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Dem Brustkrebs auf der Spur

Jede 10. Frau in Westeuropa erkrankt an Brustkrebs. Weil der Tumor nur langsam wächst, wird er oft zu spät erkannt. Ein tödliches Risiko, obwohl die Technik für präzisere Methoden bereits entwickelt ist. Brustkrebs früher und sicherer erkennen, dass könnte in Zukunft die Magnetresonanz-Mammografie ermöglichen. Das hoch sensible Verfahren ergänzt klassische Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen, weil es in vielen Fällen präzisere Bilder liefert und das ohne die Patientinnen mit Strahlen zu belasten. Für die Untersuchung sind lediglich für den Körper unschädliche Kontrastmittel notwendig. Bisher übernehmen die Kassen die Kosten für die Untersuchung allerdings nur, wenn eine Tumorerkrankung bereits feststeht. Denn das Verfahren ist teuer und die Ärzte haben sich noch nicht auf einheitliche Untersuchungsstandards geeinigt. Die Magnetresonanz - Mammografie arbeitet mit einem starken Magnetfeld und erstellt so Schnittbilder des Körpers. Bislang können nur speziell geschulte Experten die Untersuchung durchführen. Pro Brust werten sie circa 1.000 Bilder aus. Diese liefern weitaus genauere Informationen als zum Beispiel die traditionelle Röntgen-Mammografie. Gerade bei Patientinnen unter 50. Denn das Brustgewebe dieser jüngeren Frauen ist sehr dicht. Das Problem bei Röntgenbildern: Sie zeigen dichtes Gewebe nur als weiße Fläche. Prof. Werner A. Kaiser, Radiologe "Der Tumor stellt sich auch als eine Verdichtung in einem dichten Gewebe dar. Wenn Sie so wollen, wie ein weißer Hase im Schnee oder wie etwas im Nebel. Und diese Methode bringt Kontrast, dass heißt, Sie sehen den Tumor als weiße Situation vor einem schwarzen Hintergrund, klar erkennbar. Sie sehen zum Beispiel hier, bei dieser Patientin hier sitzt ein bösartiger Tumor. Sie sehen auch, dass dieser Tumor bereits eine stegförmige Verbindung durch den Brustmuskel in eine weitere Tumormetastase hinter dem Brustmuskel gebildet hat. Die man mit keiner anderen Methode sehen würde, als mit der Methode. " Weil das Verfahren Tumoren und Metastasen von wenigen Millimetern sichtbar macht, eröffnen sich auch neue Möglichkeiten der Therapie. Kleine Tumoren könnten zukünftig mit Hitze oder Kälte direkt behandelt werden. Prof. Werner A. Kaiser, Direktor Institut für Radiologie "Ohne Operation, ohne Narkose geht die Patientin im Idealfall - da müssen wir noch arbeiten, aber die Schritte sind gemacht. Eine halbe Stunde danach ambulant zu Fuß aus dem Krankenhaus wieder heraus. Hatte eine schlechte Information, sie hatte einen Brustkrebs, hatte aber gleichzeitig eine gute Information, der Brustkrebs ist bereits behandelt." Diese präzise Art der Diagnostik könnte ein Meilenstein für Brustkrebspatientinnen werden. Denn je früher ein Tumor entdeckt wird, desto besser sind die Chancen, die Krankheit zu heilen.

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