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Geheimnisvolles Mani

Mani, ein Landstrich im Süden der Halbinsel Peloponnes gelegen. Ein Land mit vielen Geheimnissen und einer gewalttätigen Geschichte:Der griechische Wilde Westen sozusagen.Als wildes, freies und zerstrittenes Volk, waren die Manioten früher bekannt. Hier brachte man sich oft schon wegen einer Beleidigung gegenseitig um.Auch wenn die letzte blutige Auseinandersetzung hier schon eine Weile her ist - die Wohn- und Wehrtürme, Monumente des Kleinkrieges, findet man hier überall. Areopoli, der Hauptort Manis, erwacht langsam zum Leben. Hier richten die Menschen, die übrigens inzwischen friedlich miteinander auskommen, ihre Türme für Besucher her. Mit Uta Müller wollen wir die Geheimnisse der Türme lüften. Die Deutsche wanderte vor 18 Jahren in diese abgeschiedene Gegend aus. Uta Müller"Mir hat es hier gefallen, dass die Menschen hier noch alles selber machen und dachte, das kann ich auch." Griechische Schatzsuche: Viel scheint allerdings nicht mehr übrig aus der kämpferischen Zeit der Einwohner Manis, der Manioten. Uta Müller:"Das ist ein maniotisches Gewehr gewesen." Mit diesen Waffen haben sich nur die Männer bekriegt, auch wegen Dingen, die heute achtlos im Dreck liegen. Uta Müller:"Das ist ne alte Münze, die ist sehr alt.1878." Mani birgt neben den Wohntürmen noch mehr Geheimnisse.Zum Beispiel 200 Meter unter der Erde. Die Tropfsteinhöhlen von Pirgos Dirou. Im Boot geht es durch das riesige Labyrinth von Wasserhöhlen. Ein bisschen unheimlich wirkt die maniotische Unterwelt schon, aber auch faszinierend. Eine bizarre eigene Welt, aus Stalaktiten und Stalagmiten in Millionen Jahren gewachsen.Uta Müller"Ein Stalaktit, der also von oben runterkommt, in der Dicke einer Makkaroni braucht 100 Jahre um einen Zentimeter zu wachsen." Es soll die schönste Höhle dieser Art in Europa sein. Wir dürfen nur einen kleinen Bereich besichtigen. Der größte Teil ist noch unerforscht und für Besucher geschlossen. Uta Müller:"Dieser Teil der Höhle heißt der Goldregen, weil an jedem Stalaktit auch noch ein Wassertröpfchen hängt, das dann glitzert." Nach 40 viel zu schnell vergangenen Minuten nähern wir uns dem Ausgang der Höhle. Und lassen die geheimnisvolle Welt von Mani hinter uns.

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