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Eroberung des Inkareichs

Es ist das Jahr 1532. Der Spanier Francisco Pizarro überquert die Anden, um mit seiner Armee das Inkareich zu erobern. Spione beobachten die Eindringlinge und unterrichten ihren König Atahualpa mit Lichtzeichen. Noch kommt es nicht zum Kampf. Prof. José Antonio del Busto, Historiker "Atahualpa wartet lieber ab, denn er ist sehr neugierig, seine Kundschafter teilen ihm mit, die Fremden seien tatsächlich göttlich. Pizarro sei der ersehnte weiße Gott, er bildete sich wohl ein, dieser Gott käme nun zu ihm, um ihm seine Aufwartung zu machen." Plötzlich erscheinen die Inka auf den umliegenden Hügeln. Pizarro schätzt sie auf 12.000 Mann. König Atahualpa wird in die Mitte eines Platzes getragen, auf einem Thron aus purem Gold. Zum ersten Mal bekommen die Spanier einen Eindruck vom Reichtum der Inka. Pizarros Priester geht mit Kruzifix und Bibel auf den Inka-König zu. Er fordert ihn auf, seinem Irrglauben abzuschwören und sich der spanischen Krone zu unterwerfen. Atahualpa kann die Heilige Schrift nicht lesen, wie ein indianisches Orakelkästchen hält er sie ans Ohr. Da er nichts hört, wirft er die Bibel in den Staub. Ein Frevel und für Pizarro Grund, aus dem Hinterhalt das Feuer zu eröffnen. Atahualpa wird gefangen genommen. Pizarro gestattet ihm, während seiner Gefangenschaft Lesen und Schreiben zu lernen. Den spanischen Soldaten ist Pizarros Milde ein Dorn im Auge. Prof. José Antonio del Busto, Historiker "Man sagt, es gab eine gegenseitige Abhängigkeit zwischen Atahualpa und Pizarro. Das ist wahr, Atahualpa will sein Leben retten, er will seine Freiheit zurück, Pizarro braucht den Schatz und sucht die Ehre. Beide haben scheinbar ganz gegenteilige Interessen. Aber genau betrachtet ergänzen sie sich, brauchen sie aneinander." Für das Leben ihres Königs zahlen die Inka ein Lösegeld. Es ist der größte Schatz, der in der neuen Welt erbeutet wird. Aber er ist keine Garantie. Pizarro verurteilt Atahualpa dennoch zum Tode - vermutlich auf Drängen seiner Soldaten. Mit Atahualpas letztem Atemzug endet schließlich die Herrschaft der Inka in Peru. In dieser Nacht öffnen sich tausende Inka die Pulsadern, um ihrem König ins Jenseits zu folgen. Pizarro befiehlt, alles Gold in handliche Barren einzuschmelzen. 34 Tage dauert es, bis die Schätze der Inka zerstört sind.

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