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Der Hort des Wissens

Der Mondgott der alten Ägypter, Hermes Trismegistos berichtete in seinem mystischen Werk von einem "Ort des Wissens." Unter den Pranken der Sphinx soll ein Labyrinth zu der Geheimnis umwitterten "Halle der Aufzeichnungen" führen, wo alle Erkenntnisse über Alchemie und Astronomie, über Mathematik, Magie und Medizin niedergelegt sind. Der Hort des Wissens. Danach suchen Forscher bis heute. Legende oder Wahrheit? Die Grabkammer der Teti-Pyramide in Sakkara zeugt davon, dass den Pharaonen in die Grabkammern auch Wissen mitgegeben wurde. In Hieroglyphen verschlüsselte Botschaften künden hier von der Himmelsfahrt des Königs und der Herrschaft im Jenseits. Magische Formeln über Erze, die dem toten Pharao neues Leben einhauchen sollten, sind hier verewigt. Hat die Grabkammer der Teti-Pyramide nur den Mythos vom Geheimwissen des Mondgottes bei den Forschern beflügelt? Oder könnte sie ein Hinweis dafür sein, dass Wissensweitergabe ein fester Bestandteil des Totenkults der Ägypter war und ein "Hort des Wissens" existieren muss? Fest steht, dass in allen Epochen nach jenem Ort gesucht wurde, in dem die Antworten auf alle Fragen verborgen liegen. In moderner Zeit ist die Suche den Weissagungen des amerikanischen Wunderheilers Edgar Cayce gefolgt. In Trance sprach er über die "Halle der Aufzeichnungen," in der das gesamte Wissen einer untergegangenen Kultur verborgen sei. Er hält sich für die Reinkarnation eines Hohepriesters, der früher auf der Insel Atlantis lebte. Ihm zufolge soll es einen Gang von der rechten Vorderpranke der Sphinx zum Eingang der Kammer geben. Den Wahrheitsgehalt seiner spiritistischen Eingebungen versucht man bis zum heutigen Tag zu belegen. Der genaue Lageplan der "Halle der Aufzeichnungen" beflügelte sogar so manche Expedition. Vor mehr als 30 Jahren rückten amerikanische Forscher der Sphinx mit gewaltigen Bohrmaschinen zu Leibe. Zwischen den Pranken drangen sie sieben Meter tief in das Gestein. Die von höchster Stelle genehmigten Experimente sind heute höchst umstritten - fast hätten sie das Denkmal zerstört. Den prophezeiten Tunnel fanden sie aber nicht. Seismische Messungen deuteten zwar auf Kammern tief unter dem Leib der Sphinx hin. Doch sie erwiesen sich als natürliche Hohlräume. Weitere Sprengungen und Bohrungen hat die ägyptische Altertümerverwaltung untersagt. Für die Verfechter von Cayce`s Theorie eine Verschwörung der traditionellen Archäologie. Mythos oder Wahrheit. Die Sphinx bleibt ein Rätsel in Stein.

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