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wissen.de Artikel

Umzug in die USA

Was es zu beachten gilt.

Wer nach Amerika übersiedeln will, sieht sich mit dem Alltag in einem fremden Land konfrontiert. Ganz gleich, wie oft man schon im Urlaub oder zu beruflichen Terminen in den USA war – dort langfristig zu leben und zu arbeiten ist etwas ganz anderes.

Amerika – ein Land mit vielen Kulturen

Amerika scheint heutzutage immer und überall zu sein. Ob durch Literatur, durch Hollywoodproduktionen in Kino und TV oder durch die täglichen Nachrichten auf wirtschaftlichem oder weltpolitischem Sektor, man kommt kaum umhin, sich in irgendeiner Form ein Bild von den Vereinigten Staaten und ihren Bewohnern zu machen. Dabei gilt es jedoch stets zu berücksichtigen, dass die amerikanische Gesellschaft enorm vielfältig ist und sich nicht auf einige Klischees und Stereotypen reduzieren lässt. Jede Region der USA hat ihre Eigenheiten und die Mentalität und Lebensweise der Bewohner an Ost- und Westküste, in den Nord- und Südstaaten oder in ländlichen und städtischen Gebieten unterscheiden sich deutlich. Außerdem geben die zahlreichen Immigranten aus allen Ländern und Kulturen der Welt dem American Way of Life seine spezielle Ausprägung.

Ankunft

Endlich sind Sie auf amerikanischem Boden. Aber haben Sie auch alle Einreise- und Arbeitsbestimmungen erfüllt? Sonst schickt man Sie gleich bei der Ankunft wieder zurück.

Einreise

Ohne gültigen Reisepass können Sie nicht in die USA einreisen. Wenn Sie vorhaben, in den Vereinigten Staaten zu arbeiten, benötigen Sie ein entsprechendes Arbeitsvisum. Machen Sie sich rechtzeitig vor Ihrer Abreise mit den Einreise- und Visumsbestimmungen vertraut.

Nach den Anschlägen des 11. September 2001 wurden die Sicherheitsmaßnahmen in den gesamten Vereinigten Staaten drastisch verschärft. Vor allem an Flughäfen, Bahnhöfen und öffentlichen Gebäuden sind erhöhte Sicherheitsstufen in Kraft. Reisende sollten sich bei Sicherheitskontrollen, selbst wenn sie im Einzelfall übertrieben wirken mögen, stets korrekt verhalten und unbedingt jegliche Diskussion mit dem nicht immer uniformierten Sicherheitspersonal vermeiden.

Anmeldung

In den USA müssen Sie sich nicht bei einem Einwohnermeldeamt anmelden, da es keines gibt. Adressänderungen werden nur auf der "Driver's License" und der "Social Security Card" vermerkt.

Formalitäten, Normen und Standards

Um in den USA leichter zurechtzukommen ist es hilfreich, die unterschiedlichen Formalitäten zu kennen sowie die fremden Maßeinheiten umrechnen zu können.

Elektrizität

Das Stromnetz in den USA arbeitet mit einer Spannung von 110/120 Volt AC, 60 Hz. Wer in Deutschland gekaufte Geräte einsetzen will, sollte darauf achten, dass diese auf die geringere Spannung umgeschaltet werden können. Die meisten Handy-Ladegeräte, Notebooks und auch Föhns sind umschaltbar. Zusätzlich benötigen Sie einen Adapter für die amerikanischen Steckdosen. Sie sollten diesen Adapter schon in Deutschland besorgen, denn es ist gut möglich, dass Sie in den USA nur Adapter für den umgekehrten Fall erhalten.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die meisten städtischen Regionen in den Vereinigten Staaten verfügen über ein Schienennetz, das den Stadtkern und die umliegenden Vororte anfährt, wie z.B. die "T" in Boston, die "MUNI" in San Francisco, die "BART" in der gesamten Bay Area und die "Metrorail" in Miami. Einige Städte und Vororte verfügen zudem über ein Busnetz, das sich an das Schienennetz anschließt. In den meisten Städten wird Ihnen ein "Transfer" ausgestellt, das Sie zum Wechsel von Bahn zu Bus berechtigt. Die Qualität der öffentlichen Verkehrsmittel ist von Stadt zu Stadt verschieden und weist teilweise erhebliche Unterschiede auf. So ist das öffentliche Straßenbahn- und Busnetz in New York sehr gut ausgebaut, während in Los Angeles ein Leben ohne Auto nahezu unmöglich ist.

"Amtrak" ist die einzige Bahngesellschaft, deren Züge in alle Teile der USA fahren. Sie können Fahrscheine am Bahnhof kaufen oder per Telefon bestellen (1-800-USA-RAIL). Eine Alternative zur Bahn sind die großen Busunternehmen wie "Greyhound" oder "Peter Pan", die Überlandverbindungen zu zahlreichen Orten in den USA anbieten; Informationen dazu bei Greyhound unter 1-800-231-2222, bei Peter Pan unter 1-800-237-8747.

Fernsehen

Fast überall in den Vereinigten Staaten ist Kabelfernsehen erhältlich. Mit einem Kabelanschluss haben Sie nicht nur einen besseren Empfang, sondern auch Zugriff auf deutlich mehr Programme. Fragen Sie Ihren Vermieter, ob Ihr Gebäude verkabelt ist. Rufen Sie dann einfach die Kabelfernsehgesellschaft an und verlangen Sie einen Anschluss. Eine GEZ-Gebühr wie in Deutschland gibt es in den USA nicht. Kostenlos ist das Kabelfernsehen jedoch nicht. Je nachdem, wie viele und welche Programme empfangen werden sollen, wird eine Gebühr errechnet. Die gewünschten Programme werden dann mit einer "Kabelbox" freigeschaltet.

Satellitenfernsehen ist in den Vereinigten Staaten ebenfalls weit verbreitet. Via Satellit können Sie bis zu 500 verschiedene Kanäle empfangen. Es gibt zahlreiche Anbieter und ein Vergleich lohnt sich. Einige Anbieter installieren die Satellitenschüssel kostenlos und stellen mehrere Receiver ohne Aufpreis zur Verfügung.

Digitales Fernsehen wird in den USA momentan getestet und bringt Ihnen mehr als 800 Kanäle ins Haus, allerdings steht dieses System noch nicht flächendeckend zu Verfügung.

Uhrzeit und Datum

A.M. und P.M.
Die Uhrzeit wird in den Vereinigten Staaten selten mit Ziffern angezeigt, die über die zwölf hinaus gehen. Stattdessen spricht man zum Beispiel von zehn Uhr morgens und zehn Uhr abends. Die beiden Kürzel a.m. und p.m. zeigen an, ob es sich bei der angezeigten Uhrzeit um den Morgen oder Nachmittag/Abend handelt. AM ("Ante Meridiem") bedeutet vormittags und PM ("Post Meridiem") nachmittags bzw. abends.

Datum
Die amerikanische Datumsschreibweise führt immer wieder zu Verwirrung, denn in den USA wird der Monat dem Tag vorangestellt. Folglich ist 11-03-2001 der 3. November 2001 und nicht der 11. März.

Maße und Gewichte

Längenmaße:

1 inch2,54 cm
1 foot12 inch oder 30,48 cm
1 yard3 feet (foot) oder 91,44 cm
1 mile1,6093 km

Flächenmaße:

1 acre4046,9 qm oder 0,4047 ha

Flüssigkeiten:

1 gallon3,7853 Liter
1 pint0,4732 Liter

Gewichte:

1 ounce28,3495 Gramm
1 pound16 ounces oder 453,592 Gramm

Temperatur: Fahrenheit vs. Celsius

Um exakt von Fahrenheit in Celsius umzurechnen, ziehen Sie 32 vom Fahrenheitwert ab und multiplizieren das Ergebnis mit 5/9.

Beispiel:
90 - 32 = 58
58 x 5/9 = 32,2
90°F = 32,2°C

Wenn Ihnen das zu kompliziert ist, können Sie sich folgende Faustformel zur Hilfe nehmen:
Ziehen Sie 30 von dem Fahrenheitwert ab und halbieren Sie das Ergebnis.

Beispiel:
90°- 30 = 60
60 : 2 = 30

Nach der Faustformel erhalten Sie also den Näherungswert 30° Celsius.

Telefon, Internet, Post

Telefon

Telefonnummern
Jede amerikanische Rufnummer verfügt über eine dreistellige Vorwahl und eine siebenstellige Nummer. Wenn die Rufnummer 212-555-0069 lautet, dann ist 212 die Vorwahl und 555-0069 die Nummer. Bei Ortsgesprächen wird die Vorwahl weggelassen und nur die siebenstellige Nummer gewählt. Bei Ferngesprächen wählt man die 1 vor der 3-stelligen Vorwahl und der siebenstelligen Durchwahl.

Viele Geschäftsanschlüsse verfügen über kostenfreie Telefonnummern, die so genannten "Toll-free Numbers". Diese beginnen mit 1-800 oder 1-888. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie in der "Telefonnummer" Buchstaben anstelle von Zahlen finden. Diese Variante wird besonders gerne von Unternehmen gewählt; zum Beispiel 415-CALL-BNP. Wählen Sie dann einfach die Buchstaben auf der Telefontastatur. In unserem Beispiel wäre das: 415-2255-267.

Telefonanschluss
Nachdem Sie Ihren Telefonapparat gekauft haben, müssen Sie nur noch Ihren Telefonanschluss von der Telefonfirma freischalten lassen. Rufen Sie einfach bei der örtlichen Telefongesellschaft an und Ihr Anschluss wird ohne großen Aufwand eingerichtet. Die beiden großen amerikanischen Telefonfirmen sind Pacific Bell und Atlantic Bell.

Beide berechnen Ihnen eine Anschlussgebühr und eventuell eine Sicherheitsgebühr, um sicherzustellen, dass die Telefonrechnung auch bezahlt wird.

Ihre Telefonrechnung erhalten Sie monatlich. Für Ortsgespräche wird üblicherweise eine Pauschalgebühr berechnet, die von Wohnort zu Wohnort und von Angebot zu Angebot variieren kann. Ferngespräche und internationale Gespräche werden separat aufgelistet.

"Special Features"
Wenn Sie Ihren Anschluss anmelden, können Sie unter einer Vielzahl von "Special Features" wählen, die Sie gegen einen Aufpreis mit Ihrem Anschluss erhalten. "Answer Call", zum Beispiel, funktioniert wie ein Anrufbeantworter, das heißt es nimmt Ihre Anrufe entgegen, wenn Sie nicht zu Hause sind und zeichnet eine Nachricht auf, die Sie abhören können. Mit "Call Waiting" können Sie einen zweiten Anruf entgegennehmen, während Sie bereits mit jemanden sprechen. Der erste Anrufer kommt dann in eine Warteschleife.

Telefonbuch, Gelbe Seiten & Co
Jeder Haushalt erhält kostenlos das Telefonverzeichnis, das in drei verschiedene Bereiche unterteilt ist:

  • Die "White Pages" sind das Rufnummernverzeichnis, das wie in Deutschland alphabetisch alle Anschlüsse der Region auflistet.
  • Die "Yellow Pages" befinden sich im Anschluss daran oder werden in großen Städten als Extrabuch ausgeliefert. Hier finden Sie alle Informationen, die Sie auch von den deutschen Gelben Seiten gewohnt sind.
  • In Großstädten befinden sich im Telefonverzeichnis zusätzlich die "Blue Pages", die Stadt- und Staatsverwaltungen, Ämter und Behörden auflisten.

Auskunft und Notruf
Wenn Sie eine Telefonnummer im Telefonverzeichnis nicht finden können, rufen Sie den "Operator" unter der Nummer "411" an. Dort wird Ihnen bei Rufnummern innerhalb Ihres Bundesstaates und landesweit weiter geholfen. Andere Auskunftsnummer: 1-800-555-1212.

Die Notrufnummern können Sie den vorderen Seiten des Telefonverzeichnisses entnehmen. Wenn Sie die Feuerwehr, den Notarzt oder die Polizei benötigen, reicht es in den meisten Bundesländern jedoch aus, die allgemeine Notrufnummer "911" zu wählen. Wenn Sie die Nummer gewählt haben, hilft Ihnen der Operator weiter.

Ferngespräche
Ferngespräche oder "Long Distance Calls" sind ein großer Markt in den USA, der von verschiedenen Anbietern entsprechend hart umkämpft ist. Vergleichen Sie verschiedene Angebote und suchen Sie sich den Service aus, der Ihren Ansprüchen am ehesten entspricht. Wenn Sie Ferngespräche über die lokale Telefonfirma machen, kann Sie das oft sehr viel teurer zu stehen kommen als mit einem der zahlreichen privaten Anbietern.

Internationale Ferngespräche
Auch bei den internationalen Ferngesprächen haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern, deren Preise teilweise stark variieren. Hier lohnt sich ein Preisvergleich. Sowohl für nationale als auch für internationale Gespräche können Telefonkarten, die Sie in Supermärkten und Tankstellen erwerben können, ein günstige Alternative darstellen. Die so genannten "Prepaid Phone Cards" oder "Calling Cards" haben oft sehr preiswerte Tarife.

Bei Telefonaten von den USA in das Ausland wird immer eine 011 vorgewählt, gefolgt von der Landesvorwahl (49 für Deutschland, 43 für Österreich, 41 für die Schweiz), der Ortsvorwahl ohne Null und der Rufnummer.

Beispiel: 011 - Landesvorwahl (z.B. 49 für Deutschland) - Ortsvorwahl (ohne Null, für München also die 89 anstatt der 089) - Rufnummer.

Öffentliche Fernsprecher
Gespräche von Telefonzellen aus funktionieren wie bei uns: Hörer abnehmen, Geld einwerfen und Rufnummer wählen. Mit Ausnahme von gebührenfreien 1-800-Nummern müssen alle Ferngespräche mit Münzgeld oder einer "Pre-paid Calling Card" bezahlt werden. Es gibt außerdem noch die Möglichkeit eines "Collect Call", bei dem die angerufene Person vom "Operator" gefragt wird, ob sie die Kosten des Gesprächs übernimmt. In einigen Staaten gibt es auch die Möglichkeit, sein Gespräch mit der Kreditkarte zu bezahlen. Wählen Sie einfach die "0" und fragen Sie den "Operator".

Handy
Der Begriff "Handy" ist eine deutsche Erfindung und in den Vereinigten Staaten unbekannt. In den USA wird das Handy mit "Cell Phone" oder "Mobile Phone" bezeichnet.

Internet

Ins Internet kommen Sie in den Vereinigten Staaten einfacher und billiger als bei uns. Erstens, weil es viel mehr Anbieter gibt, und zweitens, weil diese Anbieter stark miteinander konkurrieren. Gleichgültig ob Sie Kunde bei einem nationalen Großanbieter wie AOL oder Earthlink werden oder aber bei einem kleineren lokalen Anbieter - eine minutengenaue Abrechnung ist in den USA unbekannt, da alle großen Anbieter eine Flatrate anbieten. Die Preise variieren zwischen 6,95 $ und 21,95 $ pro Monat. 

Viele Anbieter locken ihre Kunden mit bis zu 1000 Freistunden zur Probe, Installation und mehrere kostenlose E-Mail-Accounts sind meist selbstverständlich.

Post

Jede Stadt in den USA hat eine Hauptpoststelle, größere Städte verfügen über "full-service"-Filialen, die sich teilweise auch in Filialen von Lebensmittelketten, Universitäten und Drugstores befinden.

Suchen Sie nach Ihrem Einzug das nächste Postamt auf und verlangen Sie eine "Change of Address Card", damit die Post Ihnen zukünftig Ihre Sendungen zustellt.

Wenn Sie einen Brief, ein Paket oder ein Päckchen verschicken möchten, gibt es verschiedene Versandmöglichkeiten:

  • Mit "First Class Mail" kommen Ihre Briefe innerhalb von 2 bis 3 Tagen an und nicht wie in Deutschland einen Tag später. Dies ist die am häufigsten verwendete Art, Post zu verschicken. Mit "Fourth Class" oder "Parcel Post" werden Päckchen verschickt, die ein Pfund oder mehr wiegen, mit der "Book Rate" können Sie Bücher und Magazine günstiger verschicken und mit "Express Mail" über Nacht.
  • Für Post, die über lange Strecken innerhalb der USA oder ins Ausland verschickt wird, wird meist die Variante "Air Mail" verwendet. Briefe und Postkarten können auch über die "Surface Mail" verschickt werden, brauchen aber erheblich länger.
  • Wenn Sie Päckchen oder Pakete ins Ausland schicken möchten, müssen Sie auf dem Postamt eine Zollbescheinigung ausfüllen, die Sie vom Postangestellten erhalten. Darin müssen Sie alle Gegenstände aufzählen und deren ungefähren Wert beziffern. Wenn Ihr Päckchen weniger als 2 Pfund (ca. 0,9 Kilo) wiegt, erkundigen Sie sich am Schalter nach günstigeren Konditionen für "Small Packages".
  • Porto und Paketbeförderungsgebühren ändern sich öfter; einen Porto-Kalkulator finden Sie auf der Webseite der US-Post.
  • Viele private Unternehmen bieten normale und Expressversanddienste an, mit einer Vielzahl von verschiedenen Versandmöglichkeiten. Ein Preisvergleich lohnt sich auch hier, denn oft sind Versandunternehmen wie UPS oder FedEx günstiger als die staatliche Post.

Einkaufen

Das Einkaufen ist eine der Hauptfreizeitaktivitäten der Amerikaner. Sogar kleine Städte verfügen über mindestens eine "Shopping Mall", die mehrere Einzelgeschäfte, Friseure, Restaurants und oft auch Kinos beherbergt. Die Ladenöffnungszeiten sind in der Regel von 9.00 oder 10.00 Uhr bis 21.00 Uhr, können aber von Region zu Region variieren. Es kann gut sein, dass in einigen Orten die Läden schon um 17.00 oder 18.00 Uhr schließen, während andernorts 24 Stunden und sogar Sonntags geöffnet ist.

Einkaufen in einem fremden Land ist immer eine Erfahrung. In den USA beeindruckt zunächst die immense Produktvielfalt. Die meisten hiesigen Produkte werden Sie auch in den USA erhalten, meist aber in einer anderen Verpackung und unter einem andern Namen; "Cola Light" zum Beispiel heißt in den USA "Diet Coke". Sie werden schnell feststellen, dass der Service-Gedanke in den Vereinigten Staaten sehr groß geschrieben wird. In den Geschäften werden Sie stets zuvorkommend behandelt, wobei Sie die Freundlichkeit der Verkäufer anfangs überraschen kann.

Supermärkte, auch "Grocery Stores" genannt, bieten alle Lebensmittel und die notwendigsten Haushaltsprodukte an, oft zu günstigeren Preisen als kleinere, unabhängige Geschäfte.

Drogerien, so genannte "Pharmacies" oder "Drug Stores", bieten außer Arznei und anderen medizinischen Produkten meist auch Kosmetika und Schreibwaren zum Kauf an.

Kaufhäuser oder "Department Stores" haben viele verschiedene Abteilungen, die von Kleidung, Schuhen und Schmuck über Sportartikel bis hin zu Elektrogeräten und Haushaltswaren alles anbieten. In sogenannten "Bargain Basements", den Discount-Abteilungen der großen Kaufhäuser, oder in separaten "Discount Stores" erhalten Sie viele dieser Produkte für deutlich weniger Geld.

Ganz wichtig beim Einkaufen in den USA ist die "Sales Tax", die Mehrwertsteuer. Diese ist auf den Preisauszeichnungen nicht enthalten und wird erst an der Kasse zum Warenpreis addiert. Für Sie als Kunde bedeutet das, die Steuer selbst dazuzurechnen, um an der Kasse nicht mit zu wenig Geld dazustehen. Die Sales Tax variiert von Bundesstaat zu Bundesstaat und liegt meist zwischen 7,5 und 8,5 Prozent.

In den meisten amerikanischen Geschäften ist es üblich, dass Ihre gekauften Waren für Sie von einer Aushilfe in Papier- oder Plastiktüten gepackt werden. Einige Shops offerieren sogar einen "Take Home Service", der Ihre Waren an der Haustür abliefert - gegen einen kleinen Aufpreis natürlich.

Kinder

Die Integration von Kindern in eine fremde Kultur kann oft schwierig und problematisch sein. Sie leiden häufig an Heimweh, vermissen ihre Freunde und Schulkameraden und verhalten sich ihren Eltern gegenüber verstockt und bockig. Daher ist es wichtig, Kindern schnell die Möglichkeit zu neuen Kontakten zu bieten und sie mit interessanten Aktivitäten abzulenken. Eine gute Betreuung spielt dabei für alle Altersgruppen eine wichtige Rolle. Viele Kinder kommen schnell sehr viel besser in einer fremden Welt zurecht als ihre Eltern, vorausgesetzt, sie fühlen sich wohl.

Babysitter

Der beste Weg, einen verlässlichen Babysitter zu finden, ist über die Empfehlung eines Bekannten. Fragen Sie Ihre Nachbarn oder Arbeitskollegen. Wenn Ihnen diese Möglichkeit nicht offen steht, schauen Sie im Stellenteil der Lokalzeitung nach entsprechenden Anzeigen. Wenn Sie dort auch nicht fündig werden, finden Sie in den "Yellow Pages" mit Sicherheit eine professionelle Agentur, die Ihnen einen Babysitter oder ein Au-Pair vermittelt.

Wenn Ihnen eine Person vermittelt wird, fragen Sie nach mindestens drei Referenzen, die Sie anrufen können. Wenn Sie sich dort erkundigen, sind folgende Fragen eine Hilfe: Wie lange arbeitete der Babysitter für Sie? Wie waren Sie mit ihr/ihm zufrieden? Was sind ihre/seine Stärken und Schwächen?

Kindergarten

Kleinkinder jeden Alters können tagsüber auch in ein "Day Care Center" gebracht werden. Suchen Sie in den "Yellow Pages" unter den Stichworten "Day Care", "Nursery" oder "Child Care".

Dem deutschen Kindergarten entspricht am ehesten die amerikanische "Preschool" oder "Nursery School". Ganz- oder halbtags können Kinder dort in Obhut gegeben werden, wenn sie über 2 Jahre alt sind. Bemühen Sie sich frühzeitig um einen Platz, denn einige "Nursery Schools" haben Wartelisten von mehr als einem Jahr. Vereinbaren Sie dann einen Termin und besuchen Sie den Kindergarten. Zur Anmeldung müssen Sie ein Formular ausfüllen, das Sie zusammen mit der Anmeldegebühr per Post zuschicken können.

Schule

Die öffentlichen Schulen in den USA stehen allen Kindern offen. Der Besuch ist kostenlos. Eine Unterscheidung in Gymnasium, Real- und Hauptschule gibt es in den USA nicht. Amerikaner wollen allen Kindern den selben Zugang zur Bildung ermöglichen, und das von der ersten bis zur zwölften Klasse. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, denn viele Schüler stammen aus Familien, in denen die Muttersprache nicht Englisch ist, oder denen die Bedeutung einer vernünftigen Schulbildung für den späteren Karriereverlauf der Kinder nicht bewusst ist. Die Qualität der öffentlichen Schulen ist generell schlechter als die der zahlreichen Privatschulen. Aber auch untereinander unterscheiden sich die öffentlichen Schulen qualitativ, da ihr jeweiliges Budget von den Steuereinnahmen der Wohngebiete, in denen sie sich befinden, abhängig ist. Das heißt, dass Schulen in ärmeren Wohngebieten meist erheblich schlechter ausgestattet sind oder weniger Personal beschäftigen als Schulen in wohlhabenderen Gebieten. Viele Schulen bieten außerdem verschiedene Sonderprogramme ("Special Programs") an, um Kinder mit besonderen Talenten und Interessen für Schulen zu interessieren, die auch außerhalb ihres Wohngebietes sein können. Diese Kinder werden dann mit dem Bus zur Schule und wieder zurück gebracht. Da viele Schulen "Special Programs" anbieten, sollten Sie sich genau erkundigen. Machen Sie sich selbst ein Bild von der Schule und erkundigen Sie sich genau nach den angebotenen Programmen und der Reputation, bevor Sie Ihr Kind anmelden.

Die Qualität der vielen "Private Schools" ist in der Regel bei weitem höher. Sie stehen Ihrem Kind allerdings nur gegen eine jährliche Gebühr offen, die zwischen 1.500 und 13.000 Dollar und mehr schwanken kann. In einigen Fällen wird noch eine zusätzliche Verpflegungsgebühr verlangt.

In den Vereinigten Staaten gehen Kinder ab dem 5. oder 6. Lebensjahr zur Schule. Das Schuljahr beginnt Ende August oder Anfang September. Die Unterrichtszeiten sind in jeder Schule verschieden. Unterrichtsbeginn ist zwischen 7.30 und 9.00 Uhr, er endet in der Regel zwischen 14.00 und 15.30 Uhr. Die Kinder gehen nur in Ausnahmefällen zum Mittagessen nach Hause, sie essen ihren "Lunch" meist in der Cafeteria der Schule.

Um Ihr Kind anzumelden, benötigen Sie dessen Pass oder Geburtsurkunde, den Impfpass und einen Nachweis über Ihre momentane Adresse und manchmal auch die Zeugnisse der alten Schule. Privatschulen verlangen zudem häufig auch Empfehlungsschreiben früherer Lehrer.

Auto und Führerschein

In den USA kann man schnell den Eindruck gewinnen, dass das Auto im Mittelpunkt der amerikanischen Gesellschaft steht und jeder Amerikaner mindestens ein Auto besitzt, oft sogar mehr. Sicherlich ist das Auto für viele Amerikaner nicht nur Gebrauchsgegenstand, sondern Hobby oder Statussymbol. In den meisten ländlichen Regionen der USA ist es aber auch absolut notwendig. Vor dem Kauf sollte man sich allerdings über die damit verbundenen Kosten und Vorschriften im Klaren sein.

Führerschein

Um in den USA Auto zu fahren, benötigen Sie einen gültigen Führerschein. Sie können dazu in Deutschland auf dem örtlichen Landratsamt einen internationalen Führerschein beantragen, der Sie in den USA in Verbindung mit Ihrem nationalen Führerschein zum Fahren berechtigt. Wenn Sie jedoch länger in den Vereinigten Staaten bleiben, bietet es sich an, den Führerschein des jeweiligen Bundesstaates zu erwerben, da nach einem Aufenthalt von mehr als einem Jahr selbst der internationale Führerschein nicht mehr anerkannt wird.

Der amerikanische Führerschein heißt "Driver's License", ist scheckkartengroß und aus Plastik. Jeder Bundesstaat hat sein eigenes Design, das im Laufe der Jahre immer wieder wechselt. Für die meisten Amerikaner dient der Führerschein als einziges Identifikationsmittel, denn einen gesonderten Personalausweis gibt es nur für diejenigen, die keinen Führerschein besitzen. Mit dem Führerschein können Amerikaner sogar die Grenzen nach Mexiko und Kanada passieren. Da der Führerschein in den USA als Ausweisdokument gilt, wurden nach den Terroranschlägen vom September 2001 die Voraussetzungen zur Beantragung eines Führerscheins verschärft, um sicherzustellen, dass nur legal im Land befindliche Personen einen Führerschein erwerben.

Im Vergleich zu Deutschland kann der Führerschein relativ unkompliziert und günstig erworben werden. Beim örtlichen "Department of Motor Vehicles" - kurz DMV - oder bei der "Motor Vehicle Administration" (MVA) erhalten Sie Informationen zu Führerschein, KFZ-Registrierung und Anmeldung. Wenn Sie einen Führerschein erwerben wollen, benötigen Sie Ihren Pass mit Ihrem Visum und der "I-94"-Karte, Ihre Sozialversicherungskarte sowie einen Nachweis über Ihre Anschrift, zum Beispiel eine Telefon- oder Stromrechnung. Wenn Sie einen internationalen Führerschein besitzen, müssen Sie in manchen Staaten keinen praktischen Fahrtest mehr ablegen.

Bevor Sie ins Auto oder aufs Motorrad steigen, sollten Sie sich mit der örtlichen Straßenverkehrsordnung vertraut machen, die von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden sein kann. Manchmal können schon Stadtgrenzen einen Unterschied ausmachen. Wer in New York City an einer roten Ampel rechts abbiegt, muss wie in Deutschland mit einem Strafzettel rechnen, nicht aber im angrenzenden Long Island, wo dies nach einem Stop erlaubt ist.

Autokauf

Der Autokauf funktioniert wie in Deutschland; Sie gehen entweder zum Händler oder kaufen von einer Privatperson. Herstellergebundene Händler bieten oft den kompletten Service rund um den Autokauf an, d.h. die Kaufabwicklung, Zulassung des Autos und Garantie - günstigere Angebote, die allerdings mit einer zeitintensiveren Suche und weniger Sicherheiten verbunden sind, finden Sie auf eigene Faust.

Registrierung/Zulassung

Die Autozulassung erfolgt beim DMV, allerdings nur, wenn Sie sich vorher um eine KFZ-Versicherung gekümmert haben. Die Gebühren und Versicherungsbeiträge sind unterschiedlich, abhängig vom Hubraum des Fahrzeugs und Ihrer Versicherungshistorie. Rechnen Sie mit einem Betrag von 40 bis 200 Dollar pro Jahr für das Nummernschild mit Abgasuntersuchung und Steuer. Die Höhe der Versicherungsbeiträge liegt bei circa 800 Dollar pro Halbjahr. Ausländer, die in den Vereinigten Staaten ein Auto versichern wollen, benötigen auf jeden Fall einen amerikanischen Führerschein. Bei den meisten Versicherungen ist dessen Besitz obligatorisch und die Höhe des Versicherungsbeitrages richtet sich nach der Besitzdauer. Wenn Sie ein Auto mit Ihrem ausländischen oder internationalen Führerschein anmelden wollen, wird die Versicherung in der Regel deutlich teurer.

AAA - das Kürzel des amerikanischen Autoclubs - steht für "American Automobile Association", dem Gegenstück zum deutschen ADAC. Allgemein wird das Kürzel übrigens "triple A" ausgesprochen. Informationen erhalten Sie unter 1-800-763-6600.

Auto importieren

Wer mit dem Gedanken spielt, sein Fahrzeug in die Vereinigten Staaten mitzunehmen, sollte sich dringend mit den bestehenden Vorschriften und Einfuhrbedingungen vertraut machen. Meist ist es sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, sein Auto in den USA zu fahren.

Besorgen Sie sich vor Ihrer Einreise in die USA in jedem Fall die Sicherheitsvorschriften der DOT ( Department of Transportation) und die Umweltregularien der EPA (Environmental Protection Agency) auf dem amerikanischen Konsulat.

Versicherungen

Wenn Sie in den USA leben und arbeiten wollen, müssen Sie darauf achten, dass Sie und ihre Familie richtig versichert sind. Obligatorisch ist in den Vereinigten Staaten nur die Sozialversicherung, aber eine Krankenversicherung ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Die Sozialversicherungsnummer

Für Ihren Sozialversicherungsausweis müssen Sie persönlich bei dem Ihnen am nächsten gelegenen "Social Security Office" vorbeischauen. Dort erhalten Sie ein "SS-5"-Antragsformular, das Sie vor Ort ausfüllen. Bringen Sie Ihren Pass mit, Ihre "I-94"-Karte, die Sie bei der Einreise am Flughafen erhalten, Ihre Einreisepapiere und wenn möglich Ihr Visum oder Ihre Green Card. Die Adresse Ihres nächsten "Social Security Office" erfahren Sie telefonisch unter 1-800-772-1213.

Ohne einen Sozialversicherungsausweis können Sie nicht legal in den Vereinigten Staaten arbeiten, denn über Ihre Sozialversicherungsnummer werden Ihre Steuern abgerechnet. Arbeitgeber, Banken und Schulen benutzen die amerikanische Sozialversicherungsnummer, um Ihre Identität zu überprüfen. Wenn Sie sich an einer amerikanischen Universität einschreiben wollen, benötigen Sie einen Sozialversicherungsausweis, selbst wenn Sie keine Arbeitserlaubnis besitzen. Ihr Ausweis verfügt dann über den Hinweis "Not Valid for Employment".

Krankenversicherung

Niemand möchte während eines Auslandsaufenthaltes ernsthaft krank oder gar in einen Unfall verwickelt werden. Leider passieren diese Dinge oft völlig unerwartet und man sollte sich deshalb schon vor der Abreise Gedanken über eine ausreichende Absicherung machen.

Angestellte deutschstämmiger international tätiger Unternehmen sind im Ausland im Normalfall über das Mutterunternehmen krankenversichert. Wenn Sie für ein amerikanisches Unternehmen arbeiten, sollten die entsprechenden "Benefits" im Arbeitsvertrag geregelt sein. Wenn dies nicht der Fall ist, bedeutet es leider nicht, dass Sie automatisch über den Staat versichert sind. In den USA gibt es kein Gesundheits- und Sozialversicherungssystem wie in Deutschland. Die meisten Menschen sind über private Krankenversicherungen versichert.

Wer für die Dauer von bis zu einem Jahr in die Vereinigten Staaten geht, muss sich rechtzeitig um eine Langzeitversicherung kümmern. Mitausreisende Familienmitglieder können sich über Auslandskrankenversicherungen absichern. Leider sind die Leistungen dieser Versicherungen häufig sehr begrenzt - ein Zahnarztbesuch kann oft schon zum Problem werden. Meist wird dafür aber Soforthilfe bei Unfällen zugesichert, sowie die kostenlose Rücküberführung ins Heimatland bei ernsteren Erkrankungen oder Unfällen.

Bei Ausreisenden mit privater Krankenversicherung sind die Leistungen einer Auslandskrankenversicherung unter Umständen schon eingeschlossen.

Gesundheit und Medizinische Versorgung

In den Vereinigten Staaten ist die ärztliche und apparative Versorgung oft besser als europäischer Standard. Hygiene, Medikamentenversorgung und ärztliche Fachkenntnis sind ausgezeichnet. Abhängig davon, wo Sie sich gerade befinden, sollten Sie aber die teilweise großen Entfernungen bis zum nächsten Krankenhaus nicht unterschätzen.

Wenn Sie in den Vereinigten Staaten einen Arzt besuchen wollen, fragen Sie nach einem "Doctor" oder einem "General Practitioner". Eine Liste der örtlichen Arztpraxen finden Sie in den "Yellow Pages".

Verschreibungspflichtige Medikamente erhalten Sie in der Apotheke, der "Pharmacy", die Sie oft auch in Shopping Malls und großen Supermärkten finden. Medikamente für alltägliche Beschwerden wie Hals- und Kopfschmerzen, Schlaftabletten und Erkältungsmittel sind in Drogerien, den "Drug Stores", erhältlich.

Geld und Bank

Das Geldwesen in den Vereinigten unterscheidet sich erheblich vom deutschen. Um schwerwiegende Missverständnisse zu vermeiden, ist es wichtig zu wissen, wie Amerikaner mit Geld umgehen und welche Konten Sie haben sollten.

Der Dollar

Die Landeswährung der USA ist der Dollar, der als Schein in den Größen 1, 2 (sehr selten), 5, 10, 20, 50 und 100 vorkommt. Größe und Farbe der Scheine ist immer dieselbe. Machen Sie sich deshalb mit den Scheinen vertraut, um teure Verwechslungen zu vermeiden.

Amerikaner nennen das Münzgeld meist nicht nach seinem Wert, sondern bei folgenden Namen: 25-Cent-Münzen heißen "Quarter", 10-Cent-Stücke "Dime", 5-Cents "Nickel" und 1-Cent-Münzen "Penny". Es gibt außerdem noch 50-Cent-Münzen und einen Dollar in Münzform, allerdings sind diese eher selten und haben keinen Spitznamen.

Einrichten eines Bankkontos

Eines der ersten Dinge, die Sie nach Ihrer Ankunft in den USA erledigen sollten, ist das Einrichten eines Bankkontos. Banken sind in der Regel von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr geöffnet, einige auch länger. Samstags sind die meisten Banken von 9.00 bis 12.00 Uhr geöffnet. Banken sind Privatunternehmen, doch Service und Angebote variieren stark. Eines haben jedoch alle gemeinsam: Sie freuen sich, wenn jemand Geld bringt. Amerikanische Banken halten das Prozedere für die Kontoeröffnung einfach. Meist haben Sie nach einer Stunde Ihren eigenen "Account". Dazu geben Sie Ihre persönlichen Daten und Ihren Wohnort an und bestätigen diese Angaben entweder mit Ihrer Social Security Number, wenn Sie in die USA immigriert sind, oder mit dem Reisepass. Wenn Ihr aktueller Wohnort im Ausland ist, spielt das für die amerikanische Bank keine Rolle. Sie müssen nur ein Formular unterschreiben, auf dem Sie bestätigen, dass Sie in den USA nicht steuerpflichtig sind.

Checking Account

Dem deutschen Girokonto entspricht am ehesten der "Checking Account", mit dem Sie alle Überweisungen erledigen und den Sie durch (beliebig viele) Schecks belasten können. Auf Ihren "Checking Account" zahlen Sie auch Ihren Lohn oder Ihr Gehalt ein. In vielen amerikanischen Unternehmen wird es nicht überwiesen, sondern per Gehaltsscheck ausbezahlt.

Savings Account

Wenn Sie größere Geldbeträge in die USA mitbringen möchten, empfiehlt sich die Eröffnung eines Sparkontos, eines "Savings Account". Guthaben werden hier zu deutlich besseren Konditionen verzinst. Mit der dazugehörigen Kundenkarte können, genau wie bei einem "Checking Account", Beträge von allen Geldautomaten abgehoben werden. Es bietet sich an, das Sparkonto bei der gleichen Bank zu eröffnen wie den Checking Account: Sie können dann bequem und kostenlos Beträge von einem Konto auf das andere überweisen.

Credit Cards

Kreditkarten sind in den USA sehr weit verbreitet. Banken, Kreditunternehmen, große Verkaufshäuser, Mietwagenfirmen und andere Unternehmen bieten Kreditkarten zu unterschiedlichen Konditionen an. Antragsformulare findet man in allen Filialen und im Internet. Um eine Kreditkarte beantragen zu können, benötigen Sie einen Nachweis über eine regelmäßige Einkommensquelle, wie z.B. Kopien der Gehaltsabrechungen, einen gültigen Ausweis, eine Postadresse und die Bankinformationen (Checking Account).

Amerikaner machen gerne und oft Gebrauch von ihren Kreditkarten und bezahlen damit im Restaurant, an der Tankstelle und im Supermarkt. Auch kleinere Beträge werden mit der Kreditkarte beglichen. Für viele Einkäufe ist der Besitz einer Kreditkarte sogar Voraussetzung, sei es um Ratenzahlungen zu ermöglichen oder auch nur um ein Video auszuleihen. Ohne Kreditkarte hat man im wahrsten Sinne des Wortes schlechte Karten.

Debit Card vs. Credit Card

Bei der "Credit Card" verfügt man über einen Kreditrahmen, der über das tatsächlich vorhandene Guthaben hinaus geht. Mit der "Debit Card" kann man dagegen nur so viel Geld ausgeben, wie sich auch auf dem Konto befindet. Beide Karten können jedoch das Symbol einer Kreditkartengesellschaft tragen, meist Mastercard oder VISA.

Wenn Sie Einkäufe mit der Debit Card tätigen, wird der entsprechende Betrag sofort von Ihrem Konto abgebucht. Bei der Credit Card bekommen Sie am Monatsende eine Aufstellung der getätigten Ausgaben und die dazugehörige Rechnung.

Schecks

Nicht nur das Gehalt wird in den meisten Fällen per Scheck ausbezahlt, auch viele andere Dinge werden auf diese Weise beglichen. Amerikaner bezahlen gerne mit Schecks, sogar die Lebensmittel im Supermarkt. Obwohl immer mehr Amerikaner das Internet zum einfachen Begleichen ihrer Rechnungen entdeckt haben, werden die meisten Rechnungen jeden Monat per Scheck bezahlt. Überweisungen am Geldautomaten sind, wenn überhaupt möglich, eher selten.

Credit History

Ein in Deutschland weitgehend unbekannter Begriff, der in den USA allerdings eine sehr große Rolle spielt, ist die so genannte "Credit History". Ihre Credit History bestimmt Ihre generelle Kreditwürdigkeit. Sie wird über Jahre aufgebaut, und wer keine Credit History hat, bekommt ohne Hinterlegung einer Kaution nicht einmal mehr einen TV-Kabelanschluss. Faktoren, die Ihre Credit History stark beeinflussen, sind das pünktliche Begleichen von Rechnungen und Kreditratenzahlungen.

Geldautomaten

Wie in Deutschland stehen Ihnen Geldautomaten 24 Stunden zur Verfügung. Umgangssprachlich werden Geldautomaten "ATM" genannt, was für "Automatic Telling Machine" steht.

"Money Transfers"

Wenn Sie sich Geld aus dem Ausland schicken lassen, wird beim so genannten "Wire Money" eine Gebühr erhoben, die prozentual nach dem transferierten Betrag berechnet wird.

Steuern

Die Umsatzsteuer bzw. Mehrwertsteuer, die "Sales Tax", wird wie bei uns bei jedem Kauf automatisch an der Kasse mitbeglichen. Sobald Sie berufstätig sind, bezahlen Sie mit jedem monatlichen Gehalt die Einkommensteuer, die "Income Tax". Zum Jahresende wird oft nochmals ein Betrag für die Einkommensteuer verlangt. Sie sollten deshalb alle Einkommensnachweise sorgfältig aufbewahren. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber, ob die Beiträge und Steuern automatisch überwiesen werden oder ob Sie dies selbst in die Hand nehmen müssen.

Alle Informationen zu Ihren Steuern erhalten Sie beim amerikanischen Finanzamt, dem "Internal Revenue Service" oder kurz "IRS", vor Ort oder unter der Telefonnummer 1-800-829-3676. Für Auslandsentsandte und deren Angehörige sind folgende Publikationen des "IRS" besonders interessant: Der Steuerführer für Ausländer (Publikation 519) und die Steuerinformationen für Besucher der USA (Publikation 513).

wissen.de Redaktion
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