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Haltbarkeitsdatum bei Lebensmitteln

Der Supermarkt ist riesig. Hier gibt es fast alles, was das Herz begehrt -auch Lebensmittel. Doch woher wissen Kunden, dass alles frisch ist? Orientierung bietet das Mindesthaltbarkeitsdatum Bei diesem Joghurt zum Beispiel muss es wie bei anderen Produkten auch gut sichtbar auf der Verpackung lesbar sein. Es gibt an, bis wann der Joghurt uneingeschränkt verzehrt werden kann. Auch beim Käse ist der Blick auf das Datum hilfreich. Wichtig zu wissen: Hier gilt das Mindesthaltbarkeitsdatum unter der Voraussetzung, dass der Käse grundsätzlich im Kühlschrank aufbewahrt wird. Wußten Sie das? Bei höheren Temperaturen verdirbt er ja auch schneller. So, nun noch Hackfleisch. Und das Abendbrot ist gesichert. Bei dieser Kundin scheint es eine Zeitlang her zu sein, dass sie zuhause gegessen hat. Den Inhalt ihres Kühlschranks hat sie offenbar komplett vergessen. Und was nun? Alles wegwerfen, weil das Haltbarkeitsdatum überschritten ist? Nix da. Probieren geht über studieren. Joghurt kann durchaus noch gut sein, auch wenn er schon vor Tagen abgelaufen ist. Häufig ist er wärmebehandelt. Das Haltbarkeitsdatum auf der Lebensmittelpackung heißt ja deshalb auch M i n d e s t haltbarkeitsdatum - und beschreibt damit den Tag, bis zu dem der Joghurt garantiert gut ist. Danach kann er trotzdem noch genießbar sein. Anders der Mozzarella. Kaum ist das Haltbarkeitsdatum überschritten, verliert er häufig seine Form und schmeckt unangenehm. Wie sieht es bei rohem Fleisch aus? Gerade Hackfleisch hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum - es hat ein Verbrauchsdatum. Bis zu diesem Tag sollte es spätestens verzehrt worden sein. Andernfalls könnten sich Keime bilden, die gesundheitsschädlich sind. Bei der österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit AGES werden Lebensmittel auf ihren Verfall geprüft dazu müssen sie zunächst verdünnt, prepariert und dann auf Nährböden aufgetragen werden. Nach Tagen im Wärmeofen zählen Laboranten die Keime und rechnen sie hoch. So ergibt sich die Keimanzahl für das Produkt und damit der Grad der Verdorbenheit. Die andere Untersuchungsmethode ist eine Sinnliche. Offizielle Verkoster schnüffeln, schmecken und schauen. Sie überprüfen die Lebensmittelproben auf Konsistenz, Farbe, Geruch und Geschmack. Stoßen sie auf Unappetitliches, steht das Mindesthaltbarkeitsdatum fest. Was heißt das nun für den Verbraucher? Alle Speisen sollten nach dem Verbrauchsdatum nicht mehr verwendet werden. Beim Mindesthaltbarkeitsdatum kann man sich hingegen auf seine eigenen Sinne verlassen. Wenn das Essen eigenartig schmeckt - weg damit.

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