einem sich meist etwas abseits haltenden Hengst. Überzählige Hengste leben in Hengstgruppen.

Bild
Der Schwanz des Zebras ist eselartig und gegen das Ende hin lang bequastet und behaart.

Die einzelnen Tiere eines Rudels halten untereinander verhältnismäßig große Abstände. Ein Tier der Herde nimmt auf einem erhöhten Punkt einen Wachtposten ein und warnt seine Artgenossen bei einer herannahenden Gefahr. Auf der Flucht bewegen sich Bergzebras sehr sicher in steilem Gelände. Bergzebras sind ortstreu, doch wandern sie große Strecken auf der Suche nach Wasser. In ihren trockenen Biotopen können sie mehrere Tage lang ohne Wasseraufnahme aushalten.

Ihre Hauptaktivität entfalten sie in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden. Während der größten Tageshitze ruhen sie im spärlichen Schatten eines Dornbusches.

Die Stimme der Bergzebras wird als tonloses, schnaubendes Wiehern beschrieben. Der Stimmfühlungslaut zwischen Stute und Fohlen ähnelt dem Wiehern des Hauspferdes.

Fortpflanzung: Das Paarungsverhalten gleicht weitgehend dem der Steppenzebras. Nur während der ein bis zwei Tage dauernden so genannten Hochrosse ist die Stute paarungsbereit. Nach einer Tragzeit von 345-375 Tagen wird das Fohlen geboren. Es kann der Mutter schon am ersten Lebenstag folgen.

Feinde: Außer dem Menschen, der den Zebras rücksichtslos nachgestellt hat, sind Löwen die wichtigsten Feinde der Bergzebras.

Gefährdung: Bergzebras sind in ihrem Bestand äußerst gefährdet. Von den Kap-Bergzebras gibt es keine tausend Tiere mehr, von den Hartmann-Bergzebras nur noch wenige Tausend.

  1. Lexikon: Zebras
  2. Lexikon: Steppenzebra
  3. Lexikon: Bergzebras
  4. Lexikon: Grevy-Zebra
  5. Warum tragen Zebras Streifen?
  6. Steckbrief: Zebras
Total votes: 47
  • Send to friend
  • Diese Seite drucken

Post new comment


0 Kommentare

Filtered HTML

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <blockquote> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
This question is for testing whether you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.