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Abraham

In Mesopotamien entstehen vor ca. 5000 Jahren die ersten Großstädte der Menschheit. Das fruchtbare Land zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris im heutigen Irak liefert die Lebensgrundlage für die Städte Ur, Uruk, Assur, Ninive und Babylon. Namen, die für die Anfänge der menschlichen Zivilisation stehen.Von hier kam auch Abraham, der Stammvater der Israeliten. Über den "fruchtbaren Halbmond", so hieß der gebogene Landstrich zwischen Euphrat und Mittelmeer. Die Bibel schildert eine dramatische Geschichte von Abraham - eine Geschichte über das Verhältnis der Menschen zur Religion. Gott fordert von Abraham: Er soll ihm seinen eigenen Sohn, Isaac, opfern. Damit will Gott Abrahams Glauben prüfen.Isaac hat eine Ahnung, als sein Vater beginnt, einen Altar zu bauen. Denn sie haben kein Opfertier dabei. Abraham ist fest entschlossen. Er will dem Gebot seines Gottes Folge leisten. Prof. Gerd Lüdemann Uni Göttingen "Es ging also um Furcht und Gehorsam. Das erklärt ja nun noch nicht diese an sich furchtbare Geschichte, die davon spricht, dass der Vater seinen Sohn schlachten soll. Diese Geschichte wurde einmal erzählt, um Leute davon zu überzeugen: Wir brauchen nicht mehr unsere Erstgeborenen zu opfern, sondern wir können ein Tier dafür nehmen. Also in gewisser Maßen eine Reifung von Religion, die sich in solcher Geschichte vollzieht."Die so grausam anmutende Geschichte: Eigentlich ein Verzicht auf die Barbarei. Denn Gott verzichtet in letzter Minute auf Abrahams Opfer. Weil er seinen Glauben in Gott gefunden hat.So beschreibt es die Bibel. Und wo sich heute der Felsendom erhebt, in Jerusalem, auf dem Tempelberg, soll sich diese dramatische Geschichte abgespielt haben. Hier, auf diesem Stein, der von dem Dom umschlossen wird, hat Abraham die Prüfungen Gottes bestanden.

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