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Verhängnisvoller Instinkt – Warum offene Fenster für Katzen so gefährlich sind

Gerade jetzt im Sommer reißen wir gerne die Fenster auf, um ein kühlendes Lüftchen hinein zu lassen – vor allem nachts. Aber für Katzen kann das offene Fenster zur gefährlichen Falle werden. Im Eifer des Jagdtriebs verschätzen sie sich und fallen hinaus. Je nach Höhe kann das fatale Folgen haben. Warum Katzen keineswegs immer auf ihren Pfoten landen und was man tun kann, erklärt uns eine Tiermedizinerin.

Katze balanciert auf Fensterladen
Katze im offenen Fenster – in höheren Stockwerken kann das gefährlich sein.

Wer eine Katze hält, der weiß es: Katzen besitzen einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Da reicht schon ein am Fenster vorbeifliegender Vogel oder ein umhersummendes Insekt und schon ist die Katze auf Beutefang gepolt. Mit zuckendem Schwanz lauert sie dann auf eine Chance, das Objekt der Begierde zu erhaschen. Im Zweifelsfall kann sogar der Punkt eines Laserpointers oder ein simples Stück Seil mit einem Knoten die Attacken provozieren.

Fataler Sprung

Doch gerade jetzt im Sommer kann das fatal enden. Denn steht das Fenster offen oder die Tür zum Balkon, dann vergessen gerade Wohnungskatzen, dass unter ihnen ein Abgrund gähnt. Die Folge: Sie springen los und fallen im Extremfall mehrere Stockwerke tief.  Aber auch ein plötzliches Geräusch kann die Katze erschrecken zur Flucht aus dem Fenster animieren. Am häufigsten kommt es in den  Monaten Juni, Juli und August zu einem solchen Fenstersturz, wie Statistiken zeigen.

 „So ein Sturz kann für Katzen glimpflich ausgehen. Häufig erleiden sie aber auch schwere Verletzungen“, so die Tierärztin Roswitha Steinbacher von der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Sie rät daher allen Katzenhalterinnen und Katzenhaltern, jetzt im Sommer beim Lüften besonders vorsichtig zu sein. Allein in ihrer Klinik müssen jedes Jahr 70 bis 80 schwerverletzte Katzen nach so einem Sturz behandelt werden.

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Veterinärmedizinische Universität Wien / NPO, 13.08.2015
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