In den Fernen Osten überzusiedeln ist eine reizvolle und herausfordernde Aufgabe. Schließlich prallen hier nicht nur unterschiedliche Sprachen aufeinander. Auch unterschiedliche Kulturen, Gesetze und Gebräuche verlangen dem Reisenden ab, sich Zeit zur Eingewöhnung zu nehmen. Zudem existiert in vielen Ländern auch eine andere Infrastruktur. Als Westeuropäer muss man unter Umständen gewisse Abstriche hinnehmen.
China und Japan
Im Folgenden bieten wir Ihnen Informationen zu den wichtigsten Bereichen, über die Sie Bescheid wissen sollten. Die Übersicht konzentriert sich dabei auf die zwei für Übersiedler wohl bedeutendsten asiatischen Länder: China und Japan.
Formalitäten
Wie bei jeder Auslandsreise sollten Sie rechtzeitig an die zu erledigenden Formalitäten denken, da diese oft Monate in Anspruch nehmen können.
Visum
Für den Aufenthalt in den meisten asiatischen Ländern benötigen Sie ein Visum. Genaues erfahren Sie beim Auswärtigen Amt. Bei einigen Ländern können Sie die ersten 30 Tage ohne Visum im Land verbringen. Malaysia beispielsweise erlaubt die Einreise ohne Visum.
China
In China kommen Sie um ein Visum nicht herum. Es gibt jedoch unterschiedliche Arten von Visa: Touristen-Visa (L-Visa), Studenten-Visa (X-Visa) und Arbeits-Visa (Z-Visa). Für ein Touristen-Visum benötigen Sie keine speziellen Belege, mit Ausnahme des (Rück-)Flugtickets. Das Visum ist generell für drei Monate gültig. Doch Vorsicht: Wer innerhalb dieser Zeit Chinas Grenze überschreiten möchte, der sollte sich für ein so genanntes "Re-entry"-Visum bewerben, das unbegrenzte Grenzüberschreitungen ermöglicht.
Studenten brauchen Belege von Universität und Behörde. Arbeitsvisa erfordern eine behördliche Bestätigung und eine Einladung des Arbeitgebers. Die Bearbeitung des Visumsantrages dauert in der Regel fünf Arbeitstage, kann jedoch bei Bedarf auch beschleunigt werden. Dafür werden höhere Gebühren berechnet.
Japan
Als Tourist benötigt man für Japan kein Visum. Sie brauchen lediglich einen gültigen Reisepass und erhalten dann vor Ort ein für drei Monate gültiges Touristenvisum, das bei der regionalen Behörde um weitere drei Monate verlängert werden kann. Anschließend müssen Sie aber wieder ausreisen.
Für längere Aufenthalte oder Arbeitsverhältnisse benötigen Sie ab dem 1. Tag ein Visum. Das Prozedere zum Erhalt eines Arbeitsvisums ist sehr langwierig und abhängig von der Aufenthaltsdauer und dem ausgeübten Beruf. So gelten zum Beispiel verschiedene Voraussetzungen für Ingenieure, Lehrer oder Künstler. Eine genaue Erläuterung der verschiedenen Visa erhalten Sie auf der Webseite des japanischen Außenministeriums in Englisch: www.mofa.go.jp
Ausreisende sollten sich in jedem Fall mit der zuständigen japanischen Auslandsvertretung in Verbindung setzen und die jeweiligen Antragsformulare beantragen. Die Kontaktadresse der für Ihre Region zuständigen Auslandsvertretung/Botschaft finden Sie unter: www.embjapan.de
Die zuständige Auslandsvertretung nimmt Ihren Visumsantrag entgegen, schickt die Unterlagen zur Prüfung nach Japan und erteilt erst dann die Genehmigung zur Ausstellung des Visums.
Eine Alternative bietet der Weg über das "Certificate of Eligibility": Ihr zukünftiger Arbeitgeber kann als Bürge dieses Zertifikats auftreten und es in Japan bei der zuständigen regionalen Einwanderungsbehörde beantragen. Nach Prüfung, Genehmigung und Ausstellung wird das Zertifikat Ihnen dann zugeschickt, und Sie können Ihr Visum direkt bei der japanischen Auslandsvertretung beantragen. Dies spart Ihnen viel Zeit, denn die Bewerbung für ein Visum ohne ein "Certificate of Eligibility" kann unter Umständen Monate dauern.
Egal für welchen Weg Sie sich entscheiden, Ihre zukünftige Firma muss auf jeden Fall als Sponsor auftreten und bestätigen, dass Sie über ein ausreichendes monatliches Einkommen verfügen.
Telefon und Post
Bei Telefongesprächen von Asien nach Deutschland wählt man die internationale Vorwahl 0049, gefolgt von der Vorwahl ohne die erste Null und der Rufnummer.
Die Vorwahlen von Deutschland aus sind:
- China - 0086
- Japan - 0081
China
Beim Telefonieren in China gilt teilweise der Selbstwählferndienst. Das Telefonnetz ist jedoch veraltet. Oft ist es einfacher, Auslands- als Inlandsgespräche zu führen. In den großen Hotels ist Selbstwählferndienst möglich. Ortsgespräche sind in der Regel kostenlos.
Für Ferngespräche (DDD) wählen Sie "0", Vorwahl und Telefonnummer. Das geht bei den meisten Postämtern. An den Straßen gibt es Kioske mit "IDD" oder "DDD"-Zeichen, an denen Sie zwischen 21:00 und 07:00 Uhr leichter eine freie Leitung bekommen und den halben Tagespreis bezahlen. Internationale Anrufe sind nur bei "IDD"-Telefonen möglich.
In China gibt es in jedem größeren Ort ein Postamt. Post nach Europa benötigt etwa eine Woche. Alle Postsendungen nach China sollten mit der Aufschrift The People's Republic of China ("Volksrepublik China") versehen sein.
Japan
Telefonanschlüsse in Japan muss man entweder kaufen oder mieten. Meist wird es so sein, dass Ihr Vermieter den Anschluss bereits gekauft hat und an Sie weitergibt. Der Anschluss bleibt in seinem Besitz, für die laufenden Kosten kommen jedoch Sie auf. Sie können einen Anschluss in Ihrem nächsten National Telefon Telegraph Büro (NTT) beantragen oder unter der Telefonnummer 116 (nur in japanischer Sprache). Einige NTT-Büros haben auch Antragsformulare in englischer Sprache. Die Adresse Ihres nächstgelegenen Büros erfahren Sie bei NTT Information, Tel. 3277-1010.
Sie brauchen zur Beantragung eines Telefons ein Dokument, das Ihren Namen und auch die Adresse bescheinigt, z.B. Alien Registration Card oder Führerschein. Der Telefonanschluss kostet etwa 75.000 Yen - im Voraus zahlbar, 12.000 Yen Installationsgebühren plus Telefonapparat. Die Installation dauert etwa 2 Stunden, während der Sie anwesend sein müssen. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie von NTT ein Telefon kaufen oder mieten (180 Yen/Monat Wähltelefon oder 280 Yen/Monat Tastentelefon). Preisgünstiger als bei NTT sind die Telefonapparate in den Telefonabteilungen der Elektrogeschäfte oder im Discounter. Alle Apparate, die Sie in Japan kaufen können, dürfen auch angeschlossen werden.
Etwas schwieriger als das Kaufen eines Telefonanschlusses ist das Verkaufen, denn unglücklicherweise kauft NTT keine Telefonrechte zurück. Hier können Sie sich an einen Makler wenden. Einer der größten Telefonmakler ist: Telefon Shop Suzuki Honten, Tel. 3541-0100. Dort wird auch Englisch gesprochen.
Postämter in Japan erfüllen nicht nur den üblichen Postdienst. Sie können dort auch Sparbücher anlegen, Geldüberweisungen vornehmen oder Lebensversicherungen abschließen. Geldüberweisungen ins Ausland mit einem Spezialkuvert der Post ("genkinkakidome no futo") sind meist billiger als bei der Bank. Sollte einmal Post verloren gehen oder unvollständig ankommen, so können Sie, wenn es sich um Post innerhalb Japans handelt, bei jedem Postamt einen Nachforschungsantrag ("yubinbutsu jiko chosahyo") stellen. Briefe und Pakete bis 20 kg ins Ausland (in manche Länder auch nur bis 10 kg) können entweder auf dem Landweg (Schiffspost), Land-Luft-Weg (SAL) oder per Luftpost (Airmail) befördert werden. Die Beförderungszeit und auch die Gebühren für die Beförderungsarten sind sehr unterschiedlich. Erkundigen Sie sich im Einzelfall bei Ihrem Postamt. Die Post bietet, neben vielen privaten Anbietern, auch einen Super Express Service innerhalb der 23 Tokyo-Wards für Briefsendungen und Pakete bis 10 kg und max. 90 cm an. Ihre Sendung wird vom Haus abgeholt und innerhalb 1 Stunde ausgeliefert. Der Preis richtet sich nach der Entfernung. Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Super Express Mail Center, geöffnet Montag bis Samstag 8:30-19:00 Uhr, nicht an Sonn- und Feiertagen, Tel. 3546-1123
Handys
China
Handys werden in China immer populärer. Das chinesische Ministerium für Informationsindustrie gibt an, dass im Schnitt rund 5 Millionen Handys pro Monat vertrieben werden, und ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. War der Markt bis vor kurzem noch auf wohlhabende Kunden ausgerichtet, gibt es mittlerweile viele Angebote im Niedrigpreissegment. Ein Konkurrenzvergleich lohnt sich.
Ein in China erworbenes Handy funktioniert übrigens auch in Deutschland, wechseln Sie einfach den Chip aus. Das gleiche gilt für Ihr deutsches Handy in China, allerdings kann dann die SMS-Funktion gestört sein, was angesichts des immer mehr steigenden SMS-Fiebers in China schade wäre.
Japan
Japan gilt als das Handy-Land schlechthin. Unsere Handys sehen im Vergleich zu den modernen japanischen wie Mobiltelefone aus der Steinzeit der Telekommunikation aus. Sämtliche Angebote, die bei uns erst langsam auf den Markt kommen, gibt es in Japan schon seit längerer Zeit. Services wie I-Mode, mit dem man Emails lesen, Klingeltöne herunterladen und Sportnachrichten vom Internet abrufen kann, erfreuen sich großer Beliebtheit. Echtes Bild-Telefonieren ist bereits Alltag: in den japanischen Handys sind inzwischen oft Kameras eingebaut, damit man seine Gesprächspartner auch sehen kann.
Handys finden Sie in jedem größeren Geschäft, und es gibt auch spezielle Handy-Shops. In Anbetracht all der technischen Möglichkeiten kann der Kauf eines Handys mitunter recht teuer werden, ein Standardgerät kostet Sie etwa 3.000 Yen. Beachten Sie auch, dass japanische Handys nicht unserem GSM-Standard entsprechen und nur in Japan funktionieren. Nicht nur deshalb sollten Sie, bevor Sie einen Vertrag mit einem der japanischen Anbieter abschließen, den Kauf eines "prepaid mobile phones" (Kartentelefon wie bei uns) oder das Angebot der Handy-Miete in Betracht ziehen. Eine Reihe solcher Miethandy-Anbieter stellt sogar einen Lieferservice zur Verfügung. Wenn Sie sich längere Zeit in Japan aufhalten, sollten Sie unbedingt die Vertragsbedingungen der Anbieter NTT DoCoMo, J-Phone, AU, Tu-Kah, H'', NTT PHS und Astel vergleichen. Ein günstiger monatlicher Tarif beträgt zwischen 3000 und 5000 Yen mit einem bestimmten Gesprächsguthaben, eine Minute ins Festnetz kostet zwischen 9 und 12 Yen.
Internet
China
Die Volksrepublik China ist einer der größten und am schnellsten wachsenden Internetmärkte der Welt, und "ni shang wang le ma?" (bist du schon im Internet?) ist die Frage der Stunde. Die chinesische Regierung möchte einerseits an der boomenden Industrie mitverdienen, andererseits ihr Informationsmonopol nicht verlieren. Deshalb versuchen die chinesischen Offiziellen, das Internet mit verschiedenen Mitteln zu überwachen. Private Surfer müssen sich zuerst bei der Polizei registrieren lassen und sich verpflichten, den Internetzugang nicht für illegale Aktivitäten zu nutzen. Viele Webseiten sind sowieso gesperrt, unter anderem die Nachrichtenseiten von CNN, Seiten mit sexuellem Inhalt wie etwa Playboy und bis Ende September 2002 sogar die Suchmaschine Google. Immer mehr Internetportale verpflichten sich zu einer freiwilligen Zensur, so auch Yahoo China. Die chinesische Regierung versucht zudem mit drakonischen Strafen sowie der Forcierung des chinesischen Intranets, das für circa ein Fünftel des normalen Preises zugänglich ist, die Internetbenutzung zu steuern. Meist regelt der Preis dies schon von selbst, denn für die Mehrheit der Chinesen ist das Internet schlicht unerschwinglich. Obwohl es in den Geschäftskreisen der Boomtowns Chinas zum guten Ton gehört, einen Internetanschluss zu besitzen, gibt es in ganz China nur etwa 40 Millionen registrierte Internetuser. Die Telefon- und Accountgebühren halten sich mit durchschnittlich 350 Yuan (ca. 35 Euro) für europäische Verhältnisse zwar in Grenzen, bei einem durchschnittlichen Monatsverdienst von etwa 800 Yuan schlagen die Gebühren allerdings ein gehöriges Loch in das monatliche Budget eines Chinesen. Eine kostengünstigere Alternative boten zahlreiche Internetcafés, in denen man für 10 Yuan bis zu eine Stunde lang surfen konnte. Seit allerdings ein Brand im Sommer 2002 in einem illegal betriebenen Internet-Café 25 Menschen das Leben kostete, setzt die chinesische Regierung alles daran, diese lizenzlose und weitgehend unkontrollierte Szene auszumerzen. Es sollen nur noch staatlich lizenzierte Cafés über staatliche Server den Weg ins Netz anbieten. Seit Anfang November 2002 dürfen zudem nur noch Personen mit einem Sonderausweis ein Internet-Café betreten: der Lizenz zum Surfen!
Japan
Wie überall in der Welt brauchen Sie auch in Japan einen Internet Service Provider und eine Verbindung zu diesem. Während die Kosten des Providers relativ gering sind, sie liegen bei 2.000 bis 4.000 Yen pro Monat, kann die Verbindung unter Umständen sehr teuer werden. Es gibt zwar Flatrates, allerdings sind diese meist auf eine bestimmte Uhrzeit beschränkt. In Japan gibt es folgende Verbindungsarten: ADSL, Wireless, ISDN, Kabel, Fiberoptic, Standard analog. Für den privaten User eignet sich ADSL vorzüglich: es ist fast 40 mal schneller als mit der Einwahl über ein 56K-Modem und preislich sehr günstig.
Ein Vergleich verschiedener Anbieter und Angebote ist in jedem Falle empfehlenswert. Genauere Informationen erhalten Sie beim englischen Customer Service von NTT unter der Nummer 0120-364-463 und auf den im Servicebereich stehenden Webseiten.
Geld und Banken
Wer im Ausland arbeitet und dort ein Einkommen bezieht, der sollte auch ein lokales Konto besitzen. Die benötigten Dokumente für eine Kontoeröffnung in asiatischen Staaten sind von Land zu Land unterschiedlich. Im Allgemeinen reicht ein gültiger Reisepass, gegebenenfalls mit gültigem Visum.
Kontoeröffnung in China
Für ein Konto in China brauchen Sie nur einen Reisepass. Damit können Sie ein so genanntes "multi-currency"-Konto eröffnen. Je nach Vereinbarung kann es vorkommen, dass Sie nur auf bestehende Guthaben zugreifen können. Die Banken sind zwischen 9:00 und 15:00 Uhr geöffnet.
Kontoeröffnung in Japan
In Japan benötigen Sie zur Kontoeröffnung eine so genannte "Alien Registration Card", die Aufenthaltsbewilligung. Zu beachten ist dabei, dass in Japan mit einem Namensstempel Überweisungen usw. "signiert" werden. Daher sollten Sie sich bei einem Stempelmacher für ca. 50 Euro einen Namensstempel machen lassen. Girokonten in Japan haben keinen Dispokredit. Man kann also lediglich auf das Guthaben zugreifen. Eine Geldkarte ("ATM-Card") ermöglicht das Abheben außerhalb der Banköffnungszeiten. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9:00 - 15:00 Uhr. Übrigens, auch die Deutsche Bank AG hat eine Niederlassung in Tokio: Deutsche Bank AG/Tokyo Branch, 100-91 Tokyo, Minato-Ku, Arc Mori Bldg., Akasaka 1-12-32, Tel. 3588-1971.
Währungen
- China: 1 Chinesischer Renminbi Yuan (CMY) = 10 Jiao = 100 Fen
- Japan: 1 Yen (Y) = 100 Sen
Auto und Führerschein
In vielen Ländern Asiens kommt man mit einem internationalen Führerschein aus. Eine detaillierte weltweite Auflistung finden Sie unter dem Link am Ende dieser Seite.
Führerschein
China
Ein internationaler Führerschein ist auf jeden Fall erforderlich: In der Regel muss man darüber hinaus noch eine nationale Fahrprüfung ablegen.
Japan
Die japanischen Behörden fordern eine beglaubigte Übersetzung des deutschen Führerscheins, die Sie vor Ort für etwa 15 Euro beim Deutschen Generalkonsulat bekommen. Die Gültigkeit dieses Dokuments beträgt ein Jahr.
Autokauf
China
Immer mehr Chinesen können sich einen westlichen Lebensstil leisten und kaufen sich folglich ein Auto. Experten schätzen, dass China in fünf bis zehn Jahren der drittgrößte Automarkt der Welt sein wird. Alle westlichen Automarken sind bereits in China vertreten, eine Liste der Autohändler finden Sie im chinesischen Telefonverzeichnis.
Japan
In der Heimat von Toyota, Mitsubishi, Honda und Nissan können Sie problemlos ein zuverlässiges Auto von privat oder von einem der vielen Autohändler zu einem günstigen Preis erwerben. Allerdings sind die laufenden Kosten nicht zu unterschätzen: Steuer, Inspektion und Versicherung können, abhängig vom Fahrzeugtyp, sehr teuer werden. Rechnen Sie dann noch Park- und Autobahngebühren sowie die hohen Benzinpreise dazu, gewinnen öffentliche Verkehrsmittel auf einmal an Charme.
Lebenshaltungskosten
Im Allgemeinen mag man den Eindruck haben, dass Asien einer der billigsten Kontinente ist, was die Kosten des täglichen Lebens betrifft. Schließlich werden unsere Sportschuhe, Kleidung, Computer und vieles mehr dort hergestellt. Doch Vorsicht ist geboten. Zum einen sind die Kosten in den Metropolen Asiens meist unverhältnismäßig höher als auf dem Lande. Zum anderen wird man als Ausländer sofort als Tourist und damit als reich eingestuft. Die klassischen Hotelketten und weltweiten Handelsketten sind genau auf diese Zielgruppe ausgerichtet und offerieren daher kaum Schnäppchenpreise. Es ist ratsam, sich von einem Einheimischen die wirklich günstigen Geschäfte zeigen zu lassen. Weiter ist es wichtig, sich rechtzeitig um eine günstige Unterkunft zu kümmern, da es unter Zeitdruck vor Ort meist schwierig ist, preiswerte Angebote zu bekommen.
Leben in China
Abgesehen von den Flugkosten ist das Leben in China durchaus erschwinglich. Eine Unterkunft in zentraler Großstadtlage kann dennoch ebensoviel kosten wie in westlichen Ländern. Auf der anderen Seite sind die Preise für Kleidung und Essen weit unter europäischem Niveau.
Leben in Japan
Ein Zimmer oder eine Wohnung in Tokio zu finden, kann sehr teuer werden. So zahlen Firmen für ihre "Expatriots", also die Arbeitnehmer, die zuvor in einer ausländischen Niederlassung des Unternehmens gearbeitet haben und nun für eine gewisse Zeit in Japan arbeiten, meist sehr hohe Beträge für die Wohnungen ihrer Mitarbeiter. Eine 100qm-Wohnung, die westlichem Standard entspricht, kann in Tokio bis zu 5.000 Euro monatlich kosten. Auch für kleinere Zimmer, die in Wohngemeinschaften am günstigsten sind, bezahlen Sie im Zentrum schnell an die 1.000 Euro pro Monat. Was Kleidung und Speisen angeht, so sind alle Preisklassen verfügbar - vom Mittagsmenü um neun Euro bis zum exklusiven Dinner für mehrere hundert Euro.
Gesundheit und Versicherungen
Wer nach Asien reist, ist am besten beraten, wenn er bereits im Heimatland eine internationale Reiseversicherung abschließt. Diese wird von allen bekannten lokalen Versicherungsgesellschaften angeboten und deckt alle Schäden ab, die Ihnen während Ihrer Anreise entstehen könnten. Reiseversicherungen decken allerdings meist nur Reisen von bis zu 6 Wochen am Stück ab und sind für längere Auslandsaufenthalte nicht ausreichend. Informieren Sie sich bei einem der deutschen Anbieter von Auslandskrankenversicherungen über Konditionen und Leistungen, und zwar schon einige Zeit vor Ihrer Abreise. Über andere Versicherungsarten, die für Sie interessant sein könnten, sollten Sie sich ebenfalls schon vor Ihrer Abreise informieren. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihr neuer Arbeitgeber alles für Sie erledigt. Dies könnte insbesondere bei mitausgereisten Familienmitgliedern nicht der Fall sein.
Medizinische Versorgung in China
Die medizinische Versorgung in China ist preiswert, entspricht außerhalb der großen Städte jedoch nicht westlichem Standard. Heilmethoden der traditionellen chinesischen Medizin (z.B. Akupunktur) sind weit verbreitet. Westliche Medikamente sind dagegen kaum erhältlich, und die Verständigung funktioniert ohne chinesische Sprachkenntnisse oft schlecht. Eine Reiseapotheke sollte vor allem Mittel gegen Darm- und Erkältungskrankheiten sowie Einwegspritzen enthalten. Arzt- und Krankenhausrechnungen müssen sofort nach der Behandlung in bar bezahlt werden. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung ist hier auf jeden Fall empfehlenswert.
Medizinische Versorgung in Japan
Gesundheit ist eines der teuersten Güter in Japan. Für Arbeitnehmer werden die Kosten der Krankenversicherung zumeist vom Arbeitgeber übernommen. Viele Ausländer bevorzugen es, in Japan zu westlichen Ärzten zu gehen. Das Problem: diese sind meist nicht in der regulären Krankenversicherung mit eingeschlossen. Das hat auch einen guten Grund: Eine einfache Untersuchung wird häufig auf Minutenbasis abgerechnet. Dabei kostet die Minute 10 Euro. Es ist auch bei Abschluss einer internationalen Versicherung ratsam, eine Kreditkarte bei sich zu haben, denn die Rückzahlung der Versicherung erfolgt oft erst nach dem Einreichen der Rechnung.









0 Kommentare