1917 siegt in Russland die Oktoberrevolution. Die neuen Machthaber beseitigen jeden, der an das Zarenreich erinnert. Das Ende einer 300-jährigen Geschichte, das Ende des Zarenreiches.
Von hier aus haben Russlands Zaren ihr riesiges Reich regiert. Allein Gott duldeten sie über sich. Doch am Ende hat auch ihr Reichtum sie nicht vor dem Untergang bewahrt. Das Russische Zarenreich geht im Kugelhagel der kommunistischen Revolutionäre unter.
Das Reich der Zaren war das größte Herrschaftsgebiet der Erde, größer sogar als einst das römische Feldreich. Ein Gebiet, das ein Sechstel der Erde ausmachte und 174 Völker umfasste. Wenn die Sonne im Westen über der Hauptstadt Sankt Petersburg versank, ging sie zur selben Zeit am anderen Ende Russlands am Pazifik auf. Ein gigantisches Reich, das alle Landschaftstypen kennt. Von den undurchdringlichen Wäldern Sibiriens, die nur durch gewaltige Ströme durchschnitten werden, über die mongolischen Steppen bis hin zum pazifischen Ozean hinter dessen Horizont schon Amerika beginnt. Im Süden des Landes liegen bis zu 7000 Meter hohe Berge - Ausläufer des Himalaya. Wer dort dem Ural nordwärts folgt, dem Gebirge, das Europa von Asien trennt, der erreicht den Polarkreis. Schon Katharina die Große hat ihre Feinde und Kritiker dorthin verbannt.
Es war kräftezehrend so ein großes Reich zusammenzuhalten. Die Zaren schafften es über 300 Jahre - mit Härte und Gewalt. Staatsfeinde und Kritiker wurden weggesperrt oder umgebracht, um das Riesen-Reich stabil zu halten.
Die goldene Stadt Sankt Petersburg wurde auf den Tränen der Toten errichtet, sagte einst ein russischer Dichter. Doch am Ende hat auch das die russischen Zaren nicht vor ihrem Untergang geschützt.
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