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Arktischer Dunst

Arktischer Dunst am Himmel über Spitzbergen. Wenn durch Hoch- und Tiefdruckgebiete Wind aus dem Süden bis in die Polarregion schlüpft, dann ziehen sogenannte Aerosole, feine Staubpartikel, bis in die Arktis. Ein Phänomen, das als "Arktischer Dunst" bezeichnet wird. Forschungsstandort Longyearbyen auf Spitzbergen. Ein letzter Check der Ausrüstung. Ein 50-köpfiges internationales Team bereitet sich auf eine wichtige Mission vor. Die Atmosphärenforscher wollen am Himmel über der Arktis dem Arktischen Dunst auf die Spur kommen. Die Zeit drängt, die Forscher müssen das gute Wetter nutzen. Die Geräte an Bord trotzen selbst extremsten Temperaturen, mit ihnen wollen die Forscher die Aerosole in der Atmosphäre aufspüren und ihre Wirkung studieren. Durch ein Loch in der Decke des Flugzeuges werden Laserstrahlen in die Atmosphäre geschossen. Trifft ein Laserstrahl auf Aerosole, wird er reflektiert und liefert Daten zur Verteilung, Art und Beschaffenheit der Teilchen. Die Geräte an Bord zeichnen verlässlich Daten auf. Riesige Mengen werden zur Auswertung anfallen. Doch ein erstes Ergebnis zeichnet sich schon über den Wolken ab: Die Aerosolbelastung ist so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Ob die Aerosole letztlich die Erde vor Sonneneinstrahlung schützen oder eher zur Erwärmung beitragen, diese Frage wird die Forscher aber noch länger beschäftigen. Der arktische Dunst hat noch lange nicht alle Geheimnisse offenbart.

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