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Freilandzoo Amazonas

Das obere Amazonasbecken in Brasilien. Hier fließen der dunkle Rio Negro und der helle Rio Solimoes zusammen - der Rio Amazonas entsteht. Aber von einem Zusammenfluss kann nicht wirklich die Rede sein, kilometerweit bewegen sich die beiden Gewässer nebeneinander her, ehe sie sich vermischen - der eine dunkel, der andere hell. Der über 6000 Kilometer lange Amazonas ist der wasserreichste Fluss der Erde. Wo kein Wasser ist, herrscht tiefster Urwald. Und eine enorme Artenvielfalt: hunderte von Säugetieren, über 1.000 Vogel- und bis zu geschätzten 3.000 Fischarten soll es hier geben. Gorillas genauso wie bunte Papageien. Der Amazonas ist für Tier- und Pflanzenfans ein wahres Paradies. Und deshalb kommen die Touristen in Scharen. Manchmal müssen sie mit frechen, kleinen Äffchen sogar ihr Frühstück teilen. Der Amazonas ist ein riesiger Freiland-Zoo. Hinter jeder grünen Ecke kann ein seltenes Tier lauern. Der tropische Regenwald bedeckt mehr als die Hälfte der Fläche Brasiliens: Ein hochsensibles Ökosystem, das sich aus verschiedenen Waldtypen zusammensetzt. (kurz freistehend)Die Touristen, die hier exotische Bilder einfangen wollen, haben leichtes Spiel. Vielleicht ist das eine Entschädigung für die lange Anreise.Renate Wieberger, Touristin: "Amazonas, da hört man so viel und da lernt man schon in der Schule, das ist ein riesen Fluss und dieses ganze Gebiet, der Urwald drum herum, die vielen Tiere, die Piranhas, die Delfine und dann weckt das Neugierde auch, ja? Man möchte mal da gewesen sein." Neugierig sind auch manche Dschungelbewohner. Und einmalig, denn viele der Pflanzen und Tiere, die im Amazonas leben, sind nirgendwo sonst auf der Erde zu finden. Dazu gehören zum Beispiel die bis zu 60 Meter hohen Baumriesen. Aber auch eines der Wahrzeichen des Amazonas, die rosa Flussdelfine im Rio negro. Der Amazonas ist ein extrem vielfältiger Lebensraum und damit viel mehr als nur ein langer Fluss.

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