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Die Pinguininsel - Isla Magdalena   

Sie ist die Verbindung zwischen Pazifischem Ozean und Atlantischem Ozean: Die Magellanstraße. Ganz im Süden vor der Küste Chiles führt die Meerenge vorbei an unzähligen kleinen Inseln, Fjorden und einsamen Stränden. Hier findet man auch die Isla Magdalena: Eine kleine Insel bevölkert von über hunderttausend Pinguinen. Jedes Jahr zwischen Oktober und März brüten sie hier und ziehen ihren Nachwuchs groß. Auf der Isla Magdalena wurde 1967 ein Naturschutzgebiet gegründet und die Insel ist seit 1983 ein offizieller Nationalpark. Die einzigen menschlichen Bewohner sind die Parkwächter. Bei ihnen lebt seit einem halben Jahr eine junge Frau aus Deutschland: Tora Hermann. Sie ist Biologin und untersucht hier, ob der Tourismus das Leben der Magellanpinguine negativ beeinflusst. Die Pinguin-Babys werden gemessen und gewogen. Tora weiß den Zustand der Seevögel einzuschätzen. Thore Hermann "Es ist ein bisschen wenig, normalerweise so drei Kilo ist der Durchschnitt und 2,3...muss noch ein bisschen mehr essen, damit er ein bisschen schwerer wird, aber das schafft er schon noch." Drei Monate alt sind diese Pinguin-Babys. Erste Ergebnisse der jungen Forscherin zeigen, dass auf der Insel trotz des Tourismus immer mehr Pinguine brüten. Thora Hermann "Tres kilo...drei Kilo genau. Dem geht's richtig prima, der hat schon ein bisschen sein Federkleid verloren und ja, ist ein richtig gesunder junger Bursche" Für die Menschen hier ist es ist ein extremer Arbeitsplatz.Thore Hermann "Wir sind ja hier genau in der Mitte der Magellanstraße und so kommen die Winde vom Atlantik, vom Pazifik, sodass es normalerweise einen wirklich umhaut vom Wind her, also man kann hier schon sehr leicht 120 Stundenkilometer Wind abbekommen und dann ist es natürlich schwierig auch von der Insel dann wieder runterzukommen." Aber die Winde, die kühlen Durchschnitts-Temperaturen um die sieben Grad Celsius und die enorm hohen Niederschlagsmengen können die Pinguine nicht erschüttern. Im Gegenteil: sie lieben dieses Klima. Und wenn man sich als Forscher für deren Leben interessiert, hat man keine Wahl. Und die bis zu 75 Zentimeter großen schwarz-weißen Magellan-Pinguine haben es der jungen Forscherin besonders angetan. So ist sie täglich unterwegs, um die Insel zu erforschen. Sie erstellt zum Beispiel einen Lageplan der Pinguin-Höhlen und zählt die Bewohner. Und manchmal, wenn sich ein Pinguin in Position stellt, dann zeichnet sie ihn. Ein Andenken an das Leben auf der Insel beinahe ohne Menschen. Isla Margarita. Die Insel der Pinguine.

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