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Alles außer Fürze

Das hat die Evolution schon geschickt eingefädelt. Wie keine andere Spezies auf dieser Welt können wir Menschen uns miteinander verständigen. Die Sprache mag unterschiedlich sein, Zumindest aber können wir uns austauschen.Und es gibt noch mehr Geräusche, die jeder von uns mit seinem Körper machen kann, die quasi international sind. Wie erzeugen wir nun all diese Geräusche? Im Akustiklabor von Prof. Trevor Cox in Manchester haben wir uns das mal genauer angeschaut und zwar mit Hilfe einer Spezial-Highspeed-Kamera. Das einfachste Geräusch ist sicherlich dieses hier: Orginalton - Mann klatscht. Schon Babys können klatschen. Sicherlich nicht mit so viel Kraft dahinter, aber klatschen kann jeder. Der Ton entsteht durch das aufeinanderschlagen von zwei flachen Oberflächen. Je nach dem ob wir dabei einen Hohlraum zwischen den Händen bilden oder nicht, ändert sich der Ton. Durch die Highspeed-Kamera ist er allerdings sehr langsam und dumpf. Ein anderes Geräusch, das bereits Babys hinbekommen. Im Englischen nennt man es "Raspberry", also Himbeere. Warum? Keine Ahnung. Wie eine Himbeere sieht das ja nicht aus, was Trevor hier macht. Die Himbeere gilt als das absolute Urgeräusch. Schon die römischen Senatoren haben es benutzt, um andere auszubuhen, und sogar Shakespeare ließ die Raspberry in seinen Werken vorkommen. Denn nichts ist einfacher, als mit einer Himbeere jemand anderem die Meinung zu sagen. Bei allen Geräuschen, die aus dem Mund kommen, spielt die Luft eine zentrale Rolle. Die Lungen funktionieren wie ein Blasebalg. Sie sind quasi das Luftkraftwerk für die Stimme. Der Kehlkopf formt die Stimme, die Stimmlippen im Kehlkopf sind wie eine Stimmgabel, sie vibrieren und geben dem Ton und den Lauten damit ihre Klangfarbe. Mund und Rachen wirken am Ende wie ein Megafon. Sogar bei diesem Geräusch spielt die Luft eine Rolle. Offiziell heißt er "Champagner-Blopp". Für alle, die wie Trevor Probleme mit dem Blopp haben, hier noch mal ganz langsam. Den Mund um den ersten Knöchel am Zeigefinger schließen, Wangen aufblasen und schnell den Finger rausschnippen. Sehr schön. Und dabei nie das Atmen durch die Nase vergessen. Dann klappts wie bei Trevor. Ja und dann war da ja noch dieses andere Körpergeräusch. Auch das hat mit Luft zu tun. Das weltweit größte Furzkissen dieser Art aber besitzt wohl Trevor.....

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