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Fakarava: Südsee Atoll par excellence

Selbst im Zeitalter der Flugreisen sind sie immer noch relativ weit entfernt: die Inseln der Südsee. Sie gehören zu den Traumreisezielen der meisten Menschen -. Von Europa aus bringt man gute 20 Stunden im Flugzeug zu – plus weitere Flugstunden von der Hauptinsel Tahiti zu den Atollen Französisch-Polynesiens. Dafür bekommt man allerdings mehr geboten als Pauschalerlebnisse am Pool. Fakarava - das zweitgrößte Atoll von Französisch Polynesien besteht aus einem riesigen Korallenring und gehört zu einer von der UNESCO als schützenswert eingestuften Biosphäre mit einem besonderen Reichtum seiner Ökosysteme: eine selten-üppige Flora und Fauna. Diese Biosphäre dient nicht nur dem Schutz der Natur: sie soll gleichzeitig die genetischen Ressourcen, die Vielfalt der Arten und der Ökosysteme schützen UND den Menschen auf den flachen Atollen ein Leben zusammen mit der Natur ermöglichen. Die flachen Inseln bieten nicht in jeder Hinsicht einen idealen Lebensraum: Trinkwasser ist knapp und auch die bewohnbare Fläche auf den schmalen Inseln ist gering. Die Menschen müssen langfristig mit den Ressourcen auskommen, die sie hier vorfinden. Bis jetzt haben sie es geschafft, die Natur zu erhalten: In den Palmen über den Stränden nisten seltene Vogelarten. zum Beispiel verschiedene Seeschwalbenarten wie die Schwarz-Noddi und die Blau-Noddi. Auch die auf verschiedenen anderen Inseln ausgestorbenen Tahiti-Blaulori leben hier, die zu den südpazifischen Papageien gehören. Das Meer bietet hier einen sehr komplexen Lebensraum für tausende verschiedenen Arten von Lebewesen. Das im wahrsten Sinne des Wortes bunteste Leben spielt sich in den Passagen zwischen den kleinen Inseln des Korallenrings ab, dort wo mit den Gezeiten die Strömung in das Atoll fließt, oder hinaus. Taucher können hier aus nächster Nähe erleben, wie die Jäger und Sammler unter den Fischen zwischen den leuchtenden Korallen auf die Jagd gehen. Da hier bis jetzt kein Raubbau an der Natur geschah, lassen sich viele Fische noch unbeeindruckt beobachten. Die Korallen – selbst schon eine sehr beeindruckende Lebensform - bieten Schutz und Jagdrevier in einem.Muränen verstecken sich in den Höhlen zwischen den Korallenstöcken - Papageienfische wiederum ernähren sich von Korallen und fressen ihre Oberfläche ab. Korallenriffe werden auch Regenwälder der Meere genannt und gehören zu den artenreichsten Lebensräumen der Erde.Aber wie auch die Regenwälder, sind sie sehr empfindlich. An Orten wie hier in Fakarava wird deutlich, wie viel die Menschen verlieren können, wenn die letzten dieser Paradiese zerstört würden.

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