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Hitlers Weg zur Macht

Anfang der 1930er Jahre befindet sich Deutschland in einer tiefen Krise. Das Land ist von der Weltwirtschaftskrise gebeutelt, mehr als sechs Millionen Menschen sind ohne Arbeit. Im März 1930 scheitert mit der großen Koalition unter Reichskanzler Hermann Müller die letzte demokratisch legitimierte Regierung der Weimarer Republik. Die darauffolgenden Präsidialkabinette haben keine Mehrheit im Parlament und regieren mit der Unterstützung durch Reichspräsident Paul von Hindenburg. Gesetze werden als Notverordnungen erlassen.

Adolf Hitlers Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei profitiert von dem zunehmenden Misstrauen der Bevölkerung in die junge Republik. Bei den Reichstagswahlen im September 1930 wird die NSDAP zweitstärkste Fraktion.

Als im Juli 1932 erneut Reichstagswahlen anstehen, hat sich das politische Klima deutlich verschärft. Der Wahlkampf findet unter bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen statt. Besonders zwischen den Angehörigen von NSDAP und kommunistischer KPD kommt es immer wieder zu Gewaltausbrüchen. Die Auseinandersetzungen fordern zahlreiche Tote.

Der Wahlkampfslogan „Arbeit und Brot“ und die Anziehungskraft der Person Hitler verfangen bei den Wählern. Mit 37,3 Prozent der Stimmen wird die NSDAP zur stärksten Fraktion im Reichstag gewählt.

Auch Teile der alten Elite aus Politik und Wirtschaft sprechen sich nun für eine Beteiligung der NSDAP an der Regierung aus. Obwohl die Nationalsozialisten bei einem weiteren Wahlgang im November 1932 schlechter abschneiden, ernennt Reichspräsident Paul von Hindenburg Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler. Neben Hitler sind zunächst nur zwei weitere Nationalsozialisten im Kabinett vertreten.

Am Abend des gleichen Tages feiern die Nationalsozialisten ihren Triumph mit einem Fackelzug durch das Brandenburger Tor. Tausende beobachten die Kolonne der rund 20.000 Männer von SA, SS und Stahlhelm. Der Rundfunk überträgt live.

Von der nationalsozialistischen Propaganda wird der Aufmarsch glorifiziert, wenige Monate später für einen Film sogar nachgestellt. Viele Deutsche hingegen sehen in der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler zunächst nur einen weiteren Regierungswechsel. Auch Vizekanzler von Papen und die übrigen Regierungsmitglieder unterschätzen Hitler zunächst. Sie glauben, ihn zähmen zu können. Die folgenden Monate werden zeigen, wie sehr sie sich in ihrer Einschätzung täuschen.

von wissen.de-Redakteurin Andrea Lebeau, Januar 2013

Hier geht's zum Video "Hitlers Putschversuch"

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2 Kommentare

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Es ist fast schon ein Wunder, dass in Europa so lange kein (größerer) Krieg ausgebrochen ist. Die Radikalinskis sind wieder auf den Vormarsch, scheinbar liegt die Sucht nach Macht und somit zu Aufhetzung, Hass, Gewalt, Zerstörung, Krieg in den menschlichen Genen. 1914 - Beginn des 1. Weltkrieges, 2014 Beginn des 3. Weltkrieges ?
Wann wird die Menschheit lernen, die eigene Rasse egal welcher Hautfarbe und Nationalität zu achten ?


Der Schriftsteller Hans-Otto Meissner und Sohn des heute " Kanzleramtsministers Meissner" beschreibt beschreibt und belegt mit Dokumenten in seinem Buch "Die Machtergreifung". Hier ist auch beschrieben, daß Hindenburg sich gegen die Ernennung Hitlers gewehrt hat.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen, dann kann man auch manches verstehen