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Trends in Schnitt und Farbe

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© Schwarzkopf & Henkel
SCHWARZKOPF & HENKEL
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© Mattel Toys MATTEL GmbH, Dreieich
MATTEL TOYS MATTEL GMBH, DREIEICH
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Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh

Einen einheitlichen Trend gibt es glücklicherweise nicht - so lassen sich die Stilrichtungen praktisch an jeden (Haar-) Typ anpassen.

Vorherrschend zipfelig

© Schwarzkopf & Henkel

Ganz stark sind wieder Ponys, sowohl exakt gerade geschnitten als auch fransig und extralang. Überhaupt Fransen - sie kommen bei Boys wie Girls groß raus. Meg Ryan, plötzlich überschulterlang, macht's vor. Vorteil: Ob frisiert oder nicht, keiner sieht den Unterschied. Ein weiterer Vorteil: Dünnes Haar macht den Trend gut mit. Auch bei den asymmetrischen Schnitten, den Favoriten der Friseure, ist glattes Haar die beste Voraussetzung. Verwegene Linien durchziehen das halblange Haar. Ständig einen "Vorhang" vor Augen zu haben, ist aber vielleicht nicht jedermanns Sache. Schön glänzend wirkt glattes Haar bei den neuen wie gelackt aussehenden Bubiköpfen, die auch einmal schräg enden dürfen. Pagenköpfe und Bobs werden auf Volumen gestylt und mit (ungleichmäßigem) Seitenscheitel oder Pony komplementiert.

Ist langes Haar out?

© Mattel Toys MATTEL GmbH, Dreieich

Kurzhaar gibt den Ton an, aber auch das "Big Hair" Hollywoods ist nach wie vor im Trend: für alle, die sich's leisten können. Statt Krisellocken trägt man jetzt bevorzugt stirnfreie und zurückgekämmte Glamour-Wellen à la Nicole Kidman oder Katja Flint, das wirkt beherrscht, elegant und damenhaft. Der Gegentrend ist wild: wie zufällig zusammengestecktes Langhaar mit witzigen Accessoires.

Wer gerne wie ein Star aussehen möchte, aber keine Geduld hat, das natürliche Haarwachstum abzuwarten, sollte eine Haarverlängerung in Betracht ziehen. Die "Extensions" sind groß im Kommen, seit sich VIPs wie Nina Ruge offen zu dieser Behandlung bekennen. Dafür wird in Asien eingekauftes Haar etwas ausgedünnt und "europäisch" eingefärbt. Mit einem speziellen Verfahren wird es so eng mit dem Eigenhaar verbunden, dass es problemlos gewaschen und gestylt werden kann und ganz natürlich aussieht. Leider hält die Pracht nur ein halbes Jahr, wodurch die aufwändige Prozedur zu einem sehr teuren Vergnügen wird.

Einfacher wären da Perücken, die bei uns, im Gegensatz zu den USA, wo sich Promis wie Cher als Perückenfans outen, immer noch mit einer Art Tabu belegt sind. Vielleicht ändert sich ja auch das eines Tages wieder...

Leuchtende Farben

Wichtig bei allen Trends: Das Haar ist in Bewegung und wirkt lebendig. Das unterstreichen die modischen Haarfarben, die ganz nach Wunsch entweder glanzvolle Reflexe oder starke Kontraste in die Ausgangsfarbe bringen. In längeres Haar kommt durch eine oder zwei abweichende Farben ein neuer Verlauf, zusätzlich akzentuiert durch einen asymmetrischen Schnitt. Strähnchen in Nuancen der Naturfarbe suggerieren optisch bei feinem Haar mehr Volumen.

Besonders wichtig ist Farbe zum Aufpeppen der hochaktuellen Bobs, Pagen- und Pilzköpfe. Dabei sind Blond und Rot Trumpf - feuriges Rot ist aber auch bei Lockenfrisuren der Hit. Denken Sie daran, dass es Blond- und Rottöne in "kalten" und "warmen" Nuancen gibt, und versuchen Sie, die richtige für Ihren Teint zu finden - am besten mit Hilfe eines Friseurs. Denn nicht immer sieht bei Ihnen das gut aus, was auf einem Zeitschriftenfoto super kommt.
Auch für die Dunkelhaarigen gibt es Trost: Wer ganz schwarzes Haar hat, sieht "pur" meist am allerbesten aus. Leichte, blaustichige Farbreflexe können aber hier ebenfalls zusätzlich Pfiff und Glanz geben.

Und die Männer?

Bei den Männern gibt es zwei Haupttrends: glatt und fransig oder Volumen am Oberkopf. Letzteres erzielt man entweder durch kräftiges Gelen bis hin zur Elvis-Schmalztolle oder durch freches "Aufwuscheln" der gleich kurzen Haare über der Stirn (hier kommt Schaumfestiger zum Einsatz). Eine Naturwelle oder ein Wirbel über der Stirn sind hier eine echte Hilfe. Seiten und Nacken werden in jedem Fall kurz, glatt und schmal gehalten - gut für alle Jungs mit hübschen Ohren!

Männer mit glattem Haar können sich wie die Damen über die aktuellen Fransenschnitte freuen. Die Variationen reichen bis hin zum Langhaar und verdecken auch weniger attraktive Ohrmuscheln. Meist hört der Schnitt jedoch knapp über dem Kragen auf und ist vorne locker-fransig oder hat langen Pony, der durch einen Außendreh auf Ohrlänge ergänzt. Und spätestens hier wird das Hantieren mit Festiger oder Gel für den modernen Mann ein Muss.

Gesa Gunturu
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