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Badetag für die Tapire

Die Tapire haben heute Großwaschtag. Aber so richtig begeistert sind sie noch nicht.Freistehend: "Ein Bein vor das andere, komm, Süße, komm, prima." Bis Brigitte, Alfonso und Camillo vollzählig sind, dauert es. Die Tapire werden doch nicht wasserscheu sein? Nein, Tapire sind nachtaktiv, tagsüber liegen sie am liebsten faul im Unterholz. Aber dann geht die Schaumparty doch los. Die Tapire werden mit Wasser und Seife eingeschäumt und richtig schön massiert. Das tut der Tapirhaut gut. Mario Chindemi, Tierpfleger: "Das machen in der Natur eben auch, dann liegen die in Sumpflöchern, in Schlamm und Wasser und die Haut ist einfach darauf angewiesen nass zu sein und wenn die in einem trockenen Gehege gehalten werden, bei kaltem Wetter zum Beispiel kommen die in Zoos selten ins Wasser, dann neigen die dazu ihre Haare zu verlieren." Tapire sehen ein bisschen wie Schweine aus. Aber Ähnlichkeiten gibt es auch mit Nashörnern. Tapire mögen Wasser und sind prima darauf eingestellt. Freistehend: "Guck mal die Augen, wenn du die an die Wimpern packst, können die die Augen richtig einziehen, dann ist das eine Fläche, dann bleibt kein Augapfel vorstehen wie bei anderen Tieren, also das ist schon einmal ein Schutz. Und die Ohren können auch ganz nach hinten gelegt werden und zugeklappt werden sogar und dann kommt kein Wasser rein diese Wulst hier oben auf dem Rücken, das ist eigentlich deswegen, wenn die jetzt durchs Unterholz rennen, dann senken die den Kopf, dann kommt das wie so ein Bootskiel im Wasser und die wälzen alles platt." Tapire können schon gefährlich werden. Aber die Tiere im Zoo sind zutraulich. Freistehend: "Ja, der will überall gewaschen werden jetzt, der findet das ganz toll, ja, wunderbar und der Euter und der Bauch, der findet das ganz toll." Den Pfleger findet der Tapir auch richtig toll. Ganz verschmust ist er. Für die Auszubildende Nadine ist das ein besonderes Erlebnis. Sie ist zum ersten Mal auf Tuchfühlung mit einem Tapir - und begeistert.Nadine Groenewald, Auszubildende: "Man meint ja so, wenn man die anguckt, das die recht borstig sich anfühlen, aber eigentlich haben die ein sehr weiches Fell, vor allem der Junge hier, sind sehr muskulöse, sehr kräftige Tiere, wirklich sehr schön anzufassen und mal zu fühlen." Naschen und schmusen - was für ein Tag für die Tapire. Wer sauber ist, macht sich auf zur nächsten Lieblingsbeschäftigung: dem Fressen von Blättern und Pflanzen. Der kleine Camillo aber kriegt noch eine extra Dusche und die scheint er zu genießen.

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