wissen.de
Total votes: 40
VIDEO

Akkus und Kälte

Ob Musik, Video oder Fotos, Internet oder Telefon, mobile Multimedia-Begleiter sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die kleinen Helfer haben eines gemeinsam, sie beziehen ihre Energie aus Speichern, Akkus oder Batterien. Dass die kleinen Kraftpakete bei extremer Kälte gerne vorzeitig ihren Dienst versagen, hat fast jeder schon einmal erlebt. Der Grund für die Temperaturempfindlichkeit liegt im Aufbau der Energiespeicher, der bei allen gleich ist: Plus- und Minuspole, die aus unterschiedlichen Metallen bestehen, sind über eine Flüssigkeit verbunden, die die elektrischen Ladungen leitet. "Und durch diese chemische Reaktion fließt jetzt folgendes, also Elektronen von der linken Seite - hier, das ist die Anode an die rechte Seite, an die Kathode. Das sind die beiden Pole einer Batterie." Diese sogenannten Elektrolyte, Säuren oder elektrisch leitfähige Pasten sorgen für den Stromfluss in der Batterie. Bei Kälte wird diese Flüssigkeit zähflüssig und transportiert weniger Ladung. Hinzu kommt, dass bewegliche Geräteteile bei Kälte schwergängiger laufen und so höheren Strom verbrauchen. Selbst moderne Batterien und Akkus verlieren bereits ab 10 Grad über Null rasant an Leistung. Zwar gibt es Unterschiede im Temperaturverhalten. Doch bei starkem Frost verlieren auch moderne Energiespeicher ihre letzte Kraft. "Lithium-Ionen-Akkus sind eigentlich auch temperaturtoleranter, also in dem negativen Temperaturbereich hier als die Nickel-Metallhydrid-Akkus. Aber unterhalb minus 20 Grad wird's auf jeden Fall bei allen Typen problematisch." Gegen den Leistungsverlust hilft nur Wärme. Wer also bei tiefen Temperaturen von seinen akkubetriebenen Begleitern weiterhin Höchstleistungen erwartet, sollte sie besser warm einpacken.

Total votes: 40